Notrufsituationen überfordern jeden Dritten


Foto: E-PlusDüsseldorf (pr) – Nach Angaben von statista.de kennen nicht einmal 30 Prozent der Europäer die inzwischen EU-weit gültige Notrufnummer 112. Es besteht also Informationsbedarf, deutlich über die Notrufnummer hinaus. Die repräsentative Februar-Umfrage der E-Plus-Gruppe zeigt: Annähernd jeder Vierte hofft, im entscheidenden Moment am Telefon die richtigen Informationen parat zu haben. Immerhin.

Wie war das mit den fünf W’s? Was muss ich melden? Darf ich ein Telefonat mit der Leitstelle beenden? Wen muss ich überhaupt anrufen?

Beeindruckende 24,6 Prozent verlassen sich dabei offenbar auf gespeichertes Wissen. Verständlich. Schließlich hat jeder Führerscheininhaber im Zuge der vorgeschriebenen Erste-Hilfe-Schulung von den W-Fragen gehört. Und doch wiederholen weitere 22,9 Prozent dieses Seminar regelmäßig im Laufe ihres Berufslebens – als betriebliche Ersthelfer.

Notruf vom Handy nur noch mit SIM-Karte

Jeder fünfte Bürger (20,9 Prozent) schult sich selbst – zu Hause. Wie wichtig dies sein kann, zeigt wieder die Umfrage: Fast vier Prozent (3,7) der Befragten mussten ihr Wissen im vergangenen Jahr bereits anwenden. Unfreiwillig. Daher rät der Mediziner Roland Hüser: „Auch wer lange keine Schulung mehr besucht hat oder sich unsicher fühlt, ist in Notfällen zur Hilfe verpflichtet. Das einzige Falsche wäre, nicht zu helfen.“

Wichtig für Handynutzer: Seit Anfang Juli 2009 können Notrufe vom Handy nur noch mit eingelegter, aktiver SIM-Karte abgesetzt werden. Dabei spielt die Höhe des Guthabens auf dem Kartenkonto keine Rolle, die Rettungsleitstelle ist auch ohne Guthaben erreichbar.

Ebenso hilfreich wie lebensrettend für Menschen, die Ihr Aufenthaltsgebiet nach einem Unfall nicht beschreiben können, ist die automatische Handyortung. Hilflose Personen ortet die Leitstelle so in Sekunden. Noch vor wenigen Jahren musste sich jeder Teilnehmer dafür im Vorfeld registrieren lassen.

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