Landeswettkämpfe der Johanniter stärken den Gemeinsinn


Otterndorf/Potsdam (rd.de) – Die Landeswettkämpfe der Johanniter in Erster Hilfe stehen dieses Jahr unter dem Zeichen des 60. Geburtstag der Johanniter Unfallhilfe. Da solche Wettkämpfe das Wir-Gefühl der Helfer stärken, freut sich auch die Politik über diese Form der Nachwuchssicherung im Ehrenamt.

Die Siegerehrung beim diesjährigen Johanniter-Landeswettkampf Niedersachsen/Bremen übernahm in diesem Jahr der niedersächsische Ministerpräsident David McAllister persönlich. „Allen, die sich schon in jungen Jahren als Ersthelfer oder im Schulsanitätsdienst zur Verfügung stellen, spreche ich im Namen der Landesregierung meinen besonderen Dank aus. Ihr Einsatz im Rettungsdienst und Katastrophenschutz ist ein großartiges Beispiel für gelebten Gemeinsinn. Er ist für unsere Gesellschaft unverzichtbar“, so der Schirmherr der Veranstaltung.

Durch den 60. Geburtstag Johanniter-Unfall-Hilfe e. V. wurde der alle zwei Jahre stattfindende Landeswettkampf zu einem besonderen Ereignis: An der „Olympiade des Rettens“ nahmen aus dem Landesverband Niedersachsen/Bremen genau 1.042 Teilnehmer teil. 55 Mannschaften ermittelten ihre Fertigkeiten in Theorie und Praxis. Rund 40 realitätsnah hergerichtete Verletztendarsteller simulierten verschiedene Unfallszenarien. Neben den Wettkampfklassen im Sanitäts- und Rettungsdienst sowie den Rettungshundestaffeln waren erstmalig auch Schulsanitätsdienste (SSD) als Teams mit dabei. Zum Jubiläums-Landeswettkampf freuten sich die Johanniter auch über die Teilnahme von Gastmannschaften aus dem Landesverband Nord sowie aus Russland und der Türkei und das Engagement eines Schiedsrichters der britischen Schwesterorganisation St. John Ambulance. Die Sieger der jeweiligen Wertungsgruppen haben sich für den nächsten Bundeswettkampf 2013 in Regensburg qualifiziert. In den vier Gruppen und bei den Rettungshunden machten vor allen Dingen die Teilnehmer des OV Wasserturm von sich reden, die drei Gruppenwertungen gewannen und auch bei den Rettungshunden erfolgreich waren.

In Potsdam lobte Innenstaatssekretär Rudolf Zeeb das ehrenamtliche Engagement der Johanniter in der Notfallhilfe und im Katastrophenschutz. „Die Arbeit der Johanniter ist ein ganz besonderer Beitrag zum gesellschaftlichen Leben“, sagte Zeeb zum Auftakt der Veranstaltung. Der Präsident der Johanniter-Unfall-Hilfe, Hans-Peter von Kirchbach, zeigte sich von der Professionalität der Teilnehmer, aber auch der realistischen Darstellung von Unfallszenarien stark beeindruckt.

Rund 300 Kinder, Jugendliche und Mitarbeiter der Johanniter-Unfall-Hilfe aus Brandenburg stellten beim 10. Landeswettkampf ihre Kenntnisse unter Beweis. 16 Mannschaften inklusive zwei Teams aus Polen traten in Potsdam gegeneinander an, um ihr Ausbildungsniveau und ihre Einsatzfähigkeit zu messen.

Bei den „Profi-Rettern“ siegte das Team aus dem Regionalverband Berlin. Bei den Sechs- bis Zwölfjährigen konnte sich der Regionalverband Südbrandenburg durchsetzen, während der Regionalverband Berlin auch der Kategorie der Zwölf- bis 16-Jährigen und in der Gruppe der über 16-Jährigen erfolgreich war.

 

Fotos:
Oben: Siegerehrung durch Ministerpräsident David McAllister (Foto: Johanniter/Jan Klaassen)
Mitte: Landeswettkampf 2012 in Potsdam (Foto: JUH Brandenburg)

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