Malteser ziehen positive Nato-Gipfel-Bilanz


Freiburg (MHD) – Mit einem Kontingent von knapp 200 ehrenamtlichen Einsatzkräften stellten die Malteser während des Nato-Gipfels in Kehl und Baden-Baden den Rettungs- und Sanitätsdienst sicher, für die Bundeskanzlerin ebenso wie für Polizisten und Demonstranten. Der Einsatz und insbesondere auch die Zusammenarbeit mit dem Badischen Roten Kreuz und der Johanniter Unfallhilfe sei ausgezeichnet verlaufen: „Vor allem in Anbetracht der kurzen Vorlaufzeit!“, berichtet Christoph Klausmann, Referent der Malteser für den Landeskatastrophenschutz in Freiburg.
Der Nato-Gipfel und die damit einhergehenden Demonstrationen erforderten nicht nur ein Großaufgebot an Polizei. Auch die „weißen“ Hilfsorganisationen mussten in einem gemeinsamen Kraftakt die sanitäts- und
rettungsdienstliche Versorgung für Tausende von Menschen in Kehl und Baden-Baden sicherstellen.

Zusammen standen vom Deutschen Roten Kreuz (DRK), dem Malteser Hilfsdienst und der Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH) über 1000 Helfer bereit. Allein vom Malteser Hilfsdienst aus den Diözesen Freiburg und
Rottenburg-Stuttgart waren knapp 200 ehrenamtliche Sanitäts- und Rettungskräfte im Einsatz, 50 weitere standen in Freiburg, Rottenburg, Kirchheim und Göppingen auf Abruf bereit.

Christoph Klausmann, Referent für den Landeskatastrophenschutz bei den Maltesern Freiburg, zeigt sich über den Ablauf des Einsatzes mehr als zufrieden: „Dank der großen Einsatzbereitschaft der vielen ehren- und hauptamtlichen Malteser in beiden Diözesen hatten wir keine Probleme, unser Kontingent zu
stemmen. Und das trotz der knappen Vorbereitungszeit, die uns zur Verfügung stand.“

Auch die Zusammenarbeit mit dem Badischen Roten Kreuz und der JUH sei wieder einmal überaus vertrauensvoll verlaufen. „Wie bei früheren Einsätzen hat auch in Baden-Baden und Kehl wieder gegolten: Jeder hilft dem anderen aus, wo er nur kann“, freut sich Klausmann.

Am Samstag wurden die Malteser mit einer Sonderaufgabe betraut: Mit drei Rettungswagen stellten sie in der Sicherheitszone in Kehl den Sanitätsdienst für die Polit-Prominenz sicher, unter anderem auch für Bundeskanzlerin Angela Merkel. Doch weder die Bundeskanzlerin noch Demonstranten oder Polizisten
benötigten an diesem Tag die Hilfe der Sanitäter.

„Die Demonstrationen auf der deutschen Seite sind insgesamt friedlich verlaufen, es gab hier keine Verletzten aufgrund von gewaltsamen Ausschreitungen. Über diese Nachricht haben wir uns natürlich am meisten gefreut“, so Klausmann.

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