Krankenkassen fordern transparente Abrechnung


Berlin (ots/rd.de) – Nachdem die Berliner Feuerwehr bekannt gab, dass Patienten des Rettungsdienstes künftig selbst eine Rechnung erhalten, beziehen die Krankenkassen Position: In Berlin fehle es an einer transparenten Gebührenstellung. Der Innensenat ist offenbar bislang nicht bereit gewesen, den Krankenkassen Prüf- und Beanstandungsrechte einzuräumen.

Seit Jahren fordern die Berliner Krankenkassen und Krankenkassenverbände von der Feuerwehr in der Hauptstadt eine transparente und sachgerechte Kalkulation der Gebühren. Dem sei die Feuerwehr bisher jedoch nicht nachgekommen. Daraus resultierende langwierige gerichtliche Auseinandersetzungen stellen jetzt das bürgerfreundliche und unbürokratische Abrechnungsverfahren bei Notfalleinsätzen der Feuerwehr in Frage.

Die gesetzlichen Krankenkassen und -verbände haben deshalb in einem gemeinsamen Schreiben am 22. Juni Innensenator Frank Henkel nochmals ein Gesprächsangebot unterbreitet und an ihn appelliert, dieses Abrechnungsprozedere gegenüber den Krankenkassen in Berlin beizubehalten. Dies kann allerdings nur damit verbunden sein, dass den Krankenkassen Prüf- und Beanstandungsrechte zustehen, wie sie ansonsten auch jedem Gebührenschuldner zukommen.

In ihrer gemeinsamen Presseerklärung weisen die Krankenkassen darauf hin, dass mehrere Angebote an die Senatsinnenverwaltung, eine Klärung der unterschiedlichen Auffassungen zur Prüfung der Gebührenhöhe zu schaffen, bisher unbeachtet blieben. Die Kassen sind nicht bereit, intransparente, nicht sachgerechte Gebührenfestsetzungen zu akzeptieren.

(26.06.2012)

3 Responses to “Krankenkassen fordern transparente Abrechnung”

  1. Jörn on Juni 26th, 2012 14:39

    Soll etwa die Berliner Feuerwehr diskreditiert werden, damit Platz wird für einen privatisierten Rettungsdienst in unserer Bundeshauptstadt? Falck würde sich die Finger lecken. Der Berliner Krankentransport ist ja bereits liberalisiert – zur großen Freude der Kostenträger…

    Liebe Leut‘, seid wachsam! ;-))

  2. Elli on Juli 2nd, 2012 17:07

    Traurig, wenn der Streit um ein Monopol der Feuerwehr auf dem Rücken der Bürger ausgetragen wird. Jeder Leistungserbringer im Gesundheitswesen muss sich gefallen lassen, dass die Rechnungen überprüft werden, warum sollte hier für die Berliner Feuerwehr eine Ausnahmeregelung gelten ? Warum hat die Feuerwehr Angst vor Transparenz bei der Rechnungsstellung – etwa etwas zu verbergen?

    Jörn hat Recht – Bürger seid wachsam!!!

  3. Jörn on Juli 3rd, 2012 11:04

    @Elli: So hat jedes Ding ZWEI Seiten. 🙂

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