Intraossäre Zugänge: erste Umfrageergebnisse


Bremen (rd.de) – Welche Erfahrungen haben Sie als Rettungsassistent mit der Verwendung von intraossären Zugängen (i.o.) in Ihrem Rettungsdienstbereich gemacht? Diese Frage stellten wir Ihnen vor einigen Wochen an dieser Stelle und luden Sie ein, an unserer aktuellen Online-Umfrage teilzunehmen. Jetzt liegen die ersten Ergebnisse vor.

Seit 2005 sollte die Anwendung von i.o.-Zugängen auch bei erwachsenen Notfallpatienten deutlich mehr Beachtung finden. Zumindest empfehlen dies die international anerkannten Guidelines. Um festzustellen, wie diese Leitlinie in der Praxis umgesetzt wird, führt www.rettungsdienst.de derzeit auf eine Online-Umfrage zu diesem Thema durch.

Bisher haben sich bereits 159 Kolleginnen und Kollegen an der Umfrage beteiligt. Ihre Angaben sind sehr interessant und lassen schon Tendenzen erkennen. So antworteten 64,8 Prozent auf die Frage, ob sie intraossäre Zugänge im Rahmen der erweiterten Versorgungsmaßnahmen anwenden dürfen, mit „Ja“. 67,3 Prozent der Teilnehmer dürfen einen intraossären Zugang im Rahmen einer kardiopulmonalen Reanimation anwenden. Als häufigster Punktionsort wird die proximale Tibia angegeben. Über 30 Prozent ist es zudem gestattet, den proximalen Humerus als Punktionsort zu nutzen.

Bis Ende November 2011 haben Sie noch Gelegenheit, sich an der Umfrage zu beteiligen. Bitte berücksichtigen Sie, dass wir leider weder Notärzte noch Mitarbeiter ausländischer Rettungsdienste berücksichtigen können. Deren Angaben würden das Bild verfälschen. Die abschließenden Ergebnisse werden als Fachartikel im Rettungs-Magazin veröffentlicht.

Foto: Markus Brändli

Möchten Sie einen Kommentar schreiben?