Neuartiger Baby-Notarztwagen feiert Premiere
Stuttgart (rd.de) – Das Projekt „Baby-Notarztwagen“ der Björn-Steiger-Stiftung musste hohen technischen Anforderungen genügen. Die Strategie zur Einführung des zukunftsweisenden Einsatzfahrzeugs sorgte bereits im Vorfeld für Streit: Gestern feierte der „Felix“ getaufte Frühgeborenen-Transporter in Stuttgart seine Premiere. Ende März geht das Fahrzeug in den Einsatz.
In der Pressemitteilung heißt es, „Felix“ sei die erste ganzheitliche mobile Intensivstation für den Transport von Frühchen. Dadurch könnten die jungen Patienten im Notfall unter optimalen Bedingungen in eine Spezialklinik transportiert werden. Nach all der Kritik über das Betriebskonzept an den vorgesehenen Standorten und nach der zeitaufwendigen Entwicklungsarbeit, die den Präsentationstermin immer weiter nach hinten verschob, hat das Fahrzeug nun seine eigenen Geburtskomplikationen überwunden und erblickte gestern das Licht der Öffentlichkeit. Dass man sich bei der Präsentation über den Besuch der Parlamentarischen Staatssekretärin beim Bundesminister für Gesundheit, Annette Widmann-Mauz, und den Vorstandsvorsitzenden der Daimler AG, Dr. Dieter Zetsche, schmücken konnte, dürfte die Verantwortlichen der Björn-Steiger-Stiftung wie eine kleine Entschädigung vorgekommen sein.
Viel Hightech für wenige Transporte
„Ich begrüße das neue, mit modernster Medizintechnik ausgestattete Baby-Notarztwagen-System. Das System trägt wesentlich dazu bei, dass die Transporte im Interesse der kleinen Patientinnen und Patienten unter möglichst guten Bedingungen stattfinden“, sagte Annette Widmann-Mauz auf der Fahrzeugpräsentation.
Beim BRK und im Sozialministerium Hessen sieht man sich beim Frühchentransport auch ohne diese radikale Transporter-Neuentwicklung gut aufgestellt und vermag hier keinen weiteren Bedarf zu erkennen. Überhaupt steht in Frage, ob ein solcher 450.000 Euro teurer Baby-Transportwagen in einer Relation zu den erwarteten Transportzahlen steht. Risikogeburten kommen immer öfter in qualifizierten Kinderkliniken zur Welt, die Transportzahlen sinken, mahnen Kritiker des Projekts.
Die Steiger-Stiftung ficht das nicht an: Dort rechnet man vor, dass mehr als 30.000 junge Patienten jedes Jahr von einer Geburtsklinik in eine Spezialklinik transportiert werden müssen. Die Belastungen einer solchen Verlegungsfahrt durch äußere Einflüsse wie Erschütterungen und Lärm seien für Frühchen enorm und könnten ihre Gesundheit gravierend schädigen. Eine Notwendigkeit, die Sicherheit von Frühchen auf solchen Fahrten zu optimieren, sollte nicht an den Transportzahlen festgemacht werden.
Ein technischer Meilenstein

Alles neu: Transportinkubator mit integriertem Beatmungsgerät, pneumatisches Tragegestell, aktive Dämpfung des Tragentischs. (Foto: BSS)
Technisch betrachtet ist der Baby-Transporter ohne Frage ein technischer Meilenstein. Zu den Highlights gehört das neue aktive Dämpfungssystem unter dem Intensiv-Transportinkubator. Fahrbahnunebenheiten von bis zu 10 cm Tiefe werden mit dem reaktionsschnellen Federungs- und Dämpfungssystem ausgeglichen. Belastungen aus Erschütterungen konnten so auf ein Minimum reduziert werden.
Der erste „Felix“ geht nach Datteln
Den ersten „Felix“-Baby-Notarztwagen erhält die Vestische Kinder- und Jugendklinik Datteln in Nordrhein-Westfalen am 30. März. Ende April wird in Vechta (Niedersachsen) das zweite Fahrzeug in Dienst gestellt. Im Mai und Juni folgen Oldenburg (Niedersachsen) und Fulda (Hessen). Insgesamt plant die Björn-Steiger-Stiftung, in den nächsten fünf Jahren 60 Fahrzeuge dieser Art zur Verfügung zu stellen.
„Mit etwa 60 Fahrzeugen erreichen wir annähernd eine Flächenvollversorgung in Deutschland“, sagt Pierre-Enric Steiger. „Wir hoffen, dass sich nun immer mehr Kliniken für den Fortschritt entscheiden, um von den Vorteilen des modernen Systems beim Hospitaltransfer von Frühchen und Babys profitieren zu können.“
33 Responses to “Neuartiger Baby-Notarztwagen feiert Premiere”
Möchten Sie einen Kommentar schreiben?



