Malteser übten Unwetter-Einsatz


Maxlrain (Malteser) – Die bayerischen Malteser führten diese Woche ihre größte Katastrophenschutzübung auf Schloss Maxlrein durch. Zwei Schulklassen sollten bei einem Ausflug von einem Tornado überrascht worden sein. 150 Helfer im Einsatz.

„Katastrophen kann man nie vorhersagen, aber man kann ihnen gut vorbereitet begegnen“, erklärt der Diözesangeschäftsführer der Malteser in der Erzdiözese München und Freising Christoph Friedrich. Aus diesem Grund führten die bayerischen Malteser am Montag, den 14. September, ihre größte Katastrophenschutzübung in Bayern auf Schloss Maxlrain durch. Mehr als 150 Helferinnen und Helfer aus allen bayerischen Diözesen, rund 50 Verletztendarsteller und über 50 Einsatzfahrzeuge waren im Einsatz, um ein Katastrophenszenario darzustellen.

Das Szenario sah vor, dass zwei Schulklassen einen Ausflug zum Schloss Maxlrain machten. Eine Unwetterwarnung zwang die Gruppen, in einem Festzelt Unterschlupf zu suchen. Der anfängliche Regen entwickelte sich zu einem handfesten Tornado, ein Teil des Zeltes stürzte ein, über 50 Personen wurden teils schwer verletzt, liefen in Panik umher oder suchten vermisste Angehörige. Das Szenario sah aus wie echt, waren die „Schüler“, die von der Malteser Jugend und dem Malteser Schulsanitätsdienst gespielt wurden, doch mit realistisch aussehenden Verletzungen geschminkt. Dass es noch stark regnete, machte die Szene noch realistischer.

Aber die Helferinnen und Helfer wussten, was zu tun ist. Kurz nachdem der erste Sanitäter den Schauplatz der Katastrophe begutachtet hatte, wird ein Großschadensfall ausgerufen. Es dauert wenige Minuten, bis über 150 Helferinnen und Helfer mit rund 50 Fahrzeugen vor Ort waren, um die Verletzten zu versorgen und Sanitätszelte aufzubauen.

„Das waren heute extrem schwere Bedingungen für alle“, erklärte Friedrich. „Die Verletzten waren dem Regen ausgesetzt und die Helfer hatten alle Hände voll zu tun, um die Situation unter Kontrolle zu bekommen und die Verunfallten zu versorgen“, so der Diözesangeschäftsführer. Die Situation war schwer zu erfassen. In und um das eingestürzte Zelt lagen verletzte Personen. Darüber hinaus liefen einige verletzte und verwirrte Personen ziellos im Wald umher. Aber auch hier folgte die Rettung sehr schnell. „Als den Helfern gewahr wurde, dass Personen fehlen, wurde die Rettungshundestaffel alarmiert“, erklärt Friedrich. Die feinen Spürnasen brauchten nicht lange, um die vermissten Personen zu finden. Nach nur einer Stunde war die Situation unter Kontrolle. Alle Verletzten waren versorgt und in aufgeheizte und trockene Zelte in Sicherheit gebracht.

Nach der Übung trafen sich alle Helferinnen und Helfer in der Reithalle von Schloss Maxlrain, wo der Präsident der Deutschen Assoziation des Souveränen Malteser Ritterordens und Gastgeber Dr. Erich Prinz von Lobkowicz, eine kurze Ansprache hielt und die Helferinnen und Helfer dann zum gemütlichen Teil des Abends einlud.

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