Krankenhausangestellte demonstrieren in Berlin


Berlin (rd.de) – Über 60.000 Krankenhausangestellte demonstrieren heute in Berlin für eine adäquate Finanzausstattung der deutschen Krankenhäuser.

Der vom Bundeskabinett verabschiedete Entwurf für ein Krankenhausfinanzierungsgesetz legt die Rahmenbedingungen für eine tragfähige Finanzausstattung der Krankenhäuser ab 2009 fest. An erster Stelle stehen dabei gestiegene Personal- und Sachkosten und fehlendes Pflegepersonal. Zudem fehlt vielerorts Geld für dringend erforderliche Investitionen. Der Bund will hierzu 3 Milliarden Euro bereitstellen. Damit sollen in den kommenden drei Jahren 21.000 neue Stellen in der Pflege entstehen.

Zu wenig, findet die deutschen Krankenhausgesellschaft, damit seien noch nicht einmal die Tariflohnanpassungen zu finanzieren. Zudem konnten sich die Länder nicht auf die nötigen Mittel für die Modernisierung und Instandhaltung der Klinikgebäude einigen. „Die zum Teil massiven Sachkostensteigerungen – etwa im Energiesektor – bleiben vollständig ungedeckt“, wettert Holger Strehlau, Präsident der Hessischen Krankenhausgesellschaft. Die Gesamtfinanzierungslücke beläuft sich demnach auf 6,7 Milliarden Euro.

Auch das Förderprogramm zur Neueinstellung von Pflegekräften wird von vielen Kliniken nicht genutzt werden können. Die auf ca. 30 Prozent festgesetzte Eigenanteilfinanzierung können sie sich nicht leisten, heißt es bei der Deutschen Krankenhausgesellschaft. Nur rund 20 % der Kliniken schaffen ein ausgeglichenes Finanzergebnis, der Rest schreibt rote Zahlen.

One Response to “Krankenhausangestellte demonstrieren in Berlin”

  1. babusche-2008 on Oktober 6th, 2008 11:29

    Hallo,
    ich arbeite zur Zeit noch in einem Krankenhaus und wir haben einen neuen Verwaltungsdirektor bekommen. Vor Ihm war die Personaldecke schon gefährlich knapp, nun ist es nur noch grausam. Eine Kollege/in nach anderen steigen aus der Pflege aus. Pflege am Kunden / Patienten ist nicht mehr möglich .Die Bürokratie hierzu erschlägt uns und als Fachkraft muß ich dann auch noch so Gänge machen wie Pat. im Rolli ins Röntgen bringen, Bei uns ein Zeitaufwand von gut und gerne 10 min. In dieser Zeit kann man viel anderes machen wie Pat halb waschen und nicht nur im Intimbereich. Es ist nur noch traurig. Auch ich wende mich jetz t ab und gehe in die ambulante Pflege. Ich bin nicht mehr bereit Überlastungsanzeigen zu schreiben und dadurch eine ständige gefährliche Pflege durchzuführen. Mir reichts!!!!
    Gaby Mauermann

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