Diese Neuentwicklung ist mehr als nur ein Meilenstein im Krankentransport. In erster Linie für Frühgeborene konzipiert ergibt sich damit die Möglichkeit der Weiterentwicklung für andere Patientengruppen. Wieso müssen Schwerverletzte oder internistische Notfallpatienten auf dem Transport in die Klinik oder bei Verlegungen durchgeschüttelt und zusätzlichen Risiken ausgesetzt werden? Statt diese Innovation anzugreifen und ihren Nutzen in Frage zu stellen, sollte besser die Chance ergriffen werden, die sich hier auftut. Wer behauptet, mit den bisherigen Systemen “gut aufgestellt” zu sein, der ist über die Gefährdungen, die insbesondere dem verletzlichen Gehirn und Gefäßssystem von Frühgeborenen beim Transport drohen, schlecht informiert. Natürlich ist der beste Transport derjenige, der überhaupt nicht oder zumindest antenatal im Mutterleib durchgeführt wird. Deswegen setzen wir uns z. B. vehement dafür ein, dass Risikoschwangere ausschließlich in hochspezialisierten Einrichtungen behandelt und aufgenommen werden. Dabei muss aber auch der Rettungsdienst “mitspielen”. Es gibt jedoch sogar Beispiele aus der jüngsten Vergangenheit Beispiele, dass Rettungsdienste Frühgeborene in eben nur der nächstgelegenen Klinik, nicht aber in einem spezialisierten Perinatalzentrum abliefern, so dass sie nach der Erstversorgung gleich noch einmal transportiert werden müssen. Selbst wenn das die Rettungsdienstgesetze der Länder scheinbar decken, im Sinne und zum Wohl der kleinsten Patienten ist das in keinem Fall. Auch wenn tatsächlich die Frühchentransporte zurückgehen sollten, ist das etwa ein Grund dafür, für die verbliebenen weiterhin Risikofahrten durchzuführen?? Wohl kaum. Nicht vorschnell auf scheinbar Bewährtes pochen, sondern den Blick in die Zukunft richten, muss deshalb die Botschaft lauten. Es wäre schön, wenn die Rettungsdienste und die zuständigen Länderministerien mit am selben Strang und in dieselbe Richtung ziehen würden, zumal noch nicht einmal finanzielle Argumente ins Feld geführt werden können, denn “Felix” wird ja von der Steiger-Stiftung finanziert. Herzlichen Dank.
Hans-Jürgen Wirthl
Vorstandsvorsitzender
Bundesverband “Das frühgeborene Kind” e.V.
Frankfurt am Main
Ich finde es richtig leben zu retten , Aber das was da gemacht wird ist in meinen Augen nur Geld aus dem Fenster schmeißen .
Ich teile die aussage des Landes Hessen das risiko geburten schon in dem ensprechenden Krankenhäusern kommen .
Wegen evtl. 10 Transporte in Monat muss man nicht ein Fahrzeug kaufen für 450.000 € .
Da finde ich gibt es andre punkte wo man investieren sollte .
Mit freundlichen Grüßen
Meyer aus dem schönen Süden
Ich finde,dass “Felix”eine sehr wichtige und sinnvolle Erfindung ist! Meine Tochter musste im Alter von 3 Wochen und einem gewicht von weniger als 3Kilogramm mit einem rettungswagen transportiert werden und die Sanitäter wussten nicht wie sie das baby fixieren konnten,sodass sie dann nahezu ungesichert eine 20kilometer weite strecke(mit Autobahn!!) transportiert wurde !
Also das Projekt der B.-S.-S. ist ja eine super Idee.
Aber an den zwei Bilder erkenne ich sofort einen gravierenden Schwachpunkt dieses Fahrzeuges:
Der Inkubator wird seitlich aus dem Fahrzeug entnommen und benötigt dementsprechend eine großen seitlichen Rangierplatz.
Die RTW- / KTW Hallen der Krankenhäuser sind aber in der Regel so konzipiert das nach hinten hin genug Platz ist um die Tragen aus dem Fahrzeug zu holen, seitlich jedoch gerade mal Platz zum normalen Aussteigen ist.
Und selbst wenn mal der Baby-NAW das einzige Fahrzeug in einer Fahrzeughalle ist und zur Entladeseite ( also rechts ) genug Platz ist, besteht die Gefahr 10 Minuten später ein anderer RTW daneben steht und das Fahrzeug erst umgestellt werden muss.
Denn welcher RTW – Retter rechnet damit, dass die Trage seitlich reingeschoben wird?
Scheinbar wurde auch dieses Fahrzeug von Bürokraten entwickelt die keine Erfahrung in der Praxis haben.
Ich bin gespannt wie oft die Baby-NAW’s nun draußen stehen bleiben um den Inkubator überhaupt aus dem Fahrzeug zu bekommen.
Die seitliche Entnahme des Inkubators kann doch wirklich kein Argument dagegen sein. Was ist, wenn die Fahrzeughalle sowieso voll ist oder so dermaßen alt, dass neue RTWs diese gar nicht benutzen können?! So etwas gibt es hier in meiner Region z.B. auch..
Ansonsten wird der Platz rechts vom RTW für andere gesperrt.. ich kann mir kaum vorstellen, dass man so unflexibel sein kann und mit so einer Situation überfordert ist.. das ist mitnichten eine “Fehlkonstruktion”.
@Dominic P.
Ich glaube, Sie sollten Ihren Beitrag überdenken. Die Möglichkeit seitlich zu laden stellt kein Problem dar. Der in Ihren Augen als Bürokrat benannte Mensch hat die Physik und die damit einhergehenden Vorteile dieser Lagerung bei einem Transport für Neonataltransporte ausgenutzt. Nur das zählt. Ob irgendwo in der Provinz mal eine Einfahrt oder Halle nicht breit genug ist, das spielt dabei keine Rolle.
