Tragischer Hubschrauberabsturz auf Korsika


Bastia (rd.de) – In der Nacht von Samstag auf Sonntag stürzte ein Rettungshubschrauber in einem Berggebiet südwestlich von Bastia ab. Unter den fünf Toten befindet sich auch ein Neugeborenes.

Ein tubulenter Einsatz des Zivilschutzhubschraubers der korsischen Basis Ponte-Leccia endet in einem Drama. Der Hubschrauber war am Samstagabend mit zwei Piloten und einem Notarzt gestartet, um eine hochschwangere 20-jährige Frau ins Krankenhaus nach Bastia zu bringen. Das Kind kam nach Agenturangaben jedoch bereits im Hubschrauber zur Welt.

Die beiden ortskundigen und erfahrenen Piloten meldeten keine besonderen Vorkommnisse während des eigentlich kaum länger als 15 Minuten dauernden Fluges, als der Hubschrauber an den Bergen von Lancone plötzlich von den Kontrollschirmen verschwand.

Mit einem Großaufgebot von 150 Rettungskräften, die auf Rettungsmaßnahmen in schwierigem Gelände spezialisiert sind, startete man eine Suchaktion. Ein eingesetzter Armee-Hubschrauber lokalisierte gegen 3.30 Uhr die Absturzstelle. Nach einer Stunde Fußmarsch der Rettungskräfte über unwegsames Gelände bot sich den Helfern ein erschütternder Anblick. Der Hubschrauber war vollkommen zerstört und für alle Insassen, inklusive des Neugeborenen, kam jede Hilfe zu spät. Die Rettungskräfte vermuten, dass die Personen beim Absturz des Hubschraubers unmittelbar zu Tode gekommen sind.

Über die Unfallursachen gibt es noch keine Information. Fest steht nur, dass zum Zeitpunkt des Fluges schlechte Sicht und Witterungsbedingungen geherrscht haben. Beim abgestürzten Hubschrauber handelte es sich um einen modernen EC-145. (Das Foto zeigt ein baugleiches Modell aus Nizza.)

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