Ruhr Universität managt Krise in Osmania


Krisenbewältigung in BochumBochum (idw/RUB) – Studenten am Institut für Friedenssicherungsrecht und Humanitäres Völkerrecht (IFHV) der Ruhr Universität Bochum simulieren vom 19. bis 24. Mai 2008 den Hilfseinsatz in einer fiktiven Krisenregion. Das „Humanitarian Affairs Program“ der Columbia Universität New York entsendet sechs Teilnehmer, um an der Simulation teilzunehmen.

Bereits zum sechsten Mal begrüßt das IFHV Gäste von der Columbia Universität zum gemeinsamen Planspiel. Insgesamt 29 Studierende planen und koordinieren eine Woche lang einen Hilfseinsatz im fiktiven, totalitären Staat Osmania: Hier herrscht seit Jahren ein Bürgerkrieg, trotzdem kommen immer mehr Flüchtlinge aus einer benachbarten Krisenregion in das Land. Als starker Regen einsetzt, verschlimmert sich die Situation der Flüchtlinge dramatisch.

Während der Übung erarbeiten die Studierenden in Kleingruppen einen möglichst realistischen Hilfsplan, der sich an internationalen Standards der humanitären Hilfe orientiert. Sie simulieren dabei die Arbeit unterschiedlicher einheimischer und internationaler Hilfsorganisationen. Ziel ist, die während des drei Semester langen Master-Aufbaustudiengangs NOHA (Network on Humanitarian Assistance) erworbenen Kenntnisse und Fertigkeiten in einer humanitären Krise anzuwenden, um diese so erfolgreich wie möglich zu bewältigen.

Internationale Besetzung der SimulationErstmals ist bei der Simulation auch ein Experte der Oxford Brookes Universität, Prof. Leonard van Duijn, zu Gast. „Die Teilnahme der Columbia-Studierenden an der Übung und der Aufenthalt von Experten wie Salomons und van Duijn ist Ausdruck der erfolgreichen Arbeit des IFHV“, sagt Dennis Dijkzeul von der Ruhr Universität Bochum.

Über den Studiengang:

Die steigende Bedeutung des Angebots humanitärer Hilfe von Staaten der Europäischen Union und Hilfsorganisationen führte zur Gründung dieses zentralen Forschungsinstituts an der Ruhr Universität Bochum. Humanitäre Organisationen und Institutionen haben einen Bedarf an Uniabsolvent/innen mit einer breiten Ausbildung in Medizin, Ökonomie, Jura, Psychologie, Anthropologie, Geschichte, Geographie oder anderen relevanten Fächern. Der einjährige Studiengang „Humanitäre Hilfe“, der in Zusammenarbeit mit sieben anderen europäischen Universitäten angeboten wird, qualifiziert für solche Arbeitsfelder. Das Studium beginnt zum Wintersemester im September und endet mit dem M.A. – Abschluss.

Internet: (www.ruhr-uni-bochum.de/ifhv/)

(Fotos: Ruhr-Universität Bochum)

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