Online zum sicheren Schulweg


(Grafik: AvD)Frankfurt (AvD) – Kinder sind im Straßenverkehr besonders gefährdet. Jedes Jahr verunglücken rund 30.000 Kinder in Deutschland. Der Automobilclub von Deutschland (AvD) möchte am kommenden Samstag, dem Tag der Verkehrssicherheit, die Kindersicherheit in den Mittelpunkt rücken. Die Aktion „Der sichere Schulweg“ vernetzt über ein Online-Portal Eltern mit den Kommunen, um Gefahrenstellen zu entschärfen.

Der bundesweite Aktionstag am 18. Juni 2011 wird vom Deutschen Verkehrssicherheitsrat (DVR) organisiert, dessen Mitglied der AvD ist. Das Motto lautet in diesem Jahr „Gemeinsam für mehr Sicherheit“. In diesem Rahmen startet der AvD die Aktion „Der sichere Schulweg“ und möchte mit seinem Online-Partner Mängelmelder.de Eltern und Kommunen besser vernetzen und so Gefahrenstellen entschärfen.

Ab sofort ist möglich, per iPhone oder über das Internet unsichere Stellen auf dem Schulweg der Kinder schnell und unkompliziert zu melden. Dies kann beispielsweise eine fehlende Querungsmöglichkeit sein oder ein permanent zugeparkter Gehweg – ein unpassierbarer Abschnitt, in dem Kinder auf die gefährlichere Straße ausweichen müssen. Die Meldung oder das Foto mit genauen Ortsangaben wird über die Plattform Mängelmelder.de an die zuständige Kommune oder Stadtverwaltung weitergeleitet, die dann ihrerseits weitere Maßnahmen einleiten kann. Der aktuelle Bearbeitungsstand wird online dokumentiert. So soll der Dialog zwischen Bürgern und Behörden vereinfacht und effizienter gestaltet werden. Um speziell auf die Kindersicherheit eingehen zu können, haben AvD und Mängelmelder.de nun die neue Kategorie „Schulweg“ eingerichtet. Die Anwendung steht kostenfrei als App für iPhones oder Mobiltelefone mit Android-Betriebssystem zum herunterladen bereit.

An die Eltern appelliert der AvD, die nächsten Wochen zu nutzen, um mit den ABC-Schützen den Schulweg zu üben und den Blick für Gefahrenstellen zu schärfen. Es sollte gemeinsam der sicherste Weg ausgewählt werden – auch wenn dies nicht immer der kürzeste ist. Ein kleiner Umweg über ruhige Nebenstraßen ist oft die bessere Lösung, als der direkte Weg über vielbefahrene Hauptverkehrsadern. Müssen Straßen überquert werden, sollten Kinder eine Fußgängerampel oder einen Zebrastreifen nutzen können. Falls die Kinder mit dem Auto zur Schule gebracht werden, ist wichtig, altersgerechte Rückhaltesysteme zu verwenden. Der AvD weist darauf hin, dass in der Altersgruppe zwischen sechs und zwölf Jahren außerorts jedes dritte Kind (37 Prozent) und innerorts fast jedes zweite (42 Prozent) Kind nicht richtig oder gar nicht gesichert ist (BASt 2009). Das ist besorgniserregend und kann im Falle eines Unfalls verheerende Folgen haben.

Die Kommunen bittet der AvD, den Hinweisen der Eltern nachzugehen, Missstände zu beheben und die neue Form des Dialogs über Mängelmelder.de zu nutzen. Das bundesweite Pilotprojekt ist in Hessen bereits besonders gut angelaufen. Ziel ist, Städte und Gemeinden in allen Bundesländern zu aktivieren. Die Sicherheit der Kinder auf unseren Straßen kann nur verbessert werden, wenn möglichst viele mithelfen, sensibilisiert sind und „Gemeinsam für mehr Sicherheit“ einstehen.

Möchten Sie einen Kommentar schreiben?