Dem finanziellen Argument von Herrn Wirthl muß widersprochen werden. Denn die Björn-Steiger-Stiftung finanziert Projekt nicht allein aus eigenen Mitteln.
Ein erhellender Bericht der Stuttgarter Zeitung über die Geschäftspraktiken der Björn-Steiger-Stiftung findet sich hier:
http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.finanzhilfe-fuer-bjoern-steiger-stiftung-hoechst-umstrittene-rettung-der-retter.70d6481a-50b5-4946-bbb4-233ee0af2c51.html
Das DZI Spendensiegel hat die Björn-Steiger-Stiftung übrigens bis heute nicht erhalten.
Aber nun zum eigentlichen Thema:
Solche Spezialfahrzeuge sind wichtig, aber muß es ein Fahrzeug für 450.000 € sein? Ich denke nicht.
Ob eine quer zur Fahrtrichtung angeordnete Trage wirklich besser für Sauglinge ist?
Ich weiss es nicht.
Was ich aber weiss ist daß es bei einen Fahrzeugpreis von maximal 150 – 200.000 € oder auch weniger wesentlich mehr Baby-Notarztwagen geben könnte. Sollte das nicht das Ziel sein?
Muß es denn unbedingt ein Sprinter mit Hochdach sein? Ein Großteil des potentiellen Platzangebots wird hier ohnehin nicht genutzt.
Erfolgversprechende Modelle sind m.E.:
http://www.drk-reutlingen.de/rd/baby-naw/
http://www.badische-zeitung.de/freiburg/neuer-lebensretter-fuer-ganz-kleine-patienten–52233600.html
“Ob eine quer zur Fahrtrichtung angeordnete Trage wirklich besser für Sauglinge ist?
Ich weiss es nicht.”
Wieso wird dann so eine “Frage” mit relativ klarer (negativer) Wertung in den Raum gestellt?!
Ich verstehe die Kritiker dieses Projektes und diejenige die dieses Projekt schlecht reden nicht.
Man sollte doch froh sein das es gerade im Rettungsdienst Spezialfahrzeuge u.a solcher art gibt.Welch ein Fahrzeug es ist und wieviel Geld es kostet sollte hier doch wohl keine Rolle spielen, hier geht es um einen qualifizierten Transport von Frühchen und Neugebohrenen die eben einen besonderen Transport bedürfen und das geht eben meist nur mit ein Fahrzeug solcher Art.
Da gibt es im Rettungsdienst wohl ganz andere Fahrzeuge die einer Diskusion bedürfen.
Hallo
das klingt nach viel Geld aber wenn man selber betroffen war ist dieses nicht erwähnenswert.
Denn was auf aller Welt ist kostbarer als Meschenleben.
Ich habe selbst den schweren Kampf mit Frühgeboren (Zwillinge 23SSW) erlebt.
Nur durch super Verfügbarkeit von 3 RTWs!! und 1 NEF sowie einen Baby Notarztzubringer ist das Leben meiner Kinder zu verdanken.
Der Disponent der Rettungsleitstelle hat super koordiniert.
1RTW + 1 NEF zur Patientin (Mutter)
2 RTW zur Aufnahme von Transportinkubatoren in die nächste Kreisklinik (zum Glück sind die zwei einzigen Inkubatoren verfügbar gewesen) und dann Richtung RTW 1 da eine plötzliche Geburt unabhaltbar war.
Ein Zubringerfahrzeug holte auf der Frühchenstation der Kinderklinik einen Arzt ab und kam den RTW1 entgegen.
Ich kann es nur wiederholen aber ohne diese Verfügbarkeit der Rettungsmittel wäre die Lebenschance gleich null gewesen .
Eine Anschaffung von Baby Naw/Rtws sehe ich als absolut sinnvoll.
Man sollte Bedenken das jährlich rund 60000 Frühgeborene in Deutschland auf die Welt kommen.
“…hier geht es um einen qualifizierten Transport von Frühchen und Neugebo(h)renen…”
Wer führt denn den Transport durch? Personal der angeschlossenen Kinderklinik. Die Rettungsdienstler sind reine Fahrer und Beifahrer.
Tut mir leid, aber ich verzichte auf sowas, das kann jeder Depp mit Führerschein und Einweisung.
Gut wäre eine spezielle Weiterbildung für ausgesuchte Kollegen, die dann den Transport begleiten. DAS verstehe ich unter einem qualifizierten Transport!
An sich ist die Idee eines speziellen Baby-NAW sehr gut, wenn auch das Fahrzeug hoffnungslos “overpowered” ist.
Alternative, z.B.: http://www.zrf-saar.de/rds/bnawgal.php
Was genau ist an so einem Mikro-Fahrzeug bitte eine Alternative? Wie kann man da bitte vernünftig arbeiten wenn man nicht gerade 1,20m Körpergröße hat?!
Wir sprechen doch hier nicht von einem verkappten KTW Einsatz “Patient mit Furunkel am Arsch, sitzend zum Hausarzt mit Rücktransport”…. ansonsten kann man den Inkubator direkt bei einem VW Golf auf den Beifahrersitz stellen.
