Marathon-Wochenende für Wasserretter


Symbolfoto: DLRG e.V.Bremen (rd.de) – Die Wasserretter hatten am Wochenende viel zu tun. Bei sommerlichen Temperaturen zog es viele Menschen zur Abkühlung an Badeseen und Stränden.

In Bad Nauheim (Wetteraukreis) war ein Junge am Samstag (20.07.2013) im Nichtschwimmerbecken eines Freibads regungslos aufgefunden worden. Nach ersten Reanimationsversuchen wurde er in ein Gießener Krankenhaus gebracht. Die Ärzte dort mussten jedoch nach weiteren Reanimationsmaßnahmen den Tod des Kindes feststellen.
Am Sonntag (21.07.2013) war ein Mann plötzlich im Bibliser Riedsee (Kreis Bergstraße) untergegangen, als er von einer Sandbank aus zum Ufer zurück schwamm. Trotz des Einsatzes mehrerer Boote und Taucher von DLRG und Feuerwehr sowie eines Polizeihubschraubers konnte der 37-jährige Erntehelfer aus Polen nur tot aus dem Wasser geborgen werden.

Auch in Bremen sind am Sonntag zwei Menschen tot in Seen gefunden worden. Während ein Mann von einem Rettungsschwimmer im Grambker Sportparksee geborgen wurde, ertrank ein anderer Bremer in einem Teich in der Bremer Neustadt.

Aufmerksame Besucherin rettete Siebenjährige

Bereits am Freitrag (19.07.2013) erignete sich in einem Freibad in Uetze ein schweres Unglück. Eine Siebenjährige war rückwärts von einem Einmeter-Sprungturm ins 3,8 Meter tiefe Becken gesprungen. Sie kam allerdings mit dem Kinn auf dem Sprungbrett auf und tauchte im Wasser unter. Eine andere Besucherin erkannte die Situation und zog das Kind aus dem Wasser.

Der Schwimmmeister führte bis zum Eintreffen der Rettungskräfte Reanimationsmaßnahmen durch. Einsatzkräfte brachten sie mit dem Rettungshubschrauber „Christoph Niedersachsen“ in ein Krankenhaus. Laut Polizei sei sie auf dem Weg der Besserung, allerdings nicht außer Lebensgefahr.

Auch die Feuerwehr Norderney musste zu einem First-Responder-Einsatz am Strand ausrücken. Ein Schwimmer war in Not. Mit einem Geländewagen der Firma Promedica fuhren sie zur Einsatzstelle. Vor Ort zeigte sich: Der Mann erreichte bereits aus eigener Kraft das rettende Ufer.

Wie die Feuerwehr Köln mitteilte, stiegen aber auch die Einsatzzahlen an Land. So fielen am Sonntag 329 Rettungswagen-Einsätze an – 17 Prozent mehr Alarmierungen als üblich. Normalerweise rücken die Rettungswagen von ASB, DRK, JUH, Maltesern und Feuerwehr 280-mal aus. Bei 13 Notfällen waren Kinder beteiligt.

(Symbolfoto: DLRG e.V.)

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