Trauer um getöteten Kollegen


Annaberg (rd.de) – Nach dem gewaltsamen Tod eines Rettungssanitäters herrscht beim ÖRK in Niederösterreich Trauer und Fassungslosigkeit. In der Nacht zu Dienstag (17.09.2013) war Johann Dorfwirth (Foto) von einem flüchtenden Wilddieb während eines Notfalleinsatzes im Bezirk Lilienfeld erschossen worden (wir berichteten).

„Ein großes Rotkreuz-Herz hat zu schlagen aufgehört: Wir haben mit Johann Dorfwirth einen ganz besonderen Mitarbeiter verloren“, heißt es auf der Webseite des Landesverbandes. Das Österreichische Rote Kreuz richtete ein Spendenkonto ein.

Dorfwirth war über 30 Jahre in verschiedenen Positionen für das ÖRK tätig gewesen. In der Nacht zu Dienstag (17.09.2013) wurde er mit einem Kollegen kurz nach Mitternacht alarmiert. Er besetzte als Rettungssanitäter den in Annaberg (Bezirk Lilienfeld) stationierten Rettungswagen. Den Dienst auf dem RTW der Außenstelle Annaberg teilen sich laut Webseite des ÖRK Niederösterreich elf ehrenamtliche Kräfte.

Das Team wurde im Rahmen einer Polizeiaktion zu einem Beamten mit Schussverletzung gerufen. Um 00:10 Uhr traf der Rettungswagen an der Einsatzstelle auf einer Landstraße ein. Als sich Johann Dorfwirth um den Verletzten kümmern wollte, wurde er aus dem Hinterhalt von einer Kugel tödlich getroffen.

Wie das ÖRK mitteilte, verdanke die Rotkreuz-Stelle in Annaberg dem 70-jährigen Dorfwirth viel. Er sei mit zwei Kollegen maßgeblich an der Errichtung der strategisch wichtigen Dienststelle beteiligt gewesen und hätte für seine Tätigkeiten 14 Auszeichnungen erhalten. Unter anderem wurde der Rettungssanitäter für 7.000 Einsatzfahrten geehrt und erhielt die Verdienstmedaille in Silber.

(Foto: RK NÖ/Lilienfeld)

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