Neue APrV-Vorlage für Notfallsanitäter


Berlin (rd.de) – Voraussichtlich im November 2013 wird der Deutsche Bundesrat über die Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter (NotSan-APrV) abstimmen. Die neue, überarbeitete Beschlussvorlage wurde in einigen Details gegenüber der ersten Version verändert.

In der aktuellen Fassung vom 16. Oktober 2013 wird unter anderem festgelegt, dass die mündliche Abschlussprüfung mindestens 30 Minuten dauern soll. Ursprünglich waren 20 bis 40 Minuten gefordert worden. Ferner soll es im Rahmen der praktischen Prüfung nicht mehr zwingend ein internistisches Fallbeispiel mit Reanimation geben. Dagegen hatten sich unter anderem der Deutsche Feuerwehrverband und die Arbeitsgemeinschaft der Leiter der Berufsfeuerwehren ausgesprochen. Sie wiesen in ihren Stellungnahmen darauf hin, dass Reanimationen anlässlich der jährlichen Fortbildungen standardmäßig behandelt würden.

Deutlich verändert worden sind die Lernziele angehender Notfallsanitäter hinsichtlich der erweiterten Diagnostik und Therapie. Hieß es bislang, dass Notfallsanitätern die notwendige Kompetenz besitzen sollten, um zum Beispiel die Technik einer endotrachealen Intubation selbst „anzuwenden“, scheint es jetzt nur noch um die Assistenz bei derartigen Maßnahmen zu gehen (vgl. Seite 26). Ärzteverbände hatten sich massiv gegen die ursprünglich geplante Regelung gewandt und offenbar durchgesetzt.

Veränderungen gegenüber dem ersten APrV-Entwurf wird es voraussichtlich auch beim zeitlichen Konzept der Vorbereitungskurse für die so genannte Ergänzungsprüfung geben. So soll der Umfang der Wachenpraktika je nach nachgewiesener Berufserfahrung um rund 50 Prozent auf 80 bzw. 140 Stunden reduziert werden.

2.0 APrV_Bundesrat_72813 

(Foto: Markus Brändli)

29 Responses to “Neue APrV-Vorlage für Notfallsanitäter”

  1. Bender on Oktober 22nd, 2013 15:32

    Lächerlich das ganze…es wird immer schlechter in diesem sektor

  2. nico on Oktober 22nd, 2013 22:10

    Bloß weil Ärzte studiert haben, ist eine Intubation besser durchzuführen als von einem Retter? Wie oft sitz ein guter Retter in der blöden Lage, dass er ein Schmerzmittel geben muss, es aber nicht darf? Alle Retter sollten mal – so wie es das Gesetz will – für jeden Zugang etc. Mal das NEF nachfordern. Die Kassen würden Kakao schreien. Gebt uns doch endlich das richtige Handwerkszeug und schneidet nicht immer mehr vom (Ratten) Schwanz ab… Die Ärztelobby macht nur alles kaputt, weil die Gefahr von Machtverlusst droht. Hier geht es selten um Patientenschutz. So!

  3. tangotango on Oktober 23rd, 2013 11:50

    „scheint es jetzt nur noch um die Assistenz bei derartigen Maßnahmen zu gehen“

    Die Assistenz bei derartigen Maßnahmen?! Das kann man kleinen Äffchen beibringen:
    http://www.youtube.com/watch?v=lW0jh4e9z_I

    Anfangs war ich begeistert, dass es endlich weiter geht und sich mal was tut. Mittlerweile bin ich mir absolut nicht mehr sicher, wo der Mehrwert dieser Ausbildung sein soll..