Wenn man sich die Konstruktion (Halterung des Inkubators auf dem Tisch) einmal im Detail anschaut, würde ich mir als erstes einmal einen dynamischen Test gemäß den Normenvorgaben anschauen und vorlegen lassen.
Es gibt auch noch spontan weitere 10 Punkte, welche nicht den Normen entsprechen. Und dies bei einem solchen Preis?! Sehr fragwürdig.
Stellungnahme der Björn Steiger Stiftung zu einigen Reaktionen auf diesen Artikel:
Wir sind erstaunt über Äußerungen und Bewertungen einiger Kommentatoren zum neuen Baby-Notarztwagen „Felix“ , der die derzeit fortschrittlichsten medizintechnischen und fahrzeugtechnischen Innovationen in einem ganzheitlichen System kombiniert. Dieses Fahrzeug wurde von Experten aus den Bereichen Medizin- und Fahrzeugtechnik unter Beteiligung von Neonatologen und neonatologischem Fachpersonal entwickelt, denn das medizinische Personal ist in einem solchen Fahrzeug der einzige Anwender im Patientenraum. Das Rettungsdienstpersonal sitzt in diesem Sonderfahrzeug ausschließlich in der Fahrerkabine und hat mit der Patientenbetreuung nichts zu tun.
Ziel der Entwicklung des neuen Baby-Notarztwagens war es einen absolut erschütterungsfreien, sicheren und medizinisch optimalen Transport für Frühchen und kranke Neugeborene zu ermöglichen. Die Notwendigkeit besteht, weil sich ein direkter Zusammenhang zwischen den Erschütterungen auf den Inkubator einerseits sowie durch die Transportrichtung andererseits auf den Gesundheitszustand und die Überlebenschancen der kleinen Patienten eindeutig nachweisen lässt. Erkenntnisse von Neonatologen sowie diverse Untersuchungen belegen, dass die Sterblichkeitsquote höher ist, die Liegezeiten der Babys in den Kliniken ist länger und die Quote von Komplikationen ist ebenfalls höher, wenn Babys schon geringsten Erschütterungen und Vibrationen ausgesetzt sind. Je weniger diese Störfaktoren auftreten, umso höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Patienten keine gesundheitlichen Schädigungen erleiden. Dieses Ziel erreichen wir nachweislich mit diesem neuen System. Diejenigen, denen dieser Aufwand zu hoch erscheint, müssen sich den Vorwurf gefallen lassen, dass sie eine höhere Sterblichkeitsquote oder Spätschäden bei Frühchen und kranken Neugeborenen beim Transport mit herkömmlichen Fahrzeugen akzeptieren und provozieren, die vermeidbar sind. Für viele Neonatologen, die Björn Steiger Stiftung und ihre Unterstützer sowie für die Mehrzahl der Bürger in unserem Land ist das nicht akzeptabel.
Zu der Unterstellung dieses Fahrzeug halte nicht die Normenvorgaben, möchten wir noch folgendes anmerken: Das System hat nicht nur über 10.000 Testkilometer hinter sich, sondern auch alle notwendigen Crash-Tests (duchgeführt vom TÜV Rheinland) mit excellenten Werten erfolgreich bestanden. Auch der ganz neu vorgeschriebene Kipptest für Kofferaufbauten wurde bereits erfolgreich bestanden. Das System erfüllt unter anderem auch alle Vorschriften nach DIN 13500 und EN1789. Darüber hinaus erfüllt das System Sicherheitsstanddarts, die über das übliche Maß hinaus gehen. Davon war der TÜV nach eigenen Aussagen sehr beeindruckt.
Pierre-Enric Steiger
Björn Steiger Stiftung
Hochverehrter Herr Steiger,
bei Ihrem Statement steigt mein Blutdruck.
Sehen Sie Rettungspersonal tatsächlich nicht als medizinisches Personal an? Also dann im Sinne von back to the roots es lebe der Krankenträger und Chauffeur! Selbst wenn die Patientenversorgung in Ihrem Modell durch Fachärzte und Fachpflegekräfte allein erfolgt sollten Sie m. E. dem Rettungsfachpersonal zumindest eine eigene Meinung zugestehen auch wenn sich diese nicht mit Ihrer eigenen deckt.
Bitte nicht falsch verstehen, das von Ihnen genannte Ziel eines möglichst optimalen Transports, dann aber bitte auch mit möglichst vielen (bezahlbaren) Fahrzeugen zu ermöglichen ist sicherlich auch im Sinne der allermeisten Kollegen. Einzelne Prestigeobjekte mögen zwar punktuell helfen, nutzen der großen Masse jedoch eher nicht.
