Lynn kam im Rettungswagen zur Welt


Freuen sich das alles gut geklappt hat, vlnr: Sebastian Pulka, Jan Meins, Christina Stender mit Lynn, Rüdiger Heitmann, Christina Gänßbauer (Foto: RVS Stomarn)Reinbek (pm) – Zunächst schien es ein Routine-Einsatz für die Besatzung des Rettungswagens 90/83/1 des Rettungsdienst-Verbund Stormarn zu werden: „Gynäkologischer Notfall“ stand auf dem Funkmeldeempfänger zu lesen. Rüdiger Heitmann und Christina Gänßbauer setzten sich unverzüglich in ihr Fahrzeug und machten sich auf dem Weg nach Wentorf.

Vor Ort trafen sie auf Christina Stender die hochschwanger und mit starken Wehen auf die Retter wartete. „Alles schien auf eine sofortige Entbindung hinauszulaufen.“ so Rettungsassistent Heitmann. Der erfahrene Helfer alarmiert vorsorglich den Notarzt zur Unterstützung.

Jan Meins der als Notarzt kurze Zeit später an der Einsatzstelle eintraf, entschied sich dann für einen schnellen Transport auf die Entbindungsstation des Krankenhauses Reinbek. „Eine Entbindung im Kreißsaal ist der Geburt zu Hause oder im Auto natürlich immer vorzuziehen. Auf der Entbindungsstation herrschen optimale Bedingungen um ein Kind auf die Welt zu holen. Außerdem kann das Personal dort bei Komplikationen sofort eingreifen. „ erläutert Dr. Meins seine Entscheidung.

Allerdings hatte das Rettungsteam die Rechnung ohne das Kind gemacht, die kleine Lynn hatte es nämlich dann doch sehr eilig das Licht der Welt zu erblicken. Kurz nach der Einfahrt in den Tunnel des Krankenhauses meldet sich Christina Stender zu Wort: „Ich glaube das Kind ist da!“ Und tatsächlich, der Blick unter die Decke verschafft Gewissheit. Auf der Trage lag der neue Erdenbürger. Dr. Meins:“Jetzt musste es schnell gehen. Die Kleine musste abgenabelt und versorgt werden. Der Kreißsaal war vorab schon informiert worden und eilte uns nun im Tunnel zu Hilfe. Die haben vorbildlich reagiert.“

Als die gesamte Truppe dann endlich im Kreißsaal ankam, konnte erleichtert vermeldet werden, das Lynn 51cm groß ist, 3340g wiegt, und rundum putzmunter und gesund ist. Erleichtert zeigt sich auch die Mutter Christina Stender:“Das war sehr spektakulär, vielen Dank an alle Helfer, die mich und meine Tochter versorgt haben.“

(Text und Foto: Christian Oehme, RVS)

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