Malteser: Betreuungsdienst-Fachausbildung neu konzipiert


BetrHPilKöln (MHD) – Die Malteser in Nordrhein-Westfalen haben am vergangenen Wochenende (12./13.01.2013) ein Pilot-Seminar zur Betreuungsdienst-Fachausbildung erfolgreich abgeschlossen. Neun ehrenamtliche Führungskräfte aus den Malteser-Einsatzheinheiten in NRW hatten sich seit November 2012 in vier Seminarblöcken insgesamt 91 Unterrichtseinheiten gestellt, um das Curriculum der neu konzipierten Fachausbildung auf Herz und Nieren zu testen.

Als Partner der Malteser führte Hanns Roesberg vom Institut für Gefahrenabwehr GmbH (St. Augustin) dieses Seminar an der Akademie Schloss Raesfeld im westlichen Münsterland durch. Roesberg war auch maßgeblich bei der Erarbeitung des Curriculums beteiligt..

„Das war bereits ein erfolgreicher Einstieg“, so Monika Vonberg, Leiterin Ausbildung der Malteser in NRW. Jetzt gehe es darum, das Ausbildungskonzept und die Lehrinhalte zu verfeinern, um die Ausbildung in Zusammenarbeit mit den drei Malteser-Schulen in NRW offiziell starten zu können.

Die neu konzipierte Fachausbildung soll den immer komplexer werdenden Aufgaben in den Betreuungseinsätzen gerecht werden. Bislang mussten Einsatzkräfte in den Einsatzeinheiten der Malteser 16 Unterrichtseinheiten belegen, um in der Praxis eingesetzt werden zu können. „Wir messen mit dieser deutlichen Ausweitung der Ausbildung dem Thema ‚Betreuung Betroffener nach Unfällen, Unglücksfällen und Großschadensereignissen‘ einen sehr viel größeren Stellenwert bei als in der Vergangenheit“, unterstreicht Monika Vonberg.

Menschen, die von Einsatzkräften betreut werden müssen, werden nicht nur in einem geschützten Bereich aufgenommen, registriert, verpflegt und mit Gegenständen des täglichen Bedarfs versorgt, sondern auch ganzheitlich in ihrer oft schwierigen Situation unterstützt. „Das ist eben auch die notwendige Schnittstellenarbeit mit Notfallseelsorgern, Experten von der Krisenintervention und auch Pflegediensten“, weiß Hanns Roesberg. Die Planung und der Betrieb im Sinne der Betroffenen und mit dem Wissen des Möglichen sollen daher in dieser Fachausbildung im Mittelpunkt stehen“, unterstreicht Roesberg.

Nach Abschluss des Pilotseminars wäre ein weiterer logischer Schritt, so Monika Vonberg weiter, diese neue Betrachtung des Betreuungsdienstes in die Konzepte des Landes NRW zur Gefahrenabwehr einzubringen. Sie sei „sehr zuversichtlich“, dass dies gelänge.

(Foto: Malteser)

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