Seenotkreuzer fürs Technik-Museum Speyer


Foto: DGzRSBremen (rd.de) – Die Tage des Seenotkreuzers „John T. Essberger“ sind gezählt. Das derzeit vor Fehmarn in der Ostsee stationierte Schiff der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) wird voraussichtlich im Frühjahr 2012 außer Dienst gestellt und dann ans Technik-Museum nach Speyer abgegeben.

Wie die Seenotretter jetzt mitteilten, werden am Mittwoch, 19. Mai, Vertreter der DGzRS und des Technikmuseums in Lübeck-Travemünde einen entsprechenden Vertrag über die Übereignung unterzeichnen.

Die 1975 gebaute „John T. Essberger“ wird dann 37 Jahre in Fahrt gewesen sein und von einem Neubau abgelöst. Der 44-Meter-Seenotkreuzer wurde auf der Schweers-Werft in Bardenfleth/Unterweser gebaut und im Juli 1975 vor Fehmarn in der Ostsee stationiert. Versorgungshafen ist Großenbrode.

Die „John T. Essberger“ ist Namensgeber der gleichnamigen Klasse von DGzRS-Rettungskreuzern, zu denen auch die „Wilhelm Kaisen“ (Station Sassnitz) sowie „Hermann Ritter“ (1988 außer Dienst gestellt, 2007 abgewrackt) zählen. Bis zur Indienststellung der „Hermann Marwede“ (46 Meter) stellten die Einheiten der „Essberger“-Klasse die größten Seenotkreuzer des Rettungswerks dar.

Den Auftrag zum Bau des neuen, rund 36 Meter langen Schiffes erteilte die DGzRS bereits im Oktober 2009 der Fassmer-Werft in Berne/Motzen. Derzeit befindet sich das Projekt, das die interne Bezeichnung „SK 32“ trägt, in der Planungsphase. Die Kiellegung wird voraussichtlich  Ende 2010 erfolgen.

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