KIopfzeichen als Notruf: Patientin besucht Einsatzleitstelle


Taube, Stadt Dortmund)Dortmund (Pressestelle-ML) – Am 26. März 2008 gegen 9:00 Uhr hatte Disponent Dirk Bollenberg eine stumme Notrufleitung angenommen. Er schaltete sofort, vereinbarte Klopfzeichen und rettete damit wahrscheinlich das Leben einer 32-jährigen Frau. Kaum genesen besuchte Sie nun die Feuerwehrleitstelle, um sich zu bedanken.

Das Notruftelefon klingelt in der Einsatzleitstelle der Feuerwehr Dortmund. Dirk Bollenberg, der diensthabende Leitstellendisponent, nimmt das Gespräch unverzüglich an. Am anderen Ende der Leitung meldet sich jedoch niemand. Nach kurzer Zeit legt der Anrufer auch wieder auf. Intuitiv kommt dem Beamten in der Einsatzleitstelle die Sache jedoch komisch vor. Da bei allen Anrufern immer auch die Telefonnummer im Einsatzleitrechner angezeigt wird, ruft er kurzerhand zurück. Es geht jemand ans Telefon, sagt aber wieder nichts. Dirk Bollenberg hat eine Ahnung, ist sich aber noch nicht ganz sicher… Jetzt ist seine Erfahrung als Leitstellendisponent gefragt: „Ich weiß, dass Sie mich hören können. Wenn Sie nicht sprechen können, klopfen Sie einmal auf Ihren Telefonhörer!“ Sofort hört er ein Klopfen in der Leitung. „Wenn Sie Hilfe brauchen, klopfen Sie noch ein Mal auf Ihren Telefonhörer!“ Er hört wieder ein Klopfen.

Im Hintergrund steht sein Kollege bereits mit der Deutschen Telekom in Verbindung. Über die Telefonnummer wird eine Anrufrückverfolgung gemacht, um die Adresse des Anrufers zu ermitteln. Als die Adresse feststeht nennt Herr Bollenberg diese dem Anrufer. „Wenn wir an diese Adresse Hilfe schicken sollen, klopfen Sie ein Mal auf Ihren Telefonhörer.“ Wieder hört er ein Klopfen. Damit ist er sicher, dass er auch die richtige Adresse des Anrufers hat.

Da er noch nicht weiß, welche Art der Hilfe der Anrufer benötigt, schickt er neben einem Rettungswagen und einem Notarzt auch noch ein Löschfahrzeug zum Einsatzort. Vor Ort stellen die Rettungskräfte fest, dass eine 32-jährige Frau in ihrer Wohnung einen Schlaganfall erlitten hatte. Aus diesem Grunde konnte sie auch nicht mehr sprechen. Der Rettungsdienst versorgt die Patientin vor Ort und bringt sie in ein nahegelegenes Krankenhaus.

Heute, vier Monate später, geht es der Patientin von damals schon wieder den Umständen entsprechend gut. Sie befindet sich weiter auf dem Weg der Besserung. Auf ihren Wunsch traf sie sich heute mit ihren Lebensrettern von damals. Denn nur durch das engagierte und intelligente Handeln der beiden Leitstellendisponenten konnte ihr damals so rasch und effektiv geholfen werden. Gerade bei Erkrankungen wie einem Schlaganfall ist jede Sekunde, die man als Patient früher im Krankenhaus eintrifft, wertvoll für die Genesungs-Chancen.

(Foto: Taube, Stadt Dortmund)

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