Vorstellung neuer ABC-Schutzanzüge


Bad Säckingen (DRK) – Zu einer äußerst interessanten Informationsveranstaltung konnte der DRK-Beauftragte und Leiter der DRK-Fachgruppe ABC, Christoph Dennenmoser, ins DRK-Heim Bad Säckingen einladen: Leitungskräfte und Funktionsträger im Katastrophenschutz des Landkreises Waldshut informierten sich über die Arbeit einer anderen, ähnlich strukturierten DRK-Fachgruppe und über aktuelle Neuheiten in der Patientendekontamination.

Eigens aus Bingen bei Mainz war eine Abordnung der dortigen Gruppe PatDekon (Patienten-Dekontamination, vgl. Rettungs-Magazin 6/2006) nach Bad Säckingen gekommen, um ihr Konzept in der Praxis vorzustellen.

Im Gebläsezelt der Gruppe demonstrierte Gruppenführer Matthias Müller den Gebläseschutzanzug und den Ablauf einer Dekontamination. Die Bingener haben dafür ein Gerät der Firma Kärcher namens „Mediclean 2000“, das (ähnlich einem Teppichreiniger) Wasser ausstößt und wieder einsaugt.

Der demonstrierte Ablauf der Patientendekontamination wurde von den Anwesenden sehr interessiert beobachtet.

Im Anschluss an diese Demonstration präsentierte Nik Keel, Inhaber der Schweizer Firma tbsafety, einen von ihm neu entwickelten Gebläseschutzanzug, der in der Schweiz und in Österreich im Vorfeld der Fußball-EM in großen Mengen beschafft wurde. Er unterscheidet sich von den bisher bekannten Modellen in erster Linie durch die Trageweise auf dem Rücken und seine vier Ansaugdüsen, die eine optimale Luftumwälzung im Anzug garantieren.

Die Anwesenden hatten die Gelegenheit, die Anzüge auch anzuprobieren und sich vom „Tragekomfort“ zu überzeugen. Ebenso bestand Gelegenheit, feinmotorische Tätigkeiten wie das Öffnen einer Glasampulle und das Aufziehen einer Spritze zu versuchen. ABC-Helferin Damaris Denk probierte es und stellte fest: „Das geht zwar etwas schwerer, als ohne die Schutzkleidung, aber es geht.“

Dr. Gabriele Bartel stellte im Anschluss die Hygieneprodukte der Firma vitmo vor. Vom Einweganzug für frisch dekontaminierte Patienten über diverse Hygienetücher bis zu mit Vliesstoff ausgestatteten Einwegbeuteln für Erbrochenes oder die Verrichtung der Notdurft.

Den Informationsgehalt dieses Nachmittags bewertet Christoph Dennenmoser als sehr gut: „Die Möglichkeit, die Anzüge und die Produkte der Firma vitmo ausprobieren zu können, war äußerst hilfreich. Für die DRK-Fachgruppe ABC war die Demonstration überzeugend, nun ist die Beschaffung bzw. die Finanzierung zu klären.“

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