  4. F Louis on Oktober 23rd, 2013 13:23

    Und auf seite 27 (tatsächlich 21) unter Punkt G) also nur 5 Punkte über der dem Punkt der hier im Artikel genannt wird, steht fogendes … :

    „Maßnahmen zur Sicherung der Atemwege und Beatmung, zurStabilisierung des Kreislaufs, im Rahmen der Reanimation
    und im Rahmen der chirurgischen Versorgung, die zur Lebenserhaltung oder zur Abwendung schwerer gesundheitlicher
    Schäden im Einsatzkontext erforderlich sind, bis zum Eintreffender Notärztin oder des Notarztes oder dem Beginn einer weiteren ärztlichen Versorgung eigenständig durch zuführen und die dabei relevanten rechtlichen Aspekte zu berücksichtigen“

  5. Hanseretter on Oktober 23rd, 2013 14:19

    Es scheint wirklich eine überflüssige Veränderung von Rettungsassistent zu Notfallsanitäter zu werden.
    Aber solange die Kollegen und das Leitstellenpersonal nicht zusammen halten, kann die Ärzteschaft doch machen, was sie will. Was nützt mir das Anfordern eines Arztes, wenn die Antwort der Leitstelle ist, sie hätte keinen? Oder auf Großveranstaltungen, wo Hausärzte und Vergleichbare für die Mitarbeit gewonnen werden konnten, aber ausser Anweisen nichts machen, weil ihnen die Praxis fehlt?
    Sogar das „Hilfspersonal“ fragen, welche Medikamente man denn nehmen sollte….

  6. tangotango on Oktober 23rd, 2013 18:10

    @F Louis
    Worauf willst du hinaus?

  7. Ramrod on Oktober 24th, 2013 09:58

    Um vernünftig intubieren zu können muss man dies Regelmässig trainieren. Da hat der Arzt bzw. der Anästhesist weiterhin den klaren Vorteil uns Rettungsassistenten gegenüber.
    Ärzte haben in der Regel zudem eine bessere Berufshaftpflichtversicherung. Daher will ich mir bei bestimmten Einsätzen den Verantwortungsschuh gar nicht anziehen.
    Ich akzeptiere die Umstellung auf den Notfallsanitäter, aber es war von Anfang an naiv zu glauben das wir a: mehr Gehalt bekommen und b: unsere Kompetenz deutlich erhöht wird. Warum auch und wer will das schon?
    Viele hielten dies anfangs für einen „Freifahrtschein“. Diverse Freigegebene Medikamente, Intubieren – Rettungsrambos ole ole.
    Vielmehr sollte es zu allererst in die Richtung gehen den Rettungsdienst zu professionalisieren. Das heißt, jeder Ehrenamtliche Retter bekommt einen Dankesbrief für seine Jahrelange freiwillige Tätigkeit und wir anschließend nicht mehr eingesetzt. Punkt.
    Nichts gegen das Ehrenamt, aber wie soll man vernünftig argumentieren wenn ein Hobby-Retter, der nur am Wochenende fährt und unter der Woche z.B. Bäcker ist, einen schwerwiegenden Intubationsfehler oder eine falsche Medikamentendosierung verabreicht und der Patient dadurch „verliert“ ? Wird schwierig.

  8. tangotango on Oktober 24th, 2013 13:16

    @Ramrod
    Das diese Tätigkeiten Training erfordern steht ja außer Frage! Genauso wenig braucht da diskutiert werden, dass der Anästhesist weitaus mehr Erfahrung hat. Alles keine Frage: Das ist so!

    Da liegt aber auch gleichzeitig eines der Probleme: Es fahren eben bei weitem nicht nur Anästhesisten auf dem Taxi, auch wenn dies absolut wünschenswert wäre. Es findet sich ein ganzer Haufen, die eben auch keine Praxis in diesen Maßnahmen haben (und bei einigen besteht zu dem noch eine nicht minder große Sprachbarriere, wobei das wieder ein anderes Thema ist.).

    Weiterhin gibt es eben nicht genug Notärzte bzw. Notarztstandorte. Es kam und wird in unserem System immer zu Situationen kommen, in denen das RTW-Team, seien es nun RA oder zukünftige NotSan, auf sich allein gestellt sind. Mindestens so lange, bis das Taxi anrauscht oder eben bis zur Klinik. Die Situation, dass überhaupt kein NEF verfügbar ist, kommt (bei uns/Land) doch mal öfters vor oder das Taxi benötigt sehr lange.

