Moderne Unfallmedizin rettet immer mehr Schwerverletzte


Berlin (DGU) – Nicht zuletzt Fortschritte in der Unfallmedizin haben zu einem kontinuierlichen Rückgang der Verkehrstoten und Schwerverletzten in den letzten Jahren geführt. Die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) wies im Zusammenhang mit der jetzt vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Unfallstatistik 2013 darauf hin, dass mit 3.339 Unfalltoten so wenig Todesfälle im Straßenverkehr wie noch nie registriert wurden.

Die DGU führt dies unter anderem auf die Einführung der Initiative „Trauma-Netzwerk“ zurück. Dadurch konnte die Sterblichkeit von Schwerverletzten, die die Kliniken lebend erreichen, in den letzten 20 Jahren von 20 Prozent auf annährend zehn Prozent gesenkt werden.

Ziel des Trauma-Netzwerks sei es, jedem Schwerverletzten in Deutschland rund um die Uhr an jedem Ort in Deutschland die bestmögliche Versorgung unter standardisierten Qualitätsmaßstäben zu ermöglichen, teilte die DGU mit. Dazu würden Unfallkliniken nach den im „Weißbuch Schwerverletztenversorgung“ vorgegebenen Versorgungs- und Qualitätsstandards überprüft.

Diese Unfallkliniken bzw. Traumazentren einer Region schließen sich zu einem regionalen Trauma-Netzwerk zusammen, das nach Qualitätsmanagementaspekten ganzheitlich zertifiziert wird. Dadurch entsteht ein dichtes Netz aus Behandlungszentren, die Forschung, Wissenschaft und Ausbildung bundesweit gemeinsam leisten, während sie gleichzeitig vor Ort jedem Unfallverletzten eine optimierte Behandlung anbieten, erläutert die Gesellschaft.

In einem Trauma-Netzwerk sind Rettungsdienste, Ärzte sowie kompetente Einrichtungen und Zentren zur Behandlung spezieller Verletzungsfolgen wie Schwerbrandverletzten-, Rückenmarksverletzten- und Replantationszentren eingebunden. Derzeit gibt es 45 zertifizierte Trauma-Netzwerke mit 602 geprüften Traumazentren.

(08.07.2014; Symbolfoto: Polizei)

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