Intensivtraining zur patientengerechten Rettung


THW trainierte patientengerechte Rettung (Foto: THW Straubing)Straubing (THW) – Neue Wege bei der Ausbildung beschreitet der Ortsverband des Technischen Hilfswerks in Straubing. Helfer des Technischen Zuges werden in einem „Intensivtraining“ auf die neuen Anforderungen der patientengerechten Rettung vorbereitet.

Schritt für Schritt werden dabei immer wieder die Abläufe der technischen und patientengerechten Rettung und der damit verbundene Einsatz der Spezial-Technik des THW Straubing geübt. Von Termin zu Termin wird dabei das Training intensiver und anspruchsvoller.

In diesem Jahr haben die Führungskräfte des Technischen Zuges des THW Straubing ein sehr intensives Trainingsprogramm für Ihre Helfer zusammengestellt. Interne und externe Ausbilder werden dabei speziell im ersten Halbjahr mit den Straubinger Helfern die technische und patientengerechte Rettung, den Einsatz von besonderen Rettungsmitteln und den Einsatz der Sondergeräte im THW Straubing trainieren. Geplant ist auch die Zusammenarbeit mit anderen Hilfsorganisationen und THW-Nachbarortsverbänden abzustimmen.

Den Auftakt zu diesen Ausbildungswochen bildeten bereits die ersten Dienste der Bergungsgruppen im Januar. Schwerpunkt war dabei der Umgang mit den altbewährten Rettungsmitteln, wie Schleifkorb und Rollglissgerät und der Transport von Verletzten. Auch der richtige Einsatz der Auffanggurte im Höheneinsatz wurde geschult. Trainiert wurden auch immer wieder besondere Rettungsmethoden wie z.B. der Leiterhebel oder der Einsatz des modernen Kranfahrzeuges bei der Rettung aus Höhen und Tiefen.

Am letzten Samstag wurde das Training noch komplexer. Franz Xaver Leistner und Thomas Diem von der BRK-Bereitschaft Straubing schulten die Straubinger THW-Helfer im Umgang mit modernen Rettungsmitteln. Die Helfer erlernten dabei den richtigen Umgang mit dem standardmäßig verwendeten „Stifnek’s“, „KED-Systemen“ und dem „Spineboard“.

Moderne Rettungsmittel in der Ausstattung

„Notwendig wurde dieses Sondertraining, da seit Ende letzten Jahres diese modernen Rettungsmittel auch zur Standard-Ausstattung der Bergungsgruppen des THW Straubing gehören“, so Manfred Rüth, Ortsbeauftragter des