Rund 800 Teilnehmer beim Erste-Hilfe-Wettbewerb


Bremen (rd.de) – Am Montag hieß es zum vierten Mal „Hand aufs Herz“. Der Schülerwettbewerb zur Ersten Hilfe lockte über 800 Teilnehmer zwischen zehn und 19 Jahren in den Bremer AWD Dome. Veranstalter war die Unfallkasse Freie Hansestadt Bremen.

Pünktlich um 10.30 Uhr erfolgte der Anpfiff. Auf die Vierer- und Fünfer-Teams warteten an fünf Stationen verschiedene Szenarien: ohnmächtiger „Mitschüler“, „Lehrerin“ mit stark blutender Wunde am Unterarm, „Fußballer“ mit Schmerzen im Sprunggelenk, „Sportler“ sackt leblos zusammen und „Freund“ mit Brandwunde nach Grillunfall.

Mit ein paar gekonnten Handgriffen und Maßnahmen leisteten die meisten Gruppen eine professionelle Erstversorgung. Nahezu perfekt absolvierte der Schulsanitätsdienst der Scharnhorst Haupt- und Realschule Wunstorf (NI) die Aufgaben. Mit 128 von 129 Punkten erreichten die Schüler das beste Ergebnis aller Teilnehmer – dicht gefolgt von den Schulsanitätern des Hölty Gymnasium Wunstorf und des Hannah-Arendt-Gymnasiums Barsinghausen (NI) mit jeweils 126 Punkten. Die Siegerehrung nahm Ex-Fußballprofi Marco Bode vor. Die Schulsanitätsdienste wurden in einer eigenen Kategorie bewertet.

In zwei weiteren Kategorien starteten Laienhelfer und Jugendfeuerwehren. Die ersten drei Plätze bei den Laien belegten Schüler des Johannes-Althusius-Gymnasium Emden (NI) mit 107 Punkten, der Integrierten Stadtteilschule Hermannsburg Bremen mit 106 Punkten und des Schulzentrums Oyten (NI) mit 105 Punkten. Bei den Jugendfeuerwehren, die erstmals mit von der Partie waren, gewannen drei Bremer Gruppen – die JF Burgdamm (102 Punkte) vor der JF Oberneuland (101) und der Gruppe Lehesterdeich 1 (98). Mit einem Sonderpreis für ihre langjährige und intensive Einbindung der Ersten Hilfe in den Unterricht wurde das Förderzentrum Aurich (NI) ausgezeichnet.

Auf der Bürgerweide vor dem AWD-Dome sorgte ein Rahmenprogramm für Abwechslung. Gleich morgens landeten der Rettungshubschrauber „Christoph 6“ und der Hubschrauber der DRF Luftrettung vor den Messehallen. Einen großen Beitrag leistete die Feuerwehr Bremen mit verschiedenen Aktionen. Die Jugendlichen konnten in einem Rauchzelt das richtige Vorgehen in verrauchten Räumen und das Atmen durch eine Fluchthaube ausprobieren. Zudem zeigten die Feuerwehrleute die Gefahren bei Fettexplosionen und Grillunfällen. Spektakulär war der Sturz eines Pkw aus 15 Metern Höhe und die folgende Technische Hilfeleistungs-Übung am Fahrzeug. Auf der Bühne in der Halle sorgte Radio-Moderator Malte Janssen für Stimmung.

//Text & Bild:  Christian Patzelt

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