Segler von Seenotrettern in Sicherheit gebracht


Rostock – Ein bewusstloser, schwer verletzter Segler (61) und ein ebenfalls verletzter Begleiter (49) auf einer französischen Yacht vor Warnemünde sind am Dienstagabend von der Besatzung des Seenotkreuzers ARKONA der DGzRS (Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger) und einem Notarzt unter schwierigen Umständen versorgt und anschließend ins Krankenhaus gebracht worden. Die nicht mehr segelfähige Yacht mit drei weiteren Mitreisenden an Bord wurde nach Warnemünde eingeschleppt.
Zur Unfallzeit am Dienstagabend wurden starke Nordostwinde mit Stärken um sechs Beaufort (45 km/h Windgeschwindigkeit) und bis zu zwei Meter hohe Wellen gemessen.

Über den Seenot-Funkkanal 16 hatte ein Besatzungsmitglied der unter französischer Flagge laufenden Segelyacht „Arakis“ etwa zehn Seemeilen (ca. 19 Kilometer) vor Warnemünde in der Mecklenburger Bucht einen Notruf abgesetzt, der nur verstümmelt aufgefangen wurde. Dem Wachgänger in der SEENOTLEITUNG BREMEN gelang es kurzfristig, Kontakt zu dem Absender aufzunehmen. Der Seenotkreuzer ARKONA lief umgehend zum Unfallort.

An Bord der Segelyacht war der Skipper (Schiffsführer) gestürzt, hatte sich eine schwere, stark blutende Kopfwunde zugezogen und war bewusstlos. Durch den heftigen Seegang, kam ein zweites Besatzungsmitglied zu Fall und verletzte sich ebenfalls.

Vormann Karsten Waßner vom Seenotkreuzer ARKONA: „Es war bei diesem heftigen Seegang unmöglich, bei der manövrierunfähigen Yacht längsseits zu gehen. Um einen verhängnisvollen Schaden zu vermeiden, haben wir eine Leine übergeben und die Yacht nach Warnemünde eingeschleppt.“

Vor der Einfahrt zum Seekanal sei dann der mit dem Tochterboot herbeigeholte Notarzt übergestiegen und habe an Bord mit der Notfallbehandlung begonnen. Kurz darauf machte der Schleppzug Am Alten Strom fest. Die verletzten Segler wurden an den Landrettungsdienst übergeben, der sie in die Universitätsklinik beziehungsweise ins Südstadt-Klinikum einlieferte.

Die Segelyacht befand sich auf einer Überführungsfahrt von Schweden ins Mittelmeer.

Quelle: Text und Foto DGzRS

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