Sie heben immer wieder die Wichtigkeit der Transportrichtung hervor, meines Wissens jedoch ohne dies mit Studien zu belegen. So bleibt Ihre Ansicht (zunächst) eine schlichte Behauptung. Wenn die ideale Transportrichtung (quer zur Fahrbahn) eine allgemein anerkannte Tatsache ist, so frage ich mich warum Fachkliniken wie z.B. die Uniklinik Tübingen oder auch die Klinik am Eichert aktuell andere Modelle unterstützen. Muß ich etwa davon ausgehen, daß die Björn Steiger Stiftung hier mehr Sachverstand besitzt oder gar, daß die genannten Kliniken das Leben der Neugeborenen leichtfertig auf`s Spiel setzen?
http://www.skverlag.de/rettungsdienst/meldung/newsartikel/kinderintensivtrage-fuer-tuebinger-uni-kinderklinik.html
http://www.rettungsdienst.de/nachrichten/transportsystem-fur-babys-hat-sich-bewahrt-28568#more-28568
zum Kommentar von “Tscho”
Ich bedauere, dass meine Äußerung zur Aufgabenbeschreibung für Rettungsassistenten im Baby-Notarztwagen einen falschen Eindruck erweckt haben. Ich betone nachdrücklich, dass die Björn Steiger Stiftung die Haltung vertritt, dem Rettungsdienstpersonal im Regelrettungsdienst deutlich mehr Kompetenzen zuzusprechen, als dies heute der Fall ist. Wir betrachten die aktuelle Kompetenzregelung im Bereich “ärztliche Tätigkeit” unter Ausschluss der Rettungsassistenten als nicht zeitgemäß und halten sie für überholt. Wir planen deshalb in diesem Bereich eine Aufklärungskampagne zur Stärkung der Position und Steigerung der Handlungsfelder von Rettungsassistenten. Das ist unsere generelle Haltung. Aber bei dem „Sonderfahrzeug” Baby-Notarztwagen ist der reale Handlungsablauf schon immer anders gewesen als im Regelrettungsdienst. Deshalb unterscheiden wir nur in diesem Bereich sehr deutlich.
Zur Fragestellung der Vorteile des Quertransports von Frühchen gegenüber dem bedauerlicherweise noch immer noch praktizierten Längstransport folgende Anmerkung: Das ist keine Erkenntnis der Steiger Stiftung,
sondern das Ergebnis zahlreicher Studien von Medizinern unterschiedlicher Universitäten seit den siebziger Jahren, die eindeutig und eindrucksvoll die Vorteile des Quertransports belegen. Ich empfehle in diesem
Zusammenhang die jüngsten Studien von Dr. Rücker von der Uni Rostock und Dr. Siegel vom Neonatologie- und Perinatalzentrum des Kinder- und Jugendkrankenhauses in Hannover. Warum andere Organisationen und
medizinische Einrichtungen die eindeutigen wissenschaftlichen Erkenntnisse nicht aufgreifen, kann ich nicht beantworten.
Die Steiger Stiftung hat 1974 als erste Institution in Deutschland die Erkenntnisse der Experten auf diesem Gebiet im Rettungswesen umgesetzt und ist seither Treiber der Entwicklung. Wir handeln im Interesse der
Eltern und der neugeborenen Kinder und lassen uns dabei von den neuesten Erkenntnisse der Medizin- und Fahrzeugtechnik leiten. Es geht nicht um die Entwicklung von Prestigeobjekten, sondern allein um den
sicheren und medizinisch optimalen Transport von Frühchen und kranken Neugeborenen.
Zu Ihren anderen Punkten: Die Uni Tübingen verfügt entgegen Ihrer Annahme aktuell über keinen Baby-Notarztwagen. Dort greift man, wenn möglich, auf das Rettungsfahrzeug aus Reutlingen zurück. Dieses hat den Quereinbau und ein verbessertes Dämpfungssystem, welches unserem System Im Baby-Notarztwagens der vorangegangenen Generation entspricht. Übrigens: Der Artikel, auf den Sie verlinken, beschreibt eine neue Kinderintensivtrage. Kinder sind eine andere Gewichtsklasse als Babys bzw. Frühchen.
Zur Situation in Göppingen nur folgende Anmerkung: Die Björn Steiger Stiftung hatte dem DRK und der Klinik angeboten, einen Baby-Notarztwagen der neuesten Generation durch gezielte Spendensammlungen zu finanzieren. Die Klinik war interessiert, aber es war dann das DRK, dass überraschend weitere Gespräche abgesagt hat. Gleiches gilt für Pforzheim. Es drängt sich der Verdacht auf, dass die Verantwortlichen nun versuchen, sich vor dem Hintergrund der aktuellen Berichterstattung zu unserem neuen Fahrzeug – vor allem auch in den Göppinger Medien – zu rechtfertigen. In der Tat: Göppingen, sowie alle anderen Standorte, die den Längstransport gewählt und den Quertransport abgelehnt haben, müssen sich sicherlich dieser von ihnen beschriebenen Diskussion stellen. Die Studien und die Ergebnisse sind eindeutig und lassen keinen Interpretationsspielraum zu.
Es gibt allerdings auch Regionen, die gerne ein Fahrzeug mit Quereinbau bestellt hätten, dies aber bislang finanziell nicht darstellen konnten. Diese Regionen nehmen wir nachdrücklich von unserer Kritik aus.
Pierre-Enric Steiger
Björn Steiger Stiftung
Herr Steiger!
Ich zitiere aus Ihrem obigen Statement:
“Die Björn Steiger Stiftung hatte dem DRK und der Klinik angeboten, einen Baby-Notarztwagen der neuesten Generation durch GEZIELTE SPENDENSAMMLUNGEN zu finanzieren.”
Gleichzeitig kritisieren Sie die Verantwortlichem des DRK Göppingen und Pforzheim, welche sich gegen das Projekt entschieden hatten.
