Umfrage zur Bezahlung im Rettungsdienst


Bremen (rd.de) – Kaum ein Thema wird unter Rettungsfachkräften so intensiv diskutiert wie die Bezahlung. Dass man im deutschen Rettungsdienst keine Reichtümer verdient, hat sich zwischenzeitlich herumgesprochen. Doch wie viel erhält der Einzelne am Monatsende konkret? Anhand einer Online-Umfrage möchten wir der Frage zur Bezahlung von Rettungssanitätern und -assistenten auf den Grund gehen.

Seinen Gegenüber zu fragen, wie viel er an Gehalt bekommt, gilt in Deutschland quasi als Verletzung der Intimsphäre. Gleichwohl sind Diskussionen über Gehälter sehr beliebt und entsprechende Vergleichsportale im Internet ausgesprochen populär. Rettungsfachkräfte fühlen sich bei solchen Vergleichen in der Regel unterbezahlt. Zu Recht?

Anhand eines Online-Fragebogens möchten wir konkrete Zahlen zur Einkommenssituation gewinnen: Liegt Ihrem Arbeitsvertrag eine Tarifvereinbarung bzw. eine AVR zugrunde? Entspricht Ihre Beschäftigung Ihrer Qualifikation? Wie viele Stunden beträgt die reguläre Wochenarbeitszeit? Und wie viele Stunden arbeiten Sie durchschnittlich tatsächlich? Diese und weitere Fragen bitten wir Sie, in unserer anonymen Umfrage zu beantworten. Die Ergebnisse finden Sie dann in einer der nächsten Ausgaben des RETTUNGS-MAGAZINS.

Die Umfrage wurde zwischenzeitlich beendet. Vielen Dank für Ihre Teilnahme!

(Foto: Deutsche Bundesbank)

12 Responses to “Umfrage zur Bezahlung im Rettungsdienst”

  1. Wolfgang Singer via Facebook on Januar 28th, 2013 15:04

    Bei der Auswahl Ba-Wü kommt nur ein Systemfehler

  2. Bertl on Januar 28th, 2013 20:09

    Weil die Schwaben so geizig sind! 😀

  3. Jens on Januar 28th, 2013 22:15

    Man sollte den RD in Deutschland Bundesweit nach TVöD bezahlen und das Gesetzlich verankern am besten damit es keinen wer ist billiger Tarif gibt!

  4. Olaf on Januar 29th, 2013 10:22

    Man schützt das höchste gut des Menschen „Leben“. Betreten wir vor dem Notarzt die Whg, müssen wir in sek. den Pat. und den Notafall beurteilen und die richtige Entscheidung treffen. Ab und an gewisse Notfallbilder ohne Na abarbeiten, weil der Na nicht zu verfügung steht. Wir opfern Freizeit und Familie (und kommentiert nicht immer ja selber ausgesucht). Fazit: Mehr als schlecht bezahlt. Ra als Rettungssanitäter einzustellen ist für grosse Orgis ein Armutszeugniss. Mit Menschlichkeit gross werebn , aber das eigene Personal verheizen. Tvöd ist pflicht. Sogar Verbeamtet, geht selbst bei der Post und Feuerwehr, oder sonstige behörden. Bessere Verträge, man führt ein Leben wie ein Schausteller . Armes Deutschland . Aber es geht ja auch noch billiger.

  5. Karl on Februar 6th, 2013 14:21

    Ich finde natürlich auch, dass die Arbeit im Rettungsdienst angemessen bezahlt werden muss. Bloß die große Frage ist, was ist „angemessen“? Bei den Kollegen im Rettungsdienst habe ich häufig das Gefühl, dass sie so ein wenig den Bezug verloren haben. Es gibt auch noch jede Menge andere Berufszweige in denen auch hart und vor allem durchgehend, also ohne Ruheraum, Fernsehapparat und ähnliche zur Selbstverständlichkeit gewordene Annehmlichkeiten, gearbeitet wird. Da gibt es in anderen Berufszweigen viele, die froh wären, wenn sie so wie im Rettungsdienst bezahlt würden. Mir hat neulich eine Handwerker, der einen Bruder hat, der im Rettungsdienst beruflich tätig ist, den Vorschlag gemacht, jeder Rettungsdienstler sollte pro Jahr 4 Wochen auf dem Bau arbeiten. Er meinte, dann wüssten die Kollegen wieder, dass es Ihnen gar nicht so schlecht geht, wie sie es selbst empfinden. Mann kann auch „auf hohem Niveau“ jammern. Das Problem ist doch eher, dass es für viele Kollegen keine tarifgerechte Entlohnung gibt, dass verbindliche Aufstiegsmöglichkeiten, Perspektiven und Reglungen fürs Alter fehlen. Ein gesetzlich festgelegter Mindestlohn wäre aus meiner Sicht wünschenswert, aber der ist wohl politisch nicht in Sicht.

  6. Hanseretter on Februar 6th, 2013 14:53

    Zu Karl

    Genau! Und wenn ich nach Afrika schaue, darf ich noch froh sein, wenn ich hier in Deutschland einen Job habe!
    Wenn man trotz 48h/Woche H4 dazu bekommt, dann kann was nicht richtig sein!

