Qualitätsmanagement für die „Telefon-Reanimation“


Kiel (pm) – Eine Möglichkeit, den Anteil der Laienreanimation nachhaltig zu steigern, ist die „Telefon-Reanimation“. Der Anrufer wird hierbei am Telefon von der Leitstelle zur Durchführung der Wiederbelebungsmaßnahmen angeleitet. Um eine wissenschaftliche Betrachtung dieser Maßnahme erstmals weltweit außerhalb von Studien zu ermöglichen, wird das Deutsche Reanimationsregister aktuell um das Modul „Qualitätsmanagement Telefon-Reanimation“ ergänzt.

Wiederbelebungsmaßnahmen durch Laien, die die ersten Minuten bis zum Eintreffen des Rettungs- und Notarztdienstes überbrücken, werden in Deutschland nur sehr zögerlich umgesetzt. Im europäischen Vergleich liegt Deutschland hierbei im unteren Fünftel.

Zahlreiche Maßnahmen werden aktuell initiiert, um den lebenswichtigen Anteil der Laien-Reanimationsmaßnahmen zu erhöhen und direkt mehr Patienten ein gutes neurologisches Überleben zu ermöglichen. Eine Möglichkeit, direkt den Anteil der Laienreanimationsmaßnahmen nachhaltig zu steigern, ist die telefonische Anleitung des Anrufers zur Durchführung der Wiederbelebungsmaßnahmen durch die Mitarbeiter der Rettungsleitstelle.

Der für das Modul „Qualitätsmanagement Telefon-Reanimation“ des Deutschen Reanimationsregisters eingesetzte Datensatz orientiert sich an internationalen Empfehlungen sowie den Ergebnissen aus nationalen Expertendiskussionen.

Das Deutsche Reanimationsregister, das aktuell über 30.000 Wiederbelebungsmaßnahmen bundesweit erfasst hat, bietet somit ab Herbst 2013 allen am Register beteiligten Rettungsdiensten die Möglichkeit, die erfassten Reanimationsmaßnahmen zusätzlich mit Angaben zur Telefon-Reanimation zu erfassen. Wie im Deutschen Reanimationsregister üblich, stehen diese Daten danach direkt dem Anwender zur Auswertung und zum bundesweiten Vergleich zur Verfügung.

(Foto: Polizei Niedersachsen)

One Response to “Qualitätsmanagement für die „Telefon-Reanimation“”

  1. P. Andres on April 18th, 2013 19:38

    Ich finde es nicht schlecht diese Idee. Ich bin aber der Meinung, das erst einmal in Deutschland da für gesorgt werden solte (notfalls mit einem Gesetz) das alle Kraftfahrer (LKW sowie PKW) die an dem Vehrkehr teilnehmen, sich in bestimmten Abständen (ca. 3 bis 5 Jahre) den Lebensrettenden Sofortmaßnahme Kurs sowie Sehtest wieder holen müssten. Das würde auch eine gewisse Sicherheit für den Ersthelfer geben. Man sieht es ja an den Ersthelfer in Betrieben die alle 2 Jahre eine Auffrischung besuchen müssen. Diese Ersthelfer haben in Notfallsituationen eine sichere Ausstrahlung und setzen das gelernte schneller um. Zusätzlich denke ich dass das Telefon-Reanimation“ eine gute Hilfe für den Ersthelfer sein kann.
    Mit freundlichen Grüssen aus dem Westerwald P.Andres

Möchten Sie einen Kommentar schreiben?