    Wenn diese Arbeit dem RA oder NotSan sowieso nicht zugetraut wird, dann müssen wir unser System in Deutschland umkrempeln und nur noch NAWs heraus schicken. Geht nicht? Sieh an..

    Also müssen wir die Versorgung bzw. die Möglichkeiten der RTWs verbessern und ausbauen.
    Klar, wir befinden uns eben nicht im klinischen Umfeld, wo immer alles perfekt organisiert ist oder sein kann. (Was auch im klinischen Umfeld auch nicht so ist, davon können wir wohl alle ein Lied singen!).
    Ich finde es dennoch absolut bedenklich, dass wir „da draußen“ immer nur die zweit- oder gar drittbeste Lösung an die Hand bekommen; wenn überhaupt! Gerade wenn es um Schmerztherapie geht, bleibt einem nichts außer Händchen halten und pusten. Das ist doch weder für den Patienten noch für das RTW-Team zielführend.

    Was ist also mit Professionalisierung gemeint? Klar, bei dem Part mit den „ehrenamtlichen“ stimme ich dir voll zu, aber dass kann ja nicht das einzige große Ziel sein.

  9. horst kevin on Oktober 24th, 2013 14:25

    Assistenz? Hm,vielleicht sollten wir das „neue“ Berufsbild dann lieber „Rettungsassistent“ nennen?!

  10. Kalle grabowski on Oktober 24th, 2013 16:54

    Liebe Leute, es ist doch absolut schizo auf der einen Seite zu sagen „es können schon viele andere Ärzte nicht“ (die auf Intensivstationen teilweise regelhaft intubieren) und gleichzeitig zu tun als sei es die logischste Konsequenz von allen, dass der Notfallsanitäter intubiert oder nach ein paar Intubationen im Jahr unter optimalen Bedingungen in der Klinik die Intubation beherscht. Natürlich soll(te) das Gesetz ein Weg nach vorne sein (und ist es leider nicht) ABER wer einmal in die Bredoullie gekommen ist, dass der Patient nicht zu intubieren ist, aspiriert oder nen Laryngospasmus bekommt und dann zunehmend den Sättigungsabfall sieht, der ist keineswegs erpicht darauf derjenige zu sein, der eventuell die Hypoxie zu verantworten hat. Intubieren ist eben nicht nur Tubus rein und gut ist.
    Und es wäre manchem zu wünschen zu realisieren, dass der Notfallsanitäter sich nicht durch das Legen von Thoraxdrainagen, Koniotomie und Intubieren vom Assi unterscheiden soll. Vielleicht sollte man auch die andere Seite betrachten: 1. wer invasiv tätig werden möchte muss auch die Komplikation beherrschen können (da scheitert es schon bei der vorgesehenen Ausbildung) und 2. wer invasiv tätig ist, muß auch im Zweifelsfall dafür grade stehen (moralisch, finanziell und juristisch)
    Abschließend würde ich mir wünschen, dass viel mehr in diesem Berufsfeld tätige erst einmal an der Verbesserung von Basisfähigkeiten feilen sollten

  11. tangotango on Oktober 24th, 2013 18:17

    Was ist daran „schizo“? Es wird, wenn es um diese „besonderen“ Maßnahmen geht, immer auf die Ärzteschaft verwiesen. Wenn die es zu 100% könnten, wären wir ja zumindest etwas weiter. Können se allerdings nicht. Insofern besteht für den Patienten oftmals eben kein Unterschied, wer aus dem Team die benötigten Maßnahmen durchführt.
    Gravierender ist allerdings, dass es, wie oben ja erwähnt und allseits bekannt sein dürfte, eben nicht für jeden Notfallpatienten einen Arzt gibt. Ansonsten hätten wir nur NAWs. Gibt es einfach nicht und ist scheinbar nicht gewünscht. Zu teuer, überhaupt nicht genug Ärzte vorhanden (Gründe lassen wir auch hier außen vor), etc pp.

