Sprengstoff-Fund: Ortschaft wurde evakuiert


Die Evakuierung der 900-Einwohner-Ortschaft Becherbach sorgte für großes Medienecho. (Foto: DRK/THW)   Becherbach (rd.de/DRK) – Nachdem am Freitag im Rahmen eines Polizeieinsatzes in Becherbach (Kreis Bad Kreuznach) Waffen und explosive Substanzen gefunden wurden, musste der ganze Ort am Samstag evakuiert werden. DRK und Malteser waren über 40 Stunden im Einsatz.

Der 62-jährige Mieter einer Scheune war nach Agenturangaben ein Waffennarr. In den angemieteten Schuppen lagerten nicht nur Waffen sondern auch rund 50 Kilogramm Sprengstoff. Die Experten entschieden sich zur kontrollierten Sprengung. Zu diesem Zwecke musste die gesamte Ortschaft mit etwa 600 Einwohnern evakuiert werden.

In Zusammenarbeit mit der Feuerwehr und des Organisatorischen Leiters Rettungsdienst erfassten die Helfer die Hilfebedürftigkeit einzelner Personen und boten geeignete Hilfen an. Der Schwerpunkt der Arbeit des Sanitätsdienstes lag in der Evakuierung nicht gehfähiger und betreuungsbedürftiger Personen. Zur individuellen Betreuung einzelner Betroffener stand auch ein Kriseninterventionsteam bereit.

Helfer gingen von Haus zu Haus

Die über 100 Einsatzkräfte von DRK, Feuerwehr, Malteser und Polizei stellten zunächst mit einem Rundgang von Haus zu Haus fest, wie viele Bewohner von Becherbach Hilfe beim Verlassen Ihrer Häuser benötigten.

Nach der Bewertung dieser Ergebnisse mussten zehn Personen mit Hilfe von Krankenwagen und Transportfahrzeugen evakuiert werden. Sie wurden teils in Krankenhäusern zur Pflege untergebracht. Dank der unkomplizierten Kooperation mit den Heilpädagogischen Einrichtungen Meisenheim wurde die Einrichtung einer Betreuungsstelle problemlos möglich. Hier wurden rund 30 Personen von den ehrenamtlichen Helfern von DRK und Malteser betreut. Die Evakuierung blieb über Nacht bestehen. Um den Betroffenen eine möglichst angenehme Bleibe für die Nacht zu bieten, organisierte die Verbandsgemeinde Meisenheim und die Einsatzleitung in den frühen Abendstunden Hotelzimmer für 12 Personen. Der Ort wurde in den frühen Morgenstunden wieder durch die Einsatzleitung für die Bevölkerung freigegeben.

Insgesamt waren 120 Einsatzkräfte von DRK, Feuerwehr, Malteser und Polizei im Einsatz. Das THW Bad Kreuznach unterstützte die Pressesprecher von Polizei und Sanitätsdienst in der Medienarbeit.

2 Responses to “Sprengstoff-Fund: Ortschaft wurde evakuiert”

  1. ASBRettSan on Januar 24th, 2011 22:48

    Ich frage mich ja immer wie sowas jahrelang geheimgehalten werden kann. Also mein Opa hatte auch noch seine „Luger“ aus der Zeit mit Munition und so. Aber das dort war ja ein ganz anderer Rahmen.

  2. ASBLehrAss on Januar 26th, 2011 14:17

    Es gibt immer irgendwo noch Menschen die Ein Narr in diesen dingen sind und ich möchte wetten dass es noch mehr lager mit Munition gibt die noch gefährlicher sind.

    hier im Ruhrpott werden auch am laufenden Bande Bomben aus dem Zweiten Weltkrig gefunden und da werden auch meistens mehr als ein Radius von 500m geräumt!!!!

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