Kostenlose Nachhilfe: Online-EKG-Training


Wien (rd.de) – Das EKG ist ein wesentliches diagnostisches Hilfsmittel im Rettungsdienst. Rettungsassistenten, die mehr Sicherheit in der Interpretation von Auffälligkeiten gewinnen möchten, sei insofern der Besuch der Plattform www.ekg-training.at empfohlen. Hier dürfen die Besucher so lange Vermutungen zu Normabweichungen und möglichen Auslösern formulieren, bis die richtige Lösung gefunden ist.

Im EKG manifestieren sich sämtliche kardiologischen Veränderungen und Schädigungen des Herzens. Nicht nur im Hinblick auf die Frühdefibrillation müssen Rettungsassistenten heute mehr Auffälligkeiten einordnen können, als eine simple Sinustachykardie oder einen leicht zu erkennenden AV-Block. Der Erfolg von praxisbezogen aufbereiteten Lehrbüchern belegen den steigenden Bedarf für eine systematische Interpretation von Notfall-EKGs.

Das Thema ist für Rettungsassistenten und Medizinstudenten gleichermaßen von Interesse. Nun haben Mediziner aus Österreich das EKG-Training ins Internet verlegt. Das Team bereitet reale Fallbeispiele auf und präsentiert durchweg interessante sowie lehrreiche EKG-Beispiele. In allen Fällen handelt es sich um anonymisierte reale Notfälle aus dem prä- und intrahospitalen Bereich der Notfallmedizin, die bestens dokumentiert sind.

Auf der Seite www.ekg-training.at findet man die EKG-Bilder zusammen mit einer Beschreibung der Notfallsituation und der ersten Schilderung von Symptomen. Danach sind die Besucher an der Reihe, Vermutungen über das EKG-Bild und der möglichen Ursachen anzustellen. Die Diagnoseversuche werden durch das Team von EKG-Training moderiert. Wenn die Diskussion erst einmal in die richtige Richtung läuft, reicht die Redaktion erhellende klinische Untersuchungsergebnisse und Laborwerte nach, um die Diagnose weiter abzusichern.

Dass Medizinstudenten und Rettungskräfte mit noch nicht so weitreichenden Kenntnissen auch einmal auf einen Holzweg geraten dürfen, macht Mut, sich aktiv an den Diskussionen zu beteiligen und seine Kenntnisse innerhalb der Diskussion zu erweitern.

Unter den EKG-Bildern gibt es Standards wie zum Beispiel einen beeindruckenden AV-Block 3. Grades mit schnellem Kammerersatzrhythmus, aber auch Fälle, bei denen die meisten Rettungsassistenten vermutlich passen müssten: So zum Beispiel die Rhythmusstörung eines 28-Jährigen, der sich über wiederkehrendes Herzstolpern und Episoden beschleunigter Herztätigkeit beklagt. Diffus verteilte ST-Hebungen lassen einen ersten Verdacht auf eine Myokarditis aufkeimen. Ein Verdacht, der sich über die Angabe, dass der Patient seit einigen Tagen Fieber hat, und nach Auswertung der Laborwerte bestätigt.

Man muss den Machern von www.ekg-training.at nicht nur ein Kompliment für das spannende Konzept machen, sondern sich auch für die Mühe bedanken, die Diskussionen fachlich zu begleiten.

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