    Wenn du schon das Wort „beherrscht“ benutzt.. wie erlernt denn ein (Not)Arzt die Intubation unter erschwerten Bedingungen? Doch sicher nicht im klinischen Umfeld?! Oder andere Maßnahmen!? Der junge NA wird auf das Fahrzeug gesetzt und steht dann in so einer Situation und egal wie es ausgeht: Er hat für den nächsten Einsatz gelernt. So baut sich doch erst diese sagenumwogene Erfahrung auf.
    Wieso wird immer so getan, als würden die paar Maßnahmen, um die es wirklich geht und welche man im Grunde an einer Hand abzählen kann, nur von dem erlauchten Kreis der studierten „beherrscht“?! Vor allem mit der Betonung auf „beherrscht“.

    Es lässt sich doch darauf hinunter brechen: Wir haben eine Notfallsituation und keinen Arzt!

    Besondere Situationen erfordern besondere Maßnahmen. Darunter verstehe ich nicht, die Däumchen zu drehen und zu warten, bis „die Erlösung“ irgendwann mal eintrudelt.

    „ABER wer einmal in die Bredoullie gekommen ist, dass der Patient nicht zu intubieren ist, aspiriert oder nen Laryngospasmus bekommt und dann zunehmend den Sättigungsabfall sieht, der ist keineswegs erpicht darauf derjenige zu sein, der eventuell die Hypoxie zu verantworten hat. Intubieren ist eben nicht nur Tubus rein und gut ist.“

    Gut, es gibt Situationen, in denen der Goldstandard nicht funktioniert. Richtig. Wieso ist die Schlussfolgerung daraus nun, es gar nicht damit zu versuchen, sondern direkt auf die zweit- oder drittbeste Lösung zu greifen?! Was ist, wenn die anderen Methoden nun auch nicht greifen? Aspiration? Hypoxie? Laryngospasmus? Tod? Und dann?!

    Und für (invasive) Maßnahmen gerade stehen? Steht man nicht _für alle_ Maßnahmen gerade, die man am Patienten unternimmt oder unterlässt? Habe ich was verpasst?!

    Damit es nicht untergeht:
    ===========================================================
    Selbstverständlich erfordern diese Maßnahmen intensives Training.
    ===========================================================

  12. Fritz on Oktober 26th, 2013 14:59

    Antwort zu Ramrod on Oktober 24th, 2013 09:58
    …..jeder Ehrenamtliche Retter bekommt einen Dankesbrief für seine Jahrelange freiwillige Tätigkeit und wir anschließend nicht mehr eingesetzt. Punkt.

    Das kann doch nicht wahr sein, welche Überheblichkeit und Arroganz, ich bin seit 38 Jahren im Kates. und RD ehrenamtlich tätig ,
    nur soviel : von 100 Einsätzen sind ca.80 reine Krankentransporte, von den restlichen 20 Einsätzen sind vielleicht noch 5-10 echte Notfälle .
    Übrigens der im Artikel als Beispiel genannte Bäcker lernt 3 Jahre, ein Mechaniker sogar 3 1/2 Jahre….., ein Rett.Ass 1 Jahr , soviel dazu !

  13. ehrenamtlicher on Oktober 26th, 2013 18:22

    Der Rettungsdienst besteht bis zu 60% aus Ehrenamtlichen (inkl. KatS).

    Würde man die Ehrenamtlichen aus ihrer Tätigkeit entlassen, hätte dies eine große Versorgungslücke zur Folge.
    Man hat dann einen ,,professionellen“ Rettungsdienst, der nur noch ganz dünn beschichtet ist. Im Prinzip noch ein weiteres Leck im Gesundheitswesen.
    In amerikanischen Staaten kommt es sogar vor, dass aufgrund der wenigen Ehrenamtlichen und der daraus resultierenden RD-Dichte in einer Stadt, die Pat. teilweise bis zu einer Stunde warten müssen!!!
    Stellt euch das doch mal bitte bei einer laufenden Rea vor!!!
    Es gab sogar schon sehr viele Tote, weil der RTW bzw. ALS-Ambulance zu spät kam.
    Unser deutsches Rettungssystem läuft deutlich besser als das amerikanische.

