Viel Arbeit für die Strömungsretter


München (DLRG LV Bayern) – Die Strömungsretter, eine Spezialeinheit der DLRG, demonstrierten ihre Fähigkeiten öffentlich, mitten in der Isar, in Höhe der Münchner Stadtgärtnerei.

Speziell ausgebildete und ausgestattete DLRG-Rettungsschwimmer – die Strömungsretter – müssen im Einsatzfall Menschenleben aus Hochwassergebieten, Fließgewässern oder ähnlichen Gefahrenlagen retten. In einem Übungsszenario wurden am 6. Juni 2008 Personen über die Isar gerettet. Plötzlich kentert ein Kanufahrer. Doch das Training der DLRG-Strömungsretter zahlt sich aus: Jeder Griff sitzt, schnell ist der Kanufahrer im Trockenen.

In Bayern kamen die Strömungsretter der DLRG im letzten Jahr schon über 30-mal zum Einsatz. In diesem relativ neuen Einsatzbereich kommt es im Zusammenhang mit der weiter abnehmenden Schwimmfähigkeit der Bevölkerung immer wieder zu starken Belastungen der DLRG-Wasserretter.

Immer weniger Menschen in Deutschland können richtig schwimmen. Besonders Kinder und Jugendliche sind davon betroffen. Neben der allgemeinen Veränderungen im Freizeitverhalten sind die Gründe auch im teilweise fehlenden Schulschwimmunterricht zu sehen. Das Fehlen von erreichbaren Bädern lässt sich nicht immer in den Stundenplan eingliedern.

Dr. Helmut Wittmann, Ministerialdirigent im bayerischen Kultusministerium und stellvertretender Kuratoriumsvorsitzender der bayerischen Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), gab während der anschließenden Jahrespressekonferenz des Landesverbandes Bayern einen Überblick über die geplanten Maßnahmen zur Förderung der Schwimmfähigkeit. Das Kultusministerium unterstützt dadurch in hohem Maße die Ziele der DLRG.

Walter Lechner, Vorsitzender des Kuratoriums der DLRG in Bayern, verweist auf die fast stetig steigenden Anzahl von Ertrinkungstoten und der ständigen Reduzierung von Schwimmbädern und sieht hierin einen direkten Zusammenhang.

(Foto: DLRG)

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