  7. Olaf on Februar 10th, 2013 12:45

    Zu Hanseretter, naja wir sind aber nicht in Afrika. Und zu Karl, schön das auf dem Bau „härter“ gearbeitet wird. Nun schützen wir das höchste Gut des Menschen „Leben“. Wir entscheiden manchmal innerhalb weniger sek. wenn wir eine WHG oder sonst irgendwo sind was zu tun ist. Dann muss man sich irgendwann auf das neue Berufsbild gefasst machen und werden immer noch mies bezahlt. 1700 Netto ohne Zuschläge ist das mind. . Wenn ich im Umfeld schaue ist man im Büro besser bezahlt. Es ist trurig immer alles schön zu reden und immer damit zu agumentieren, ja hättest was anderes lernen müssen. Bullshit! Aber da niemand Rückrat im RD besitzt wird sich nie was ändern. Grosse Orgis werben mit „Menschlichkeit“ und bieten 3-6 Monats Verträge als Krankheitsvertretung! Spielen mit Existenzen, bezahlen unter Tarif. Mich würde mal eine Antwort von einem Rettungsdienstleiter interesieren. Und reitet nicht immer auf Krankenkassen rum. Gerade das Drk macht Kohle ohne ende und lügen ein ins Gesicht. Man sollte sich fragen warum alles verbeamtet ist ausser der RD? In kleinen Städten NRWs gibt es FFs mit hauptamtlicher Besetzung die Angestellte im Rd haben, warum müssen die Verbeamtet sein , wo die Hauptaufgabe im RD liegt? Dann soll man noch Nachzügler für den Beruf begeistern? Im Leben nicht. Der Rd ist eine Randgruppe

  8. Hanseretter on Februar 11th, 2013 09:08

    Zu Olaf

    Sarkasmus erkennen sollte eigentlich zu diesem Job gehören!

  9. Olaf on Februar 12th, 2013 08:47

    Oh glaube mir , ab und an mit Ausnahme, liebe und lebe ich den Sakasmus aus. Sollte auch kein angriff gegenüber Deiner Person sein. Sollte in der ersten Stunde jeder Rd-Schule durchgenommen werden Sakasmus und Ironie

  10. Jahn on Februar 15th, 2013 14:36

    1700 Netto find ich persönlich schon gut.
    Ich bekomme gerade mal 1600 Brutto. Netto bei mir ist das dann schon 1100.

    Bzgl. Andere Arbeiten.
    Klar gibt es Berufe w.z.B Physiotherapeutin oder medizinische Fachangestellte die weniger Verdienen. Jedoch ist zu vergleichen:

    Schichtdienst? ( Tag und Nacht )
    Wochenendarbeit ? ( max. ein Wochenende Frei im Monat )
    Statt 48h Wochenarbeitszeit ( Tatsächlich 60 bis 72 h )
    Extreme Stress Situationen ausgesetzt ?
    Unsichere Rechtslage?
    Feiertagsarbeit? ( Letzte 2 Jahre an Weihnachten und Neujahr gearbeitet )
    Hohe Verantwortung über Menschen leben?
    u.U. sehr gefährliche Situationen ausgesetzt, Gewalttätige,Extreme Gefahrenstoffen w.z.B. Gase,Brände,Elektrizität,Straßenverkehr etc.
    Sich ständig Beschimpfen und angreifen lassen.

    Und vieles weitere Mehr das ich nicht näher beschreiben möchte!
    Ich möchte nicht sagen, das leute vom Bau es u.U. nicht hart haben.
    Jedoch kenne ich so einige in meinem Bekanntenkreis. die 15,8 EUR die Stunde verdienen Auf dem Bau wohlgemerkt. Mein Stundenverdienst liegt bei 8,3 EUR.
    Und die sogenannten Zuschläge. Das ist ein Witz. Da kommt max. 100 Euro bei Raus wenn man Glück hat.

    Und ich bin sicherlich keine Ausnahme, Und ich arbeite bei einer bekannten und großen HilfOrgi. DIe mittlerweile negative Presseschreibt. bzgl. Schwarzarbeit.
    Ja wir könnten uns wehren,jedoch zu welchem Preis?
    Schonmal was von Personalakte gehört?
    Jede große Klappe die man reist führt automatisch zur beobachtung und zur suche möglicher Verstöße oder Gründe einem raus zu hauen.

    Die Arbeitgeber wissen, es gibt genug Junge Rettungsassistenten und Innen die nur so gern für wenig Geld im Rettungsdienst arbeiten würden.
    Die meisten übergangsweise bis zum Studium und das Macht alles Kaputt

    Ich finde es nur eine Frechheit, wenn man der Meinung ist, der Rettungsdienst würde eigentlich gut bezahlt werden. Es geht immer ums Geld, aber die Begleitumstände sind auch entscheidend.

  11. Olaf on Februar 16th, 2013 13:01

    Ach daran wir sich nie was ändern. Selbst Rdler reden es immer schön. Ein sehr schönes Zitat „Wie bekommt man die Trage ohne Rückrad in den RTW?“…….Gerade hier müsste es an Kommentaren hageln. Stimmt es ist eine Berufung…..,ich vergass es

  12. olaf on Februar 20th, 2013 14:54

    Es gab mal 2 Ras die sich weigerten an einer Notkompetenz-Fortbildung teilzunehmen. Begründung:“Warum?, ich habe ja ein RS-Vertrag“. Eigentlich richtig. Wenn der grösste Anbieter Deutschlands so arbeitet, muss man damit rechnen. Man kann darüber streiten. Aber wenn RDler es alles weiterhin hinnehmen, wird sich nie was ändern.

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