TUIS-Hilfe bleibt auf hohem Niveau


Frankfurt/Main (VCI) – Die technische Hilfe bei Transport- und Lagerunfällen mit chemischen Produkten durch die Werkfeuerwehren der chemischen Industrie bleibt auf hohem Niveau weiterhin gefragt. Dies geht aus der aktuellen Statistik des Transport-Unfall-Informations- und Hilfeleistungssystems (TUIS) der deutschen chemischen Industrie für 2007 hervor.

Im vergangenen Jahr leisteten die Chemie-Werkfeuerwehren bei insgesamt 1.310 Einsätzen bundesweit freiwillige Hilfe im Rahmen von TUIS. 1.040 Mal reichte eine telefonische Beratung der öffentlichen Einsatzkräfte. 50 Mal half ein TUIS-Berater Feuerwehr und Polizei vor Ort. Und in 220 Fällen war es notwendig, Einsatzkräfte und Spezialgeräte der Chemiewerkfeuerwehren vor Ort einzusetzen. Seit Gründung half TUIS durch Beratung und in der Praxis in über 24.000 Fällen.

In der telefonischen Beratung gab es drei Schwerpunkte: Die TUIS-Werkfeuerwehren unterstützten und berieten die öffentlichen Einsatzkräfte bezüglich Erstmaßnahmen, die am Unfallort notwendig sind. Sie informierten sie über die toxikologischen Eigenschaften der transportierten Produkte und beantworteten Fragen zur richtigen und schnellen Entsorgung.

Bei den technischen Hilfeleistungen mussten die TUIS-Werkfeuerwehren die Ladung von undichten Gebinden, defekten Containern oder von nicht mehr fahrfähigen Fahrzeugen umpumpen (35 Prozent). An zweiter Stelle stand der Ersatz schadhafter Dichtungen beziehungsweise das Abdichten von Anschluss-Armaturen (25 Prozent). Die Übernahme des Produktes machte 22 Prozent der technischen Hilfeleistung aus.

Seit 1982 leistet TUIS bei Transport- und Lagerunfällen mit chemischen Produkten in ganz Deutschland schnelle, sachgerechte und unbürokratische Hilfe. Rund um die Uhr, jeden Tag im Jahr. Berufs- und Freiwillige Feuerwehren, Polizei oder andere Katastrophenschutzhelfer sowie die Deutsche Bahn können bei den TUIS-Werkfeuerwehren kostenlos telefonische Beratung (Stufe 1), Fachleute vor Ort (Stufe 2) und technische Hilfe (Stufe 3) anfordern. An TUIS sind rund 130 Chemieunternehmen mit ihren Werkfeuerwehren und Fachleuten beteiligt.

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