Tödlicher Unfall mit Silvesterböllern


Bremen (rd.de) – Der Rettungsdienst hatte auch in der Neujahrsnacht 2011/2012 zum Teil wieder viel zu tun. Neben alkoholbedingten Einsätzen waren die Kräfte vor allem in Baden-Württemberg wegen mehrerer Notfälle im Zusammenhang mit Feuerwerkskörpern gefordert. In einem Fall kam es dabei zu einem tödlichen Unfall.

Der Unfall mit tödlichem Ausgang ereignete sich in der Silvesternacht um kurz nach Mitternacht bei Hohenstaufen (BW). Mehrere Teilnehmer einer Party hatten sich zum Abfeuern ihrer mitgebrachten Böller und Feuerwerkskörper auf einem Parkplatz getroffen.

Als sie bereits mehrere Knallkörper abgefeuert hatten, war ein 27-jähriger Mann im Begriff, einen weiteren zu zünden, als dieser plötzlich völlig unvermittelt vor ihm explodierte. Ein 20-Jähriger, der sich in der Nähe aufhielt, wurde schwer, ein etwas weiter entfernt stehender 39-Jähriger erlitt leichte Verletzungen.

Der 27-jährige selbst wurde durch die heftige Explosion so schwer verletzt, dass er noch im hinzugerufenen Rettungswagen seinen Verletzungen erlag.

Dramatisch endete die Silvesternacht auch für zwei 14 und 15 Jahre alte Jungen in Forbach/Gausbach (BW). Die Jugendlichen hatten sich aus einer ca. 20 cm langen, mit Klebeband verstärkten Papprolle einen Silvesterböller gebaut. Als sie diesen am Sonntag um 01.00 Uhr auf dem Kirchenvorplatz zündeten, kam es zu einer unkontrollierten Detonation. Beide Jugendliche erlitten dabei laut Polizei schwere Verletzungen der Hände. Zum Teil kam es zu Amputationsverletzungen der Fingerglieder. Darüber hinaus erlitten beide schwere Gesichtsverletzungen unter anderem mit Beteiligung der Augen. Beide Jugendliche wurden zur Behandlung vom Rettungsdienst in Spezialkliniken gebracht.

Ebenfalls zu Gesichtsverletzungen durch Feuerwerkskörper kam es in der Silvesternacht in Dürmentingen (BW). Hier zog sich ein 44-jähriger Mann kurz nach Mitternacht beim Anzünden einer Feuerwerksbatterie Gesichts- und Augenverletzungen zu. Der Mann hatte sich beim Anzünden über den Feuerwerkskörper gebeugt und wurde dabei von abgefeuerten Sternbuketts und Silberpfeifen im Gesicht getroffen.

Nach ärztlicher Behandlung vor Ort wurde der Mann in eine Augenklinik gebracht. Über die Schwere der Augenverletzungen liegen keine Angaben vor.

(01.01.2012)

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