  14. dawoife on Oktober 26th, 2013 22:59

    wir bleiben einfach hilfsarbeiter in diesem job, es wird sich wieder nix ändern und eher es wird noch schlechter!!!

  15. Ramrod on Oktober 29th, 2013 13:37

    Gibt es ehrenamtliche Polizisten?
    Gibt es ehrenamtliche Krankenschwestern?
    Gibt es (im alltäglichen Sinne) ehrenamtliche Ärzte im Krankenhaus?

    Wir wollen ein ernstzunehmendes Berufsbild, aber wollen nicht auf das Ehrenamt verzichten?
    Sozialstaat in allen Ehren, aber irgendwo hört der Spass auf.
    Natürlich können und dürfen wir NICHT auf das Ehrenamt (z.B. KatS) verzichten, aber im RD hat es in meinen Augen ausgedient. Das hat nichts mit Arroganz oder sonst was zu tun.

    Was passiert wenn es nicht mehr genug freiwillige Feuerwehrleute gibt? Dann muss man sich was überlegen.
    Falk ist in Deutschlands Rettungsdienstanbietersystem nur der Anfang. Eine Frage der Zeit bis auch die Feuerwehren übernommen werden. Und das ist keine Willkür oder Drohung, sondern reine Realität mit Blick über den Tellerrand hinaus.

  16. tangotango on Oktober 29th, 2013 14:57

    Mach dir nichts draus, Ramrod, eine Diskussion darüber ist größtenteils sinnlos.

    Die gleichen, welche hier Herzrasen kriegen, sobald es darum geht, dass sie kein Blaulichtauto mehr in ihrer Freizeit fahren dürfen, würden so etwas in ihrem Hauptberuf überhaupt nicht zu lassen. Da merken einige doch plötzlich schnell, dass ihre voll bezahlte Stelle eventuell.. überflüssig wird. Der Huber von nebenan macht die gleiche Arbeit nämlich „aus spaß“.. in seiner Freizeit.. für umsonst.

  17. Andreas on Oktober 29th, 2013 23:53

    @Ramrod:
    Bevor ich solche Kommentare loslasse sollte ich mich zumindest einigermaßen informieren, denn sonst geht so ein Schuß nach hinten los.

    Naatülich gibt es ehrenamtliche Polizisten:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Freiwilliger_Polizeidienst
    oder Hesse die auf der Polizeiwebsite darfür werben.
    http://www.polizei.hessen.de/icc/internetzentral/nav/4dc/4dc70ee1-825a-f6f8-6373-a91bbcb63046&uCon=27f30b29-bb40-ca21-9fe8-6a12109241c2&uTem=bff71055-bb1d-50f1-2860-72700266cb59.htm

    Warum hat denn der ehrenamtlich nichts im RD verloren?
    Viele Ehrenamtliche machen in Ihrem Hauptberuf doch etwas vergleichbares?
    Intensivpfleger (der weiss Gott uns RA´s ein Stück vorraus ist, RettAss bei der Polizei, RettAss in einer Werkfeuerwehr, etc…)
    Meinst Du wircklich, dass die alle schlechter sind? Weniger Wissen haben?

    Es liegt doch einzig und allein an jedem einzelnen sich weiter zu bilden.

