Unfallrisiko Computer


Ohio/USA (rd.de) – Mal abgesehen von RSI-Syndrom, Augenleiden und Rückenschmerzen, gilt die Arbeit am Computer als wenig unfallträchtig. Zu Unrecht, urteilt eine aktuelle US-Studie des Zentrums für Verletzungsforschung in Ohio.

Es ist die erste Untersuchung von Hausunfällen, die mit dem Computer in Zusammenhang stehen. Die Versiebenfachung solcher Unfälle zwischen 1994 bis 2006 dokumentiert ein bislang völlig unbeachtetes Risikopotenzial.

Die Forscher des Nationalen Kinderkrankenhaus im US-Bundesstaat Ohio untersuchten für die vorliegende Studie Unfälle aus 13 Jahren, die auf den PC und seine Peripherie zurückzuführen waren. Demnach verunglückten 78.703 Personen am Computer. Untersucht wurden alle Altersklassen von einem Monat bis 89 Jahren. Die Gruppe der unter Funfjährigen ist allerdings am stärksten von Computer-bedingten Unfällen betroffen, gefolgt von der Altergruppe der über 60-Jährigen.

Als Hauptunfallursache gilt das demnach das Stolpern und Fallen. Da sich über 93 % der Unfälle in Privathaushalten ereigneten, ist davon auszugehen, dass die Bilschirmarbeitsplätze im Wohnzimmer ein Provisorium aus hängenden Kabeln und herumliegenden Ausrüstungsgegenständen sind.

Typischerweise zeigen sich Verletzungen der Extremitäten. Bei den Kleinkindern sind Kopfverletzungen in rund 75 % der Fälle das dominierende Verletzungsmuster.

Zwischen 1994 und 2006 verdreifachte sich der Bestand an Computern in den US-Haushalten, während die Zahl von Unfällen mit und an den Computern mit 723 Prozent einen überproportionalen Anstieg zeigte.

Quelle:
Center for Injury Research and Policy, The Research Institute at Nationwide Children’s Hospital, Columbus, Ohio 43205, USA

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