Dann seien Sie auch so fair und legen offen, wie Sie sich die “gezielten Spendensammlungen” so vorstellen:
die BSS sammelt im entsprechenden Landkreis Gelder für den medienwirksam feilgebotenen Baby-NAW. Sie verschweigen der Bevölkerung allerdings, dass wenn das erforderliche Spendenvolumen von EUR 200.000 nicht binnen 30 Monaten zusammen kommen sollte, die inzwsichen gespendeten Gelder in das Baby-NAW-Projekt eines anderen Landkreises fliesen wird!!!!
Dass bei dieser Methode der “modernen Wegelagerei” die Veranwortlichen aus Göppingen und Pforzheim die Notbremse gezogen haben, ist mehr als verständlich!!!!
Oder, Herr Steiger?!
Herr Steiger, vielen Dank für Ihre Ausführungen!
Also ich wollte mich ja eigentlich hier aus dieser Diskussion mal raushalten weil ich mich mit dieser Materie nicht wirklich auskenne. Aber was der eine oder andere Kommentator hier von sich gibt, kann man nicht als konstruktive Kritik zur Sache bezeichnen. Hier vermute ich doch prinzipielle Abneigungen gegen die Innovationsbemühungen der Björn Steiger Stiftung. Ich persönlich finde diese Entwicklung eines solchen Rettungsmittels einen Meilenstein in der deutschen Rettungsdienstlandschaft. Beschämend hingegen finde ich die ablehnende Haltung des DRK bzw. des BRK in Baden Würrtemberg und Bayern. Hier kommt doch mal wieder überdeutlich der Futterneid hervor.
Gerade in Baden Würrtemberg sollte sich so der eine oder andere DRK Verantwortliche mal wieder ins Gedächtnis rufen welchem traurigen Umstand die Gründung der BSS voran gieng, offensichtlich hat man das vergessen!!!
Zitat BSS:
“03.05.1969 Winnenden nahe Stuttgart:
Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wird Björn Steiger von einem Auto erfasst. Passanten alarmieren sofort nach dem Unglück Polizei und Rotes Kreuz. Trotzdem dauert es fast eine Stunde, bis der Krankenwagen eintrifft. Björn stirbt nicht an seinen Verletzungen, er stirbt am Schock.”
Darüber hinaus finde ich es eine Frechheit die finanzielle Absicherungsbemühungen der Stiftung als “moderne Wegelagerei” zu bezeichnen.
Herr Steiger bravo zu diesem Projekt, weiter so!!!
Link Stuttgarter Nachrichten:
http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.bjoern-steiger-stiftung-aerger-um-baby-notarztwagen.4a80c618-b0da-47c4-a562-0b5d5f1b92e0.html
Also ein quer zur Fahrtrichtung eingebauter Inkubator ist schonender für den Transport von Frühchen. Alles in allem ist das Fahrzeug nicht schlecht, was man jedoch kritisieren muss ist die Art und Weise, wie die BSS dieses Fahrzeug vorstellt und bewirbt. Seit ca. 2010 steht beim ASB in Kassel ein neuer Baby-NAW auch mit Luftfederung und einem Inkubator, der auch für den Flugbetrieb zugelassen ist. Der ASB betreibt seit 30 Jahren baby-NAW’s in Kassel.
Leider wurde aber von der BSS damit geworben, dass der in Kassel stationierte B-NWA veraltet, nicht verkehrssicher und patientenschädlich sei, und man doch der BSS spenden solle, damit sie einen neuen B-NAW anschaffen könne. Trotz mehrfacher Richtigstellung seitens des ASB (der B-NAW ist neu) wurde diese Taktik weiter verfolgt. Ich finde diese Vorgehen einfach nur beschämend, da eine eigentlich gute Sache mit schmutzigen Methoden beworben wird und den Menschen mit absichtlichen Falschaussagen das Geld aus der Tasche gelogen wird.(Ich entschuldige mich für die Wortwahl aber so wirkt es auf mich).
Weiter fehlen durch die Aussage, das Fzg. des ASB sei alt und schädlich für die Kinder, auch Spenden für den B-NAW des ASB, da es sich um ein Sonderfahrzeug handelt und dieses nicht von den Krankenkasses bezuschusst wird.
Link B-NAW ASB RV Kassel-Nordhessen:
http://www.asbkassel.de/leist/bnaw.htm
Dominic P.: Wo Du Recht hast – hast Du Recht! Aktuell ist der Dattelner Prototyp (das erste Serienfahrzeug?) out of order – wegen erheblicher Konstruktionsmängel des einzigartigen Fahrzeugsystems:
http://www.stimberg-zeitung.de/lokales/oer-erkenschwick/Baby-Notarztwagen-nicht-einsetzbar;art1006,790226
Aktuell – siehe Link von “Hagen” – treten nun Mängel zutage, die man bei derart hohen Entwicklungskosten und hohem Fahrzeugpreis wohl nicht erwartet hat.
Das Tragenfahrgestell ist zu hoch und – man staune – das seitliche Entladen macht Probleme. Genau diese Thematik wurde hier in den Kommentaren schon viel weiter oben genannt. Während grosse Krankenhäuser i.d.R. auch über eine grosse Krankenwagenanfahrt verfügen, so sieht das bei kleineren (Kreis-)Krankenhäusern sehr oft ganz anders aus. Die geben die Breite einfach nicht her und das bedeutet u.U., dass der Inkubator ausserhalb be- und entladen muss und der Weg ins Krankenhaus ist nicht selten mit schön gestaltetem Kopfsteinpflaster oder Randsteinen, Regenablaufrinnen etc. versehen. Der Vorteil des absolut schonenden Transports im Fahrzeug wird durch diese paar letzten “Holper-Meter” dann wieder zunichte gemacht.
