Pfiffiges Konzept zur Sauerstoffversorgung in Sanitätszelten


Berlin (ASB) – Eine pfiffige Lösung zur Sauerstoffversorgung in Sanitätszelten hat der Arbeiter-Samariter-Bund (LV Berlin), Fachdienst Katastrophenschutz, entwickelt. Das so genannte MANV-Sauerstoffsystem kam – wie auch im Vorjahr – sowohl während der Loveparade als auch bei anderen Großdiensten (z.B. CSD Berlin) zum Praxiseinsatz. Es zeigt sich nun nach mehrfachem Einsatz, dass die gestellten Anforderungen an das System gut umgesetzt wurden und der Hersteller die Wünsche zur vollen Zufriedenheit realisieren konnte.

Das System ist robust und einfach zu bedienen. Der Transportwagen mit der Sauerstoffflasche lässt sich gut und sicher im Fahrzeug verzurren.

Der Transportkoffer schützt das System optimal beim Transport im Fahrzeug und hält Stöße und Beschädigungen vom Schlauchsystem mit den DIN-Kupplungen und Flowmetern fern. Zudem ist der Transportkoffer leicht und platzsparend.

Vor zirka einem Jahr wurden die besonderen Anforderungen an ein neu zu beschaffendes System für die Sauerstoffversorgung in Sanitätszelten von der Fachdienstleitung Katastrophenschutz des ASB-Landesverbands Berlin definiert. Die daraus entwickelten Ideen wurden der Firma Hesto-Med GmbH, einem Hersteller von Druckminderern und Sauerstoffversorgungssystemen, präsentiert. Die Anpassung der bereits bestehenden Konstruktion an die besonderen Anforderungen wurde sehr schnell und kurzfristig von der Hesto-Med GmbH realisiert.

Die folgenden Anforderungen bildeten die Grundlagen: Das System sollte…

1. …von einer Person getragen werden können und weniger Gewicht haben, als die bis jetzt eingesetzten Sauerstoffversorgungskisten (Sauerstoffkiste mit zwei 5-Liter-Flaschen und einem Druckminderer mit Vierfachverteiler).
2. …auf dem Einsatzfahrzeug möglichst wenig Platz in Anspruch nehmen.
3. …die Möglichkeit bieten, vier Patienten im Sanitätszelt zeitgleich und ausreichend mit Sauerstoff zu versorgen und dabei am Kopfende jedes Behandlungsplatzes zu Verfügung stehen.
4. …die Möglichkeit haben, einen Dräger Oxylog 1000 mit DIN-Kupplung anzuschließen und ausreichend mit Sauerstoff zu versorgen.
5. …mind. 2000 Liter Sauerstoff für die Versorgung zur Verfügung stellen und die bestehenden Sauerstoffflaschen der Rettungsmittel mit nutzen.

Zur Umsetzung der Anforderungen entstand folgendes Konzept:

– ein Schlauchsystem von insgesamt ca. 12 Meter Länge (inkl. Zuleitung von der Versorgungsquelle) und
vier integrierten DIN-Kupplungen in gleichen Abständen (Basis: SG 30-Zelt)
– Fixiermöglichkeit mit Klettbändern am Zeltgestänge
– in jede DIN-Kupplung wird ein entnehmbares Flowmeter angeschlossen, sodass jederzeit ein Beatmungsgerät angeschlossen werden kann
– als Sauerstoffquelle steht eine 10-Liter-Sauerstoffflasche auf einem Transportwagen zur Verfügung; der Transportwagen bietet weiterhin Platz für eine zweite 10-Liter-Flasche
– das Sauerstoffsystem wird in einem „Peli-Protector-Koffer“ aufbewahrt und ist somit leicht und geschützt zu transportieren.

Das System hat sich bis heute schon mehrfach im Rahmen größerer Sanitätsdienste bewährt. Mittlerweile haben auch andere Hilfsorganisationen in Berlin ein vergleichbares System beschafft. Der ASB hat zwischenzeitlich auch eine Alternative für den alten Drägerverteiler in den vom Bund
ausgelieferten Sauerstoffkisten bekommen. Dies ist insofern wichtig, als dass die alten Verteiler heute nicht mehr lieferbar sind und ein Beatmungsgerät an diesen nicht angeschlossen werden kann. Die alten Sauerstoffkisten waren vor zirka 20 Jahren mit Arzttruppwagen ausgeliefert worden.

Weitere Informationen könnten beim Arbeiter-Samariter-Bund, Landesverband Berlin, Fachdienst Katastrophenschutz, Kolonnenstr. 30k, 10829 Berlin, kats@asb-berlin.de, und bei der Firma Hesto-Med GmbH, Am Eichenwald 13, 09350 Lichtenstein, www.hesto-med.de, angefordert werden.

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