Messe und Kongress „Akut“ in Bremen


Bremen (HDG) – Was passiert, wenn die Polizei einen Zugriff auf einen gewaltbereiten Täter startet? Welche Probleme hat der Rettungsdienst, wenn ein Patient aus großer Höhe gerettet werden soll? Wie funktioniert die Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr, Hilfsorganisationen und Medizinern? Diese und viele andere Fragen werden bei der Veranstaltung „akut – Deutsches Forum für Notfallmedizin & Rettung“ beantwortet, die am kommenden Freitag und Samstag erstmals ihre Tore im Congress Centrum und in der Messe Bremen öffnet.

Neben einem wissenschaftlichen Fachkongress und einer Ausstellung laden zahlreiche Aktionen auf dem Freigelände vor den Messehallen die Öffentlichkeit kostenfrei zum Zuschauen und zum Kennenlernen der Rettungsteams ein.

„Wir freuen uns, mit der ‚akut’ eine Plattform geschaffen zu haben, bei der nicht nur Notfallmediziner und Rettungsteams verschiedener Organisationen zusammenkommen, sondern die auch die Bevölkerung einbezieht“, sagt Hans Peter Schneider, Geschäftsführer der Messe Bremen. „Denn es ist unserer Anliegen, den Menschen die Themen Rettung und Bevölkerungsschutz näherzubringen.“

Mit dem wissenschaftlichen Verein zur Förderung der präklinischen Notfallmedizin und Rettung
hat man einen starken und erfahrenen Partner an seiner Seite.

Und das Ergebnis kann sich sehen lassen: Das Aktionsprogramm auf der Bürgerweide bietet an beiden Veranstaltungstagen von morgens bis in den späten Nachmittag Vorführungen, Simulationen und eine Fahrzeugausstellung.

Gleichzeitig stehen beim wissenschaftlichen Fachkongress im Congress Centrum aktuelle und künftige Entwicklungen in Notfallmedizin und Rettung auf der Tagesordnung.

Und auch die Ausbildung spielt eine wichtige Rolle: In Halle 4 werden Workshops für Rettungsteams angeboten. Auf die Rettungssanitäter, Mediziner und Mitarbeiter von Polizei, Bundeswehr, Feuerwehr und Hilfsorganisationen, die nach Bremen kommen, um sich auszutauschen, gemeinsam zu trainieren und sich
weiterzubilden, wartet also ein umfangreiches Programm.

„Die Zusammenarbeit im Rettungsdienst und die Vorbereitung auf Ernstfälle ist heute wichtiger denn je“, davon ist Kongresspräsident Prof. Dr. Peter H. Tonner, Chefarzt am Klinikum Links der Weser, überzeugt. „Notfallmedizin ist heute nicht mehr als eine rein medizinische Aufgabe zu verstehen, sondern darüber hinaus als Herausforderung, die nur in Teams aus Spezialisten unterschiedlicher Fachrichtungen und Berufsgruppen bewältigt werden kann. Daher ist auch der Ansatz für den ‚akut’-Kongress breit, um Fortbildung und neueste Ergebnisse für alle an der Notfallmedizin und Rettung Beteiligten bieten zu können. Neue medizinische Erkenntnisse werden ebenso präsentiert wie die Zusammenarbeit von Ärzten, Feuerwehr, Polizei, Hilfsorganisationen und technischen Helfern. ‚akut’ setzt hier an, um die Qualität der Versorgung aller Patienten auf einem hohen Niveau zu sichern und
noch weiter zu steigern.“

Auch Karl-Heinz Knorr, Leitender Branddirektor der Feuerwehr Bremen, betont, wie wichtig es ist, auf den Ernstfall vorbereitet zu sein. Dabei helfen, so Knorr, der hohe Ausrüstungsstandard der Hilfsdienste in Deutschland, die im weltweiten Vergleich große Zahl der freiwilligen Helfer, aber auch eine gute Ausbildung und die Bereitschaft zur Zusammenarbeit.

„Technik, Ausbildung und Menschen, die helfen wollen, kommen erstmalig in Bremen zusammen, um sich auszutauschen und um Neuerungen zu besichtigen – das, was man neudeutsch ‚Best Practice’ nennt“, erklärt Knorr. „Mit dieser Veranstaltung gehen wir alle einen Schritt hin zum ‚Besser-Vorbereitet-Sein’ – im Idealfall gemeinsam.“

„akut“ findet am 29. und 30. August im Congress Centrum und in der Messe Bremen statt. Weitere Informationen gibt es unter www.akut-bremen.de

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