Und es sind genau diese kleineren KH, die kritische Neugeborene nicht optimal versorgen können und für die diese Baby-NAW angeschafft werden um das Kind in eine spezialisierte Klinik zu bringen.
@sani0815: Interessantes Pseudo-Nym!
Ich zitiere hier mal einen nicht namentlich genannten Perinatalmediziner*: “Der sicherste Transport des Neugeborenen ist der Mutterleib”. Und weiter: “Deshalb brauchen wir keinen SchnickSchnack wie Baby-NAWs und so. Die Frauen müssen nur früh genug bei uns in die Klinik kommen. Kostet zudem auch viel weniger.” Gehört auf dem 11. DRK-Rettungskongress im März 2009 in Hannover.
* oder war’s doch ein leitender Ministerialer aus dem Hessischen Sozialministerium? Ich weiss es ncht mehr so genau. Ist ja auch schon ‘ne geraume Zeit her!
Auch die Verantwortlichen im Flensburger DIAKO warten schon sehnsüchtig auf “ihren” Baby-Notarztwagen – aller Finanzierungsschwierigkeiten zum Trotz:
vgl. http://www.shz.de/nachrichten/lokales/flensburger-tageblatt/artikeldetails/artikel/warten-auf-den-baby-notarztwagen.html vom 14.08.2012
Sommerlich-sonnige Grüße aus dem Südwesten
Auch in Chur/Kanton Graubünden/Schweiz wurde nun ein Baby-Notarztwagen der Öffentlichkeit vorgestellt, der dem Steiger’schen Konzept aus den 1970er Jahren folgt:
vgl. http://www.nzz.ch/aktuell/panorama/grosse-ambulanz-fuer-allerkleinste-1.17548564 vom 31.08.2012.
In Dienst gehen soll das Spezialfahrzeug Mitte September.
Und für alle Zweifler am Einbau des Tragentischs QUER zur Fahrtrichtung und MITTIG zwischen beiden Achsen sei die Lektüre des folgenden PDF empfohlen:
http://www.ksgr.ch/files/Aktuelle_Informationen/Medien/NDk4NA/Medienmitteilung_Praesentation_Baby_Notarztwagen_28_08_12.pdf vom 28.08.2012
In der Schweiz scheint es nämlich eine spezielle Norm für Baby-Transporte zu geben.
Abendliche Grüße aus dem Südwesten
In Sachen “Baby-NAW FELIX-3″ läuft es immer noch nicht ganz rund, wie man der Stuttgarter und der Ruhrpresse jüngst entnehmen musste:
http://www.dattelner-morgenpost.de/lokales/datteln/Neue-Panne-bei-Felix;art1008,828456 vom 03.09.2012,
http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/noch-einen-angenehmen-unfalltod-id7057827.html vom 04.09.2012
und http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.winnenden-duisburg-einen-angenehmen-unfalltod.ab7a37d4-1f68-4563-9e2b-8dcb060d30e4.html vom 06.09.2012
Auch überregional fand das Ganze bereits Aufmerksamkeit:
http://www.shortnews.de/id/981849/Nach-abgelehnter-Spende-wurde-Frau-ein-angenehmer-Unfalltod-gewunscht vom 04.09.2012
Bleibt nur zu hoffen, dass der seit Jahren erwartete Dattelner Baby-NAW in Bälde auch das erste Neugeborene transportieren wird. Ansonsten nimmt die dahinter steckende Idee unkalkulierbaren Schaden.
Ein spätsommerliches Wochenende wünscht aus dem Südwesten der Republik
Jörn
Auf der AKUT, die am 5. und 6. Oktober auf dem Bremer Messegelände stattfand, stellte die Steiger-Stiftung auch den für Vechta vorgesehenen FELIX-17 vor. Bleibt zu hoffen, dass es ihm besser ergehen wird als seinem Zwillingsbruder FELIX-3…
Herbstliche Grüße aus dem Südwesten
Im März ’12 wurde der neue BNAW der Weltöffentlichkeit präsentiert. Dann kamen die Pannen (heraus). Und wie sieht es heuer, ein Jahr später, damit aus, lieber Herr Steiger? Man hört ja gar nichts mehr von der Steigerstiftung und ihrem einzigartigen BNAW-System. Ist das Projekt beendet? Oder wird einfach nur keine all zu laute Werbetrommel mehr gerührt?
Die aktuelle Situation in Datteln kann man tagesaktuell in der Dattelner Morgenpost sehen:
Offensichtlich waren die notwendigen Nachbesserungen am System Felix nicht zur Zufriedenheit der Klinik durchzuführen, das Projekt scheint gescheitert.
Das Grundproblem bleibt: Ein Fahrzeug zum mehr als doppelten Preis im Vergleich zu anderen Lösungen. Nicht vorhandene Redundanz wegen mangelnder Kompatibilität des Inkubatorfahrgestelles zu “konventionellen Rettungsmitteln”. Wird Felix nie gewartet? Gibt es keine Fahrzeugausfälle?
