Rettungsdienst in Großbritannien und Irland


Rettungsdienst LondonBremen (rd.de) – Während sich die Rettungsdienst-Systeme in Großbritannien und Irland sehr ähnlich sind, unterscheiden sie sich zum Teil grundlegend von Deutschland. Notärzte an der Einsatzstelle sind nahezu unbekannt. Stattdessen erhalten Rettungsfachkräfte (Paramedics) mitunter sehr weitreichende Befugnisse, wenn es um die Behandlung von Notfallpatienten geht. Und obwohl es teilweise extreme Unterschiede zwischen den deutschen und britischen Systemen gibt, sehen sich beide mit denselben Problemen konfrontiert.

 

Rettungsdienst London Biker

Paramedic mit Fahrrad in London.

London Ambulance Service

Die Metropole London mit ihren 7,4 Millionen Einwohnern war auf etwas Vergleichbares vorbereitet. Gleichwohl brachten die Ereignisse den London Ambulance Service (LAS) an die Grenzen seiner Belastbarkeit. Und dabei ist der LAS – in Bezug auf seine Notfalleinsätze – nach New York der zweitgrößte Rettungsdienst weltweit. Rund eine Million Einsätze müssen jährlich bewältigt werden. Um Qualität und Effizienz sicherzustellen, lassen sich die Londoner ungewöhnliche Lösungen einfallen. So schicken sie zum Beispiel Paramedics mit Fahrrädern auf Streife in die Londoner City.

Rettungsdienst Schottland

Einsatz auf der Isle of Skye.

Scottish Ambulance Service

Ähnlich pragmatisch sind die Kollegen des Scottish Ambulance Service (SCA). Die „Highlander“ kämpfen vor allem mit den Herausforderungen, denen sie sich aufgrund der Topographie ihres rauen Landes gegenübersehen. Schottland ist außerhalb der Großstädte Glasgow und Edinburgh zum Teil extrem dünn besiedelt. Die Einsatzkräfte müssen daher weite Strecken zurücklegen. Ohne eine gute Luftrettung und ein tragfähiges Netz an First Respondern kommt der SCA nicht aus.

Rettungsdienst Irland

Der National Ambulance Service im Einsatz.

Irland: National Ambulance Service

Ähnliche Erfahrungen hat man auch auf der anderen Seite der Irischen See gemacht. In der Republik Irland ist der National Ambulance Service für den Rettungsdienst zuständig. Um in diesem zum Teil ebenfalls dünn besiedelten Land rechtzeitig beim Notfallpatienten zu sein, werden unter anderem Hausärzte ins Rettungssystem einbezogen. Paramedics wachen dabei über die notfallmedizinische Arbeit der Allgemeinmediziner – manch deutscher Retter wird sich ob dieser Kompetenzregelung verwundert die Augen reiben.

Dies ist aber nur ein kleiner Ausschnitt aus den zahlreichen Besonderheiten, die den britischen und irischen Rettungsdienst für uns so interessant machen. In unserem eDossier haben wir für Sie deshalb folgende Fachartikel zusammengefasst:

  • Fallbericht über die Terroranschläge in London aus dem Jahre 2005
  • Reportage über den London Ambulance Service
  • Reportage über den Scottish Ambulance Service
  • Reportage über den National Ambulance Service in Irland

Laden Sie das eDossier „Rettungsdienst in Großbritannien und Irland“ gleich hier herunter!

(Text und Fotos: Prof. PhDr. Christoph Redelsteiner, US Paramedic Instructor, Lehrrettungsassistent, Notfallsanitäter – NKI, Master of Science in Emergency Health Services; 18.02.2016)

Titel_100eDossier „Rettungsdienst in Großbritannien und Irland“
• Umfang: 31 Seiten
• Dateigröße: ca. 9,18 MB/PDF-Format
• Beiträge aus Rettungs-Magazin 5/2005, 5/2011, 3/2015 und 1/2016

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