Johanniter-Akademie engagiert sich in China


Chinesische Teilnehmer mit deutschen Dozenten (Foto: JUH)Peking (JUH) – Die seit zwei Jahren bestehende Kooperation zwischen der Johanniter-Akademie und dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) wurde nun auch international intensiviert. Deutsche Modelle zur Bewältigung von Katastrophen, werden an chinesische Bedürfnisse angepasst.

Das BBK führte im Februar 2011 am chinesischen „National Institute for Emergency Management (NIEM)“ in Peking ein sechstägiges Seminar für 20 chinesische Dozenten durch. Im Rahmen des seit 2009 laufenden Projektes „Disaster Risk Management“ (Katastrophen- und Risikomanagement) in der Volksrepublik China war dieses Seminar das vierte mit den chinesischen Dozenten, die ab Mitte dieses Jahres selbstständig Ausbildungen im Krisenmanagement durchführen sollen. Die Dozenten und Hochschulprofessoren kommen von der Chinese Academy of Governance (CAG) aus Peking sowie von verschiedenen Provinzverwaltungs­schulen. Ziel des Projektes ist es, deutsche Krisenmanagementmodelle und deren Ausbildung für chinesische Bedürfnisse weiterzuentwickeln.

Von Seiten der Johanniter unterstützte Lars Menzel, Leiter des Bildungsinstitutes Mitteldeutschland, als pädagogischer Experte für Train-the-Trainer-Konzeptionen die Delegation. Von der Akademie für Krisenmanagement, Notfallplanung und Zivilschutz (AKNZ) waren Christoph Schmidt-Taube und Frank Ehl als Dozenten mit an Bord. Nachdem im letzten Seminar der Schwerpunkt der Ausbildung bei der Vorbereitung, Durchführung und Evaluation von Planbesprechungen lag, konnte dieses Mal der Fokus auf Stabsübungen gelegt werden. Daneben wurden intensiv die erforderlichen Qualifikationen der chinesischen Dozenten erörtert sowie das Bewusstsein der Multiplikatoren für die Festlegung von Lernzielen geschärft.

Über die erfolgreiche Zusammenarbeit freut sich Ralf Sick, Leiter der Johanniter-Akademie, zusammen mit Lars Menzel. Beide blicken erwartungsvoll in Zukunft des Projektes, auch wenn beide den asiatischen Raum als neuen Wirkungskreis der Johanniter-Akademie vorerst ausschließen.

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