Umfrage: Arbeitsmedizin im Ehrenamt


Foto: DAKBremen (rd.de) – Regelmäßige arbeitsmedizinische Untersuchungen sollten für das hauptamtliche Rettungsfachpersonal heute selbstverständlich sein. In manchen Bundesländern regelt das jeweilige Landesrettungsdienstgesetzt derartige Untersuchungen. Nicht immer aber werden diese Vorsorgemaßnahmen auch für das Ehrenamt angeboten bzw. durchgeführt. Eine Umfrage unter ehrenamtlichen Rettungsdienst-Mitarbeitern versucht, den aktuellen Stand zu durchleuchten.

G 26? G 31? Nie gehört? Es handelt sich um gesetzlich vorgeschriebene Vorsorgeuntersuchungen, die von Einsatzkräften je nach Aufgabengebiet regelmäßig durchlaufen und bestanden werden müssen. Wer zum Beispiel mit einem Atemschutzgerät im Einsatz unterwegs ist oder als Rettungstaucher eingesetzt wird, sollte – auch als Ehrenamtlicher – diese arbeitsmedizinischen Untersuchungen kennen. Seh- und Hörtest, körperliche Fitness sowie Überprüfung der Lungenfunktion muss theoretisch jeder ehrenamtliche Retter in bestimmten Abständen überprüfen lassen.

Dass dies nicht immer der Fall ist, musste Sebastian Boeken im Rahmen seiner mehrjährigen Recherchen feststellen. Boeken ist selbst seit über 15 Jahren ehrenamtlich im Rettungsdienst tätig und engagiert sich dort schwerpunktmäßig in der Wasserrettung. Nach seiner Tätigkeit an der Überdruckkammer Bremen arbeitete er bei der Medical Helpline Worldwide im Fachbereich Tauchmedizin als Seminarwart.

„Viele Helfer haben zwar das Zertifikat G26/G31, jedoch mit zweifelhafter Durchführung und Aussagekraft“, stellte Boeken fest. Da Hilfsorganisationen gemäß SGB VII als Unternehmen zu bewerten seien, müssten sie nach seinem Verständnis auch ihren ehrenamtlichen Mitarbeitern entsprechende arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen anbieten. Doch stattdessen seien „Unwissenheit und wirtschaftliches Denken keine Seltenheit“.

Sebastian Boeken will seine Beobachtungen nun empirisch überprüfen. Mit Hilfe einer Online-Umfrage ruft er ehrenamtliche Rettungsfachkräfte auf, ihre Erfahrungen mitzuteilen und den kurzen Fragebogen auszufüllen. Die Teilnahme erfolgt anonym. Geplant ist, die Ergebnisse anschließend in einem Fachartikel zu veröffentlichen.

3 Responses to “Umfrage: Arbeitsmedizin im Ehrenamt”

  1. Peter on Mai 2nd, 2011 09:29

    Der Link funktioniert nicht.

  2. Mario Gongolsky on Mai 2nd, 2011 10:07

    Danke für den Hinweis. Jetzt klappt es.

  3. Mario Gongolsky on Mai 2nd, 2011 10:07

    Danke für den Hinweis. Jetzt klappt es.

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