Telekommunikation mit Informatik kombinieren


newsimage203800Aachen (idw) – Rund 40 Partner aus Wissenschaft und Ingenieurberufen der Region Aachen hatten sich vor drei Jahren im Rahmen des Projekts „innovating medical technology in.nrw“ zusammengeschlossen. Ihr Ziel war es, patientenadaptierte medizin-technische Lösungen für die Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu erarbeiten. Unter dem Titel „medtec-in.nrw: Personalisierte Medizintechnik für die kardiovaskuläre Therapie“ stellt die Gruppe am 18. Juni 2013 in der RWTH Aachen ihre bisherigen Ergebnisse vor. 

Die in sechs Teilvorhaben forschenden Spezialisten möchten zeigen, welche Lösungen für innovative Produkte und Therapien für die Behandlung kardiovaskulärer Erkrankungen entwickelt werden konnten.
 
Eines der Vorhaben beschäftigt sich mit der Verbesserung telemedizinischer Rettungsassistenzsysteme, kurz TemRas. 30 Prozent rettungsdienstlicher Aktivitäten sind heute auf Herz-Kreislauf-Notfälle zurückzuführen, die eine schnelle Erkennung, Behandlung und Therapieeinleitung erfordern. TemRas bietet dem Rettungsfachpersonal die Möglichkeit, einen Telenotarzt zur sofortigen Unterstützung der Notfallversorgung jederzeit hinzuzuziehen. Durch eine informationstechnologische Vernetzung werden dem Telenotarzt Vitalparameter sowie Bild- und Videomaterial von der Einsatzstelle und aus dem Rettungswagen live übermittelt. Der Telenotarzt kann so insbesondere dann ärztlich unterstützen, wenn kein Notarzt vor Ort ist.

Das Ziel des Teilprojektes war es, das Konsultationssystem zu miniaturisieren und durch zusätzliche diagnostische Komponenten wie beispielsweise ein bluetooth-fähiges Stethoskop zu erweitern. Das System wird zurzeit in ausgewählten Rettungsdienstbereichen in NRW getestet.
 
Interessenten sind eingeladen, sich im Rahmen des Abschlusssymposiums einen Überblick über die Projektergebnisse zu verschaffen. Vor dem SuperC (RWTH) wird von 11.30 bis 13 Uhr ein mit einem telemedizinischen Rettungsassistenzsystem bestückter Rettungswagen zu besichtigen sein.
 
Anmeldungen nimmt nur noch bis zum 11. Juni 2013 Dr. Carin Jansen, LifeTecAachen-Jülich e.V., Telefon 0241/963-1475, jansen@life-tec.org, entgegen. Die Teilnehmerzahl ist auf 100 Personen begrenzt.

(Foto: Peter Winandy/RWTH Aachen)

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