Sonderausstellung – 100 Jahre Bergrettung in Sachsen


Dresden/Königstein (pm) – Die Geschichte der Deutschen Bergrettung beginnt nicht in den Alpen, sondern im Elbsandsteingebirge. Das erfährt man in einer neuen Sonderausstellung, die ab Sonntag auf der Festung Königstein zu sehen ist. Die spektakuläre Schau zum Jubiläum „100 Jahre Bergrettung in Sachsen“ informiert über Anfänge und Entwicklung des Dienstes zur Bergung, Rettung und medizinischen Versorgung von Menschen in unwegsamem Gelände. Und sie würdigt die wichtige und oft lebensgefährliche Arbeit, die die Einsatzkräfte in ihrer Freizeit leisten – in Sachsen, in Deutschland, überall auf der Welt.

Die erste Institution zur Bergrettung in Deutschland wurde 1912 gegründet. Es war die Samariter-Abteilung des Sächsischen Bergsteigerbundes. Heute ist sie als Bergwacht Sachsen dem DRK-Landesverband Sachsen zugeordnet.

Bergrettung startete bei den Arbeiter-Samaritern. (Foto: Sebastian Thiel/THIEL Public Relations)

Bergrettung startete bei den Arbeiter-Samaritern. (Foto: Sebastian Thiel/THIEL Public Relations)

Die neue Sonderausstellung „100 Jahre Bergrettung in Sachsen“, die von April bis Oktober auf der Festung Königstein zu sehen ist, vollzieht die faszinierende Entwicklung des Rettungsdienstes nach: von den Anfängen mit einfacher Bergsteigerausrüstung bis hin zu Hubschrauber und moderner Rettungstechnik. Alle Exponate stammen aus der historischen Sammlung der DRK-Bergwacht und haben zumeist einst tatsächlich dabei geholfen, Menschenleben zu retten.

Zahlreiche Fotos illustrieren die dramatischen Einsätze der ehrenamtlichen Rettungsengel, erzählen von Mut und Leichtsinn, von Glück und Tragik am Berg – und von der täglichen

Bergrettungseinsatz im Jahre 1957 (Foto: Archiv H.-D. Meissner)

Bergrettungseinsatz im Jahre 1957 (Foto: Archiv H.-D. Meissner)

Bereitschaft der Helfer, ihr eigenes Leben für das Leben anderer aufs Spiel zu setzen.

„Ich gratuliere den sächsischen Bergrettern zum 100jährigen Jubiläum und der Festung Königstein zur Realisierung dieser wunderbaren Schau“, erklärt Klaus Brähmig, Vorsitzender des Tourismusverbandes Sächsische Schweiz e.V. anlässlich der Ausstellungseröffnung. „Die Arbeit der Bergretter erleben meist nur die Betroffenen. Und viel zu selten bekommen die tapferen Männer und Frauen die öffentliche Anerkennung, die ihnen für ihren unermüdlichen, unentgeltlichen und dabei so unentbehrlichen Einsatz gebührt.“

Eine Aktivurlaubsregion wie die Sächsische Schweiz, die mit ihrer einzigartigen Naturlandschaft jährlich Hunderttausende Wanderer, Radfahrer, Kletterer und sonstige Touristen aus der ganzen Welt anzieht, sei ohne eine leistungsfähige Bergrettung undenkbar, sagt der Tourismusverbandschef. Umso mehr freue er sich, dass es nun eine Ausstellung gibt, welche die Arbeit der Retter erklärt und anerkennt.

 

 

100 Jahre Bergrettung in Sachsen 1912 – 2012:
Sonderausstellung auf der Festung Königstein zur ältesten Bergrettung Deutschlands
Festung Königstein
01824 Königstein
von April bis Oktober täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet
www.festung-koenigstein.de

2 Responses to “Sonderausstellung – 100 Jahre Bergrettung in Sachsen”

  1. Hans-Dieter Meissner on April 17th, 2012 15:49

    Hallo, der Journalist sollte seine Sinne zusammennehmen und nur das veröffentlichen was gesagt wurde.
    Was soll beim zweiten Bild die Unterschrift. Die Arbeiter-Samariter hatten hier nichts mit der Bergrettung zu tun. Die Rettungsgruppe nannte sich „Bergsteiger-Samariter-Abeilung“. Gehörte dem Landessamariter-Verband an. Samariter war zu der Zeit ein viel verwendeter Begriff für Ersthelfer und führte nur in kompletter Nennung zum Träger.

    Gruß Hans-Dieter Meissner, Bergwacht Sachsen

  2. Lars Schmitz-Eggen on April 17th, 2012 16:52

    Vielen Dank für diesen freundlichen Hinweis.

    Lars Schmitz-Eggen
    Chefredakteur
    http://www.rettungsdienst.de

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