  18. Ramrod on Oktober 30th, 2013 10:30

    …Ich befürchte auch…

  19. Fritz on Oktober 30th, 2013 16:26

    „der getroffene Hund bellt“ heißt es doch so schön in einem deutschen Sprichwort,
    ich kenne keinen einzigen ehrenamtlicher RS/RA der den Hauptamtlichen im RD ihren Job streitig machen wollen, ganz im Gegenteil, es ist doch auch klar das derjenige der Vollzeit in seinem Beruf arbeit ( in diesem Fall im RD) dem Ehrenamtlichen ganz weit voraus ist, wäre auch schlimm wenn dies nicht so wäre ! Aber was ist so schlimm daran wenn ein Ehrenamtlicher als 2. oder 3. Mann im Regelrettungsdienst mitarbeitet ? Er lernt doch nur hier für seine Aufgaben im Kates.-Schutz, Ich habe lange Jahre als ehrenamtlicher RS gearbeitet (520 Std. Ausbildung + Pflegehelfer) , ich habe mich an meine Kompetenzen gehalten und gut, in unserer Dienststelle wurde überhaupt kein Unterschied gemacht zwischen Haupt -Ehrenamt , wir haben innerhalb der gesetzlichen Vorschrtiften gut und gerne zusammen gearbeitet
    Warum versuchen denn heute die RA`s aus ihrem Beruf fast schon eine Wissenschaft zu machen ? der Patient ist aber mehr als eine 9 stellige RMZ , nicht falsch verstehen, ich bin für eine Professionalisierung des RD,

    eins noch, wo kommen denn die meisten Hauptamtlichen im RD her ? aus dem früheren Zivildienst oder aus dem Ehrenamt , viele haben einen anderen Beruf zuvor erlernt, in den sie aber heute nicht mehr zurück wollen oder können .

  20. EA2013 on Oktober 30th, 2013 16:30

    @ Ramrod:
    „Vielmehr sollte es zu allererst in die Richtung gehen den Rettungsdienst zu professionalisieren. Das heißt, jeder Ehrenamtliche Retter bekommt einen Dankesbrief für seine Jahrelange freiwillige Tätigkeit und wir anschließend nicht mehr eingesetzt. Punkt.“

    Nur mal zur Geschichte & aktuellen Situation: Ohne EA-Mitarbeiter gäbe es unser RD System in der heutigen Form gar nicht. Damit gäbe es auch keine RA und künftig Notfallsanitäter. Der Grund ist relativ einfach: Es wäre nicht zu finanzieren.

    Hier stellt auch keine eine Forderung, dass ein EA, der nur am Wochenende fährt plötzlich anfängt zu intubieren oder Medikamente zu verabreichen. Die Kompetenzen auf einem RTW sind klar geregelt: Es gibt einen hauptberuflichen RA, der die Patientenverantwortung trägt und einen EA Fahrer, der den hauptberuflich tätigen unterstützt. Mehr nicht.

    Die Frage nach dem EA wird sich ohnehin früher oder später erledigen, s.h. steigende Anforderungen, Fortbildungen etc.

    Aber warum der RD professioneller werden sollte, nur wenn EA weg fallen, kann ich nicht nachvollziehen. Der EA macht es, weil er daran Interesse und Spaß hat, damit bildet er sich auch entsprechend fort.

    Und genau so, wie es gute Bäcker, Ärzte & sonstwas gibt, gibt es auch schlechte Bäcker, Ärzte & sonstwas…das gilt aber auch für HA RD Mitarbeiter.

  21. Sargnagel on Oktober 31st, 2013 08:55

    Juhu, der Superretter kann also durch die Bank weg alle notwendigen Maßnahmen besser ergreifen (beherrschen) wie der „dumme“ Hausarzt mit Zusatzqualifikation Notarzt, bzw. Rettungsmedizin. Jeder der das glaubt sollte sich das Verfahren in dem der RettAss, bzw. zukünftig NotSan diese Handlungssicherheit erlangt unbedingt patentieren lassen, denn diese Methode der Wissensvermittlung wird zukünftig Gold wert sein. Damit könnte auch der Hausarztmangel im ländlichen Gebiet wirksam bekämpft werden. Das bisschen Medizin einer Hausarztpraxis kann der Superretter doch locker übernehmen während er nebenher im „Taxi“ auf dem rechten Sitz Platz nimmt. Soviel geballte Kompetenz brauch sicherlich einen angemessenen Chauffeur. Wer darf ihn fahren?

