Mit dem Raftingboot zum Eiseinsatz


Foto: DLRG/StadlerTruchtlaching (DLRG) – Am vergangenen Wochenende führten Ausbilder der DLRG Truchtlaching (Bayern) die jährlich vorgeschriebenen Sicherheitsschulungen für Einsatzkräfte durch und nutzten so die für Wasserretter ruhigere Jahreszeit. Die DLRG-Kräfte erhielten neben einer theoretischen Schulung aus ausgiebig Gelegenheit, ihr Können praktisch anzuwenden.

Weitere Themenschwerpunkte waren die allgemein gültigen Sicherheits- und Unfallverhütungsvorschriften während der Einsätze, im regulären Wachbetrieb sowie bei der Durchführung von Wartungs- und Reparaturarbeiten an den Fahrzeugen, Gebäuden und sonstigen Aktivitäten.

Nachdem es am ersten Tag vorwiegend um die theoretische Schulung ging, trafen sich am zweiten Tag die Einsatzkräfte zu einer Praxisschulung für Eisrettung. Hier wurden alle im Ortsverband Truchtlaching vorhandenen Rettungsmittel auf Herz und Nieren getestet. Eine brüchige und kaum tragfähige Eisfläche im Seebrucker Hafen bildete ein ideales Übungsterrain.

Nachdem sich alle Einsatzkräfte mit Trockentauchanzügen, Sicherungsgurten, Helmen und Sicherungsleinen ausgerüstet hatten, wurden mehrere Einsatzszenarien durchgespielt.
Die eingebrochenen Personen mussten mit oder ohne Einsatzgeräte gerettet werden. Anfangs arbeiteten sich die Eisretter – gesichert mit Rettungsleinen – auf dem Eis robbend zum Patienten vor. So konnte das Gewicht auf dem Eis verteilt werden und sich die Retter dem Opfer nähern.  Nachdem der Patient gesichert war, wurden die Personen mittels Sicherungsleinen von den am Ufer positionierten Rettungskräften in Sicherheit gezogen.

Für die nächste Übung mussten die Einsatzkräfte erst eine größere freie Wasserfläche überqueren, um zu einer Eisfläche am anderen Ufer zu kommen, in der das Opfer eingebrochen war. Hierzu kam das auf dem Anhänger mitgeführte Raftingboot zum Einsatz. Das besonders schnell einsetzbare Boot wurde mit drei Rettern besetzt, die über die Wasserfläche paddelten und nach kurzer Zeit die Eisfläche betreten konnten.

Nachdem sie sich zum Patienten vorgearbeitet hatten, konnte dieser ins Raftingboot gezogen werden. Während die Sicherungsmannschaft am Ufer das Boot zurückzogen, konnten die Einsatzkräfte im Boot bereits mit der Erstversorgung des Eingebrochenen beginnen.

Abschließend mussten die Einsatzkräfte eine kaum tragfähige Eisfläche überqueren, um zur eingebrochenen Person zu gelangen. Hierfür nutzen die DLRG-Kräfte eine Schleifkorbtrage, damit der Patient über das Eis sicher und schnell transportiert werden konnte. Nachdem sich die Retter mühsam vorgearbeitet hatten, konnte der Patient schnell in die mitgeführte Spezialtrage gelagert werden. Diese Trage ist mit Schwimmkörpern versehen, sodass sie im Wasser samt Patient schwimmt.

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