Rosenmontag in Köln: Viele Rettungseinsätze am Nachmittag


Köln (BF) – Bei herrlichem Sonnenschein bestaunten am Rosenmontag (03.03.2014) viele Jecken den Rosenmontagszug in Köln. Rettungs- und Sanitätsdienst verzeichneten besonders am Nachmittag eine deutliche Zunahme der Einsätze. Insgesamt bewegten sich die Hilfeleistungen auf Vorjahresniveau.

Rosenmontagszug Köln: Herausforderung für den Rettungsdienst

Die vielen Feiernden stellten auch den Rettungsdienst vor eine Herausforderung. So waren etwa doppelt so viele Einsätze zu bewältigen wie an einem durchschnittlichen Tag.

Während bis zur Mittagszeit rund ein Viertel Einsätze weniger verzeichnet wurden als im vergangenen Jahr, wurden nachmittags etwa doppelt so viele Notfälle wie im Vorjahr gemeldet. Dadurch bewegte sich die Gesamtsumme der Einsätze auf dem Vorjahresniveau: In der Zeit von 7 bis 16 Uhr wurden die Rettungswagen zu 207 Einsätzen alarmiert. 2013 waren es im gleichen Zeitraum 211 Einsätze gewesen.

Bei den Einsätzen handelte es sich meist um internistische Notfälle wie zum Beispiel Kreislaufprobleme. Es waren aber auch chirurgische Notfälle darunter, zum Beispiel Verletzungen durch Stürze.

Karneval Köln 2014: Bilanz des Sanitätsdienstes

Einen vergleichbaren Trend meldete auch der Sanitätsdienst. Er wurde traditionell wieder von ASB, DRK, Johannitern und Maltesern gemeinsam bewältigt. Bis 20.00 Uhr waren 270 Personen auf eine sanitätsdienstliche Versorgung angewiesen. 68 Patienten wurden zur weiteren Behandlung vom Kölner Rettungsdienst in Krankenhäuser gebracht. Die Zahl der Hilfeleistungen stieg im Vergleich zum Vorjahr (218 Hilfeleistungen) um 42 an. Trotz dieser Steigerung sind die Hilfsorganisationen sehr zufrieden mit diesem Einsatz. Die Behandlungszahlen seien bei der großen Zahl von Menschen am Rosenmontagszug sogar verhältnismäßig gering, teilten die Hilfsorganisationen in einer gemeinsamen Presseerklärung mit.

559 ehrenamtliche Sanitäter, Seelsorger und Ärzte der vier Hilfsorganisationen waren den gesamten Tag über im Einsatz. Neben den Patienten betreuten die Einsatzkräfte unter anderem mehrere unverletzte Kinder, bis sie wieder ihren Eltern zugeführt werden konnten.

„Erfreulich war in diesem Jahr die besonders geringe Anzahl von nur elf Verletzungen, die durch Glasscherben verursacht wurden. Das Glasverbot war ein richtiger Schritt der Stadt Köln, den wir ganz und gar unterstützen. Darüber hinaus kam es zu bedeutend weniger Hilfeleistungen aufgrund von Alkoholmissbrauch bei Kindern und Jugendlichen (4/d. Red)“, so Steffen Schimanski, stellvertretender Einsatzleiter (Deutsches Rotes Kreuz).

Das eingesetzte Team „Psychosoziale Notfallversorgung“ (PSNV) der Malteser bewährte sich auch in diesem Einsatz. Insgesamt acht Mal rückte es aus und leistete für Betroffene, Angehörige und Einsatzkräfte “Erste Hilfe für die Seele“. Unter anderem betreute das Team einen Suizid gefährdeten Mann, der sich nach ausführlichen Gesprächen dazu bewegen ließ, in eine psychiatrische Einrichtung gebracht zu werden.

(Archivfoto: BF Köln)

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