Thoraxkompressions-Systeme: überwiegend positive Erfahrungen


Bremen (rd.de) – An der seit Mitte Oktober 2012 laufenden Umfrage zu Erfahrungen mit Thoraxkompressions-Systemen haben bislang fast 300 User teilgenommen. Eine Zwischenbilanz zeigt, dass die meisten Anwender offenbar überwiegend positive Erfahrungen mit den Systemen gemacht haben. Bis Mitte November besteht noch die Möglichkeit, sich an der Online-Umfrage zu beteiligen.

Klarer Spitzenreiter unter den verwendeten Geräten ist laut Umfrage bislang das Produkt „Lucas 2“ von Physio Control. 53 Prozent der Teilnehmer setzen es in ihrem Rettungsdienstbereich ein. Die Konkurrenzprodukte „Autopulse“ von Zoll Medical (18 Prozent) und „Animax“ (AAT, 1 Prozent) finden hingegen deutlich seltener eine Verwendung.

In 61 Prozent der Fälle wird das Thoraxkompressions-Gerät auf dem örtlichen NEF bzw. NAW vorgehalten. Auch die regionalen Kliniken scheinen in der Mehrzahl über die Anwendung der Apparate zumindest informiert zu sein: 59 Prozent der User gaben an, dass das Hilfsmittel auch nach der Übergabe in einer Klinik am Patienten belassen wurde.

Das vorläufige Fazit der Teilnehmer der Online-Umfrage über Sinn und Nutzen von Thoraxkompressions-Geräten scheint klar: 61 Prozent meinen, dass der Einsatz unter bestimmten Voraussetzungen sinnvoll sei. 54 Prozent sind der Ansicht, dass der Aufwand gering sei, und nur 17 Prozent haben bislang negative Erfahrungen mit den Produkten gesammelt. Primär bezieht sich die Kritik auf eine zu schwache Akkuleistung und die Gefahr von Traumatiesierungen für den Patienten aufgrund falscher Handhabung durch die Einsatzkräfte.

Wer an der Online-Umfrage (selbstverständlich anonym) noch teilnehmen möchte, hat dazu bis Mitte November 2012 Gelegenheit. Die Ergebnisse werden im Rettungs-Magazin, voraussichtlich Ausgabe 1/2013, veröffentlicht. Die Umfrage wurde zwischenzeitlich beendet!

(Foto: Physio Control)

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