Komba: konsequente Verfolgung von Übergriffen


Köln (openPR) – Nach dem tödlichen Übergriff auf eine Mitarbeiterin im Jobcenter Neuss (NRW) Anfang Oktober 2012 fordert die Gewerkschaft „Komba“ eine konsequente Verfolgung von Attacken gegen Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes. Ausdrücklich weist die Komba dabei auf die wachsende Zahl von Übergriffen auf Rettungsfachkräfte hin.

In einer Pressemitteilung der Komba Nordrhein-Westfalen wird unter anderem darauf hingewiesen, dass bei der wachsenden Zahl von Übergriffen im Rettungsdienst meist Alkohol im Spiel sei.

„Neben Beleidigungen und Handgreiflichkeiten sind auch Waffen keine Seltenheit mehr: Pistolen, Messer oder Schlagwaffen. Bestimmte Einsatzgebiete werden ohnehin nur noch mit Vorsicht und unter Begleitschutz der Polizei angefahren“, zitiert die Komba eines ihrer Mitglieder aus dem Rettungsdienst. Viele Kollegen würden sich zusätzlich mit Reizgasspray ausrüsten und lieber ein Disziplinarverfahren in Kauf nehmen, als die Gesundheit aufs Spiel zu setzen. Angebote an Deeskalations- und Selbstverteidigungstrainings würden auch in diesen Einrichtungen von vielen Beschäftigten notwendigerweise genutzt.

„Ob Jobcenter, Nahverkehr oder Rettungsdienst – Schutz und Sicherheit am Arbeitsplatz darf nicht auf den Schultern der Kolleginnen und Kollegen ausgetragen werden“, schreibt die Komba. In anderen Ländern Europas sei man bereits so weit, mit Null-Toleranz-Politik auf Angriffe gegenüber Beschäftigten zu reagieren. In Deutschland fehlten entsprechende Daten und Fakten dazu.

„Um die Dimensionen überhaupt begreifen und angebracht reagieren zu können, müssen diese dringend erhoben werden“, fordert die Komba. Grundsätzlich sollten verbale sowie körperliche Angriffe konsequent verfolgt werden und jede Tat zur Anzeige gebracht werden.

(Foto: Paul-Georg Meister/pixelio.de)

4 Responses to “Komba: konsequente Verfolgung von Übergriffen”

  1. Barbara Lukaschewsky on November 6th, 2012 11:25

    Ja ,ja und nochmal ja !

  2. Thomas on November 7th, 2012 02:48

    Nach der Personalienaufnahme werden Straftäter von der Polizei umgehend wieder auf freien Fuß gesetzt. Kölns Polizei und Staansanwaltschaft sind ein Traum für jeden, der eine Straftat begehen will. Anzeigen wegen Gewaltübergriffen auf Rettungskräfte werden mangels öffentlichen Interesses in aller Regel fallen gelassen. Aber selbst wenn es mal zu einer Verhandlung kommen sollte: Kölns Strafrichter sind ja für den Schmusekurs bekannt. Ein erhobener Zeigefinger, ein “dududu … aber nicht nochmal machen” … und raus geht’s, um das nächste Opfer zusammenzuschlagen.
    Ob Rettungsdienst oder “Normalbürger” – in Köln ist niemand geschützt.

  3. Kharma on November 20th, 2012 03:47

    Und da sind sie wieder: Die ganzen Law-and-Order-Freaks -.-

  4. doggi on November 20th, 2012 10:26

    Kharma……ja sind sie und das ist auch gut so ! Bist du schon mal bei einem sog. “Routineeinsatz” tätlich angegriffen worden und hast danach selber im KH liegen dürfen ?

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