Verbaute High-end-Technik als Selbstzweck? Die akkustische Überwachung sagt mir auf dem Transport, es sei zu laut, und dann? stehenbleiben, bis es leiser wird? Im Berufsverkehr ohne Sonderrechte weiterfahren? Diese Liste wäre deutlich verlängerbar. Nichts gegen Innovationen im Rettungsdienst, aber die Bodenhaftung sollte immer erhalten bleiben. Auch solche Sonderfahrzeuge sind Bestandteil eines Gesamtsystems und sollten damit kompatibel bleiben.
In einigen älteren Kommentaren scheint dann durch die BSS auch der Status des Rettungsfachpersonals definiert zu werden, leider konnte ich nicht entdecken, auf welcher Grundlage dies geschah. In unserem System werden Einsätze regelhaft mit einem Dreier-Team, bestehend aus RA, Neonatologen und Intensivpflegekraft abgewickelt und zwar sowohl die geburtshilflichen und neonatologischen Einsätze wie auch derRettungsdienstliche Notfall beim kleinen Kind. Dieses Team hat gerade durch den Mix aus unterschiedkichen Kernkompetenzen ein ordentliches Potential, und der RA ist alles andere als der “Fahrer”, sondern integrierter Bestandteil eines gut eingespielten Versorgungs- und Reanimationsteams.
Nebenbei: WIr haben einen Längseinbau – und sehen in zwanzig Jahren Erfahrung im Neugeborenennotarztdienst keinen Anhalt für eine gesteigerte Rate an Blutungen etc.
@Julius und @all: Funkstille beendet – jedoch vom anderen Gesprächspartner! Denn so sieht es momentan in und um Datteln aus:
(1) http://www.derwesten.de/staedte/unser-vest/felix-macht-nicht-gluecklich-id7710060.html
(2) http://www.dattelner-morgenpost.de/lokales/datteln/Felix-Erprobung-eingestellt-Kinderklinik-zieht-die-Reissleine;art1008,973063
(3) http://www.dattelner-morgenpost.de/lokales/datteln/Entscheidung-kann-heute-fallen-Ist-Felix-notfalltauglich;art1008,972177
Alle drei NEWS stammen vom gestrigen 11.03.2013.
Jetzt ist es also erst einmal um den “unglücklichen FELIX” geschehen!
Ob sein Anfang Oktober 2012 auf der AKUT in Bremen vorgestellter “Zwillingsbruder” in VECHTA indes (schon) fährt? Oder wurde er nur bereits an die dortigen Verantwortlichen übergeben? Who knows it really?
Frühmorgendliche* Grüße aus der Heimat des ersten bundesdeutschen Baby-Notarztwagens, freilich seinerzeit noch als “Baby-Mobil” bezeichnet
* Der frühe Vogel fängt den Wurm!
AKTUELLER NACHTRAG:
Wie ich erst vor wenigen Tagen – anlässlich eines Besuchs der Hauptfeuerwache der Berufsfeuerwehr Bochum – in Erfahrung bringen konnte, soll der ehemals in Datteln (Kreis Recklinghausen/NRW) stationierte, aber dort nicht zum Einsatz gekommene “FELIX-3″ demnächst von der Bochumer Feuerwehr versuchsweise als Baby-NAW eingesetzt werden.
Ob das “Baby-Notarztwagen-System der fünften Generation” dann auch eine neue FELIX-Nummer bekommt, war leider nicht zu eruieren…
ZUR ERINNERUNG:
Der Dattelner “Prototyp” (davon war vor der “Pleite” übrigens NIE die Rede, er sollte 59 baugleiche “Brüder” bekommen!) des neuen Steiger’schen Baby-NAW heißt BSS-intern “FELIX-3″., weil er nach dem Stuttgarter (1974) und dem Esslinger (1977) der dritte Baby-NAW war, den die BSS finanziert hatte.
Analogien zur CHRISTOPH-Kennung der Rettungshubschrauber sind wohl “weder rein zufällig noch nicht gewollt”.
Frühlingshafte (Yeah!) Grüße aus dem (Süd-)Westen
Sind die Liegendanfahrten in Bochum denn schon soviel breiter als in Datteln?
Erschreckend wäre es, wenn dieser Versuch positiv verläuft und man dann den Dattelner KollegenInnen vorwirft nicht mit dem Fahrzeug umgehen zu können…
Hoffentlich tut sich die BF Bochum auch “nachbarschaftlich” wirklich einen Gefallen…
Es grüßt us Kölle
Jupp Schmitz
@ Jörn, dann schick nochmal Frühling bis hier in die Domstadt… Derzeit nur Regen…
Ein Blick ins Archiv hätte auch genügt, lieber Jörn:
http://www.rettungsdienst.de/nachrichten/bochum-soll-baby-notarztwagen-bekommen-19780
Schon 2010 hatten Feuerwehr Bochum und Björn Steiger Stiftung eine Vereinbarung über einen neuen Babynotarztwagen getroffen. Und dank des Rückzugs der Dattelner kommt das Fahrzeug jetzt schneller als erhofft nach Bochum. Der Baby-Notarztwagen der Feuerwehr Gelsenkirchen muß dann nicht mehr so oft nach Bochum ausrücken..