    Ich kann das Geplärre wegen ehrenamtlichen Rettern, die den hohen Qualitätsanforderungen hauptberuflicher Retter angeblich nicht gerecht werden schon längst nicht mehr hören, denn dies ist genauso blanker Unsinn wie die These der überwiegend schlecht qualifizierten Notärzte deren Hintern regelmäßig durch den Superretter gerettet werden.

    Es stimmt, es gibt keine ehrenamtlichen Pflegekräfte, aber es gibt auch in den Kliniken auf Intensivstation, Notfallambulanzen und im OP, gerade an den Wochenenden, in den Nachtstunden und an Feiertagen reihenweise Fachkräfte die auf 450€ Basis arbeiten. Gleiches gilt sinngemäß auch für Bäcker, Bus- und Taxifahrer und sogar für Dozenten an RD-Schulen. Wenn nun alle ehrenamtlichen Retter einen 450€ Job annehmen würden wären sie dann automatisch besser qualifiziert? Die Ehrenamtskäule zumindest würde nicht mehr ziehen.

    Die Frage des Ehrenamts im RD wird mit dem NotSan im Laufe der Zeit ganz automatisch in den Hintergrund rücken. Die ersten Jahre wird es noch ehemals ehrenamtliche RettAss mit Übergangsprüfung als NotSan geben aber später, bis auf ehemalige Hauptberufliche die nach ihrem Weggang aus dem RD noch ein wenig ehrenamtlich, bzw. auf 450€ Basis fahren, zunehmend weniger nicht hauptberufliche Retter geben.

    Warum beschäftigt sich der gemeine Retter eigentlich soviel mit dem angeblich schlecht qualifizierten Kollegen, bzw. Notärzten anstatt dieselbe Energie in die Fortentwicklung seines Berufsbildes zu stecken? Wovor hat er Angst?

    Bevor hier Vermutungen zu meiner Qualifikation angestellt werden. Ich bin weder ehrenamtlicher Retter, noch Notarzt. Aber ich bin im Interesse der Patienten regelmäßig froh wenn, gerade im ländlichen Bereich – wo es im Umkreis von über 30 km keine Klinik gibt -, das NEF einer Hausarztpraxis anrückt. Diese engagierten Haus-/Notärzte mit teilweise jahrzehntelanger Erfahrung ziehe ich jederzeit einem selbst ernannten Superretter vor! Ja diese Ärzte haben keine aktuellen praktischen Kenntnisse aus dem Bereich der klinischen Intensivmedizin, aber woher sollte der RettAss/NotSan diese haben?

  22. Ramrod on Oktober 31st, 2013 14:04

    Alle Achtung. Da bin ich euch aber massiv auf die Füsse getreten.
    Ich bleibe dabei: Eherenamt ist schön und gut für den KatS oder für SanDienste – aber auf auf einem Rettungsmittel in der öffentlichen Notfallrettung wie RTW, NEF gehören hauptberufliche Mitarbeiter.

    Wir diskutieren heutzutage über einen Mindestlohn. Wieso sollte dieser eingeführt werden, ihr macht es doch umsonst…

    Wie gesagt, das ehrenamt in allen Ehren. Aber wenn (ich spreche es direkt an) Ihr nicht mehr ehrenamtlich auf dem RTW eingesetzt werdet, muss sich der RD-Anbieter (DRK, ASB, JUH etc.) etwas einfallen lassen.
    Wahrscheinlich werden dann hauptamtliche Mitarbeiter eingestellt.
    In welcher Form werden denn die ehrenamtlichen RettAss-Kollegen zum NFS weitergebildet? Wer trägt die Kosten?

  23. Ramrod on Oktober 31st, 2013 14:31

    Und so ganz nebenbei:
    Die meisten Blaulicht-Fetischisten, die meisten Rettungs-Rambos und die meisten Einsatzbilder (VUs, Person unter Zug usw usw) tümmeln sich leider bei ehrenamtlichen Kollegen auf den Handys herum. Gerade dieses Jahr wieder miterlebt. Das ist kein Klischee, das ist Fakt (jedenfalls in meinem RD Bereich in dem ich tätig bin).
    Ergebnis – Menschlich nicht geeignet! Setzen. 6!

