Mehr Sicherheit bei Großveranstaltungen


Düsseldorf (pm) – Das Innenministerium von Nordrhein-Westfalen hat am Donnerstag einen neuen Leitfaden veröffentlicht. Er richtet sich an die Kommunen und soll diese bei der Genehmigung von Großveranstaltungen unterstützen. Der Leitfaden ist eine Konsequenz aus der tödlichen Massenpanik bei der Loveparade in Duisburg im letzten Jahr.

Der neue Leitfaden berücksichtigt Erfahrungen, die sich bei der Planung, Genehmigung und Durchführung von großen Veranstaltungen bewährt haben. Er fordert eine enge Zusammenarbeit aller Beteiligten vom Veranstalter über die Stadtverwaltung bis hin zu Feuerwehr, Rettungsdiensten und Polizei. Alle Entscheidungen müssen schriftlich dokumentiert werden. Nach der Veranstaltung muss eine qualifizierte Nachbereitung stattfinden

Der Veranstalter muss laut des Leitfadens ein schlüssiges Sicherheitskonzept vorlegen, um eine Großveranstaltung im Freien mit erhöhtem Gefährdungspotenzial durchführen zu können. Dem Konzept müssen alle Sicherheitsbehörden, insbesondere die Polizei und Feuerwehr, ausdrücklich zustimmen. „Sonst findet die Veranstaltung nicht statt“, betonte Innenminister Ralf Jäger.

Der Leitfaden soll als Handlungsempfehlung für die Kommunen gelten. Er enthält ein Muster für ein Sicherheitskonzept. Dies benennt die baulichen, technischen und organisatorischen Maßnahmen, die zu einer sicheren Veranstaltung beitragen. Dazu gehören eine Gefährdungsanalyse, genügend breite Flucht- und Rettungswege, ein qualifizierter Sicherheitsdienst mit einer ausreichenden Zahl von Ordnern und Lautsprecher für Notfalldurchsagen. „Trotz alledem kann es eine absolute Sicherheit nicht geben“, stellte Jäger klar.

(15.07.2011)

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