Neuer Zivilschutz-Hubschrauber in Siblin fliegt nun ganz offiziell



Siblin (BBK) – Christoph Unger, Präsident des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), hat heute dem Luftrettungszentrum Siblin (Schleswig-Holstein) den neuen Zivilschutz-Hubschrauber vom Typ EC 135 T2i übergeben. Bereits im April hatte die neue Maschine in Siblin als „Christoph 12“ ihren Flugbetrieb aufgenommen und in dieser Zeit bereits ca. 130 Einsätze geflogen. Die EC 135 T2i löst damit die bisher eingesetzte Maschine vom Typ Bell 212 ab.


Fast genau vor 32 Jahren am 1. Juni 1976 begann die Luftrettung für „Christoph 12“. Damals war die Maschine in Eutin stationiert. Im Juli vergangenen Jahres verlagerte sich das Luftrettungszentrum nach Siblin. Seitdem ist „Christoph 12“ über 1.100 Einsätze geflogen. Im Laufe der Jahre kam „Christoph 12“ insgesamt 35.000-mal zum Einsatz.
Seit Anfang 2007 passt das BBK im Auftrag des Bundesministeriums des Innern seine Zivilschutz-Hubschrauber dem technischen Fortschritt an. „Mit der Übergabe der neuen Maschine in Siblin verfügen nun alle zwölf Luftrettungszentren des Bundes über leistungsstärkere Rettungshubschrauber. Diese Luftrettungsflotte gehört zu den modernsten weltweit“, erläutert Unger.
„Moderner, leiser, schneller kommt das neue sechs Millionen Euro teure Fluggerät daher“, schwärmt auch Ostholsteins Landrat Reinhard Sager von der neuen Generation und „von einem technologischen Quantensprung“ in der Luftrettung. „Davon werden die Menschen in der ganzen Region profitieren“. Durch die technischen Neuerungen lässt sich der Zivilschutz-Hubschrauber vielfältig einsetzen. Höhere Geschwindigkeiten, geringeres Gewicht und ein Navigationssystem tragen zu einer schnelleren Luftrettung bei. Darüber hinaus sind die Maschinen mit dem Hinderniswarnsystem HELLAS (Helicopter Laser Radar) ausgestattet. Dieses weltweit einzigartige System warnt vor dem Einflug in Hindernisse wie Stromleitungen und leistet so einen erheblichen Beitrag zur Steigerung der Flugsicherheit.
Die orangefarbenen Hubschrauber des Zivilschutzes sind Teil des Ausstattungspotenzials, das der Bund den Ländern für den Katastrophenschutz zur Verfügung stellt. Neben der Luftrettung kann der Zivilschutz-Hubschrauber Schadenstellen erkunden und überwachen, Bevölkerungsbewegungen beobachten und lenken oder radioaktive Strahlung aus der Luft messen.

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