  24. thomaswagner on November 1st, 2013 04:13

    @Sargnagel:
    Ganz einfach, durch die tägliche Praxis, und nicht nur durch gelegentliche „Notarzt-Dienste“! Dazu trifft es besonders zu: zur „Not“ auch „Arzt“…

  25. thomaswagner on November 1st, 2013 04:17

    @Ramrod:
    Leider wahr und somit ist dembnichts hinzuzufügen… Ich komme selbst aus dem Ehrenamt und muss mich oft genug fremdschämen für die Pseudo-Kenntnisse der allermeisten EA´s oder deren vermeintliche Kompetenz! Zum Glück habe ch das hinter mir, und ich hoffe inständig, dass ein Angehöriger oder Freund im Falle des Falles nicht einem solch übermotivierten und dabei unqualifizierten EA in die Hände fällt!

  26. Alexander Richter on November 7th, 2013 08:53

    Hallo , wir sind und bleiben helfer des Notarztes, was wollt ihr denn, ihr möchtegern Ärzte, geht doch studieren, dann dürft Ihr Intubieren und ärztliche Maßnahmen ergreifen.

  27. Fritz on November 7th, 2013 13:39

    Bravo ! genau so ist es.
    Was wollt ihr RA`s denn eigentlich, ihr habt doch sehr,sehr viel erreicht,über den „ungelernten“ Krankenwagenfahrer der 70/80 iger Jahre (teilweise noch alleine im Auto) , über den RS (mit 520 Std. Ausbildung) nun endlich zum anerkannten Beruf des RA, jetzt wird es sogar noch besser , wenn der Notfallsanitäter kommt , nur bitte liebe RA`s tut nicht so als würden ohne euch die armen Patienten reihenweise versterben, dem ist nicht so und hört endlich auf, auf die „bösen“ Ehrenamtlichen zu schimpfen, die meisten von euch RA`s kommen doch aus diesem Bereich oder sind ehemalige Zivis,vergessen ?

  28. Ramrod on November 7th, 2013 16:58

    Also ich bin, war und werde kein Zivi, Bufdi oder Ehrenamtlicher sein.
    Ehrenamt ist schön und gut, aber nicht mehr tauglich für den (heutigen) Rettungsdienst und deren Anforderungen.
    Wir wollen ein vernünftiges Berufsbild? Das geht nur mit einer vernünftigen Gewerkschaft, vernünftige Arbeitgeber, vernünftige Bezahlung und vernünftige Arbeitsbedingungen.
    Und im Kontrast dazu die ehrenamtlichen Hobby-Retter die doch alles umsonst machen?

  29. tangotango on November 8th, 2013 01:51

    „und hört endlich auf, auf die “bösen” Ehrenamtlichen zu schimpfen“

    Warum?

    Aufm Bau ist es doch auch nicht gerne gesehen, wenn da Leute für umsonst arbeiten. Ach ja, doch. Der Chef, der sieht so etwas gerne.

    Das so etwas überhaupt noch zur Debatte steht ist mir unbegreiflich, aber die Leute werden halt nicht schlauer. Deutschland schreit nach Mindestlohn für alle Branchen, aus der anderen Ecke schallt es zu recht mit „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ um der Zeitarbeit auf den Zahn zu fühlen.. und und und,.. doch hier, im Rettungsdienst, wird die „Arbeit für umsonst“ forciert und verteidigt bis zum erbrechen.
    Unverständlich bis zum geht nicht mehr. Gewisser Weise auch recht widerlich, sieht man die vielen Leute, die eben für die oben besagten Sachen kämpfen. Dass sie eben den gleichen Lohn bekommen und feste Verträge, und nicht mit Dumpinglohn und Zeitverträgen noch und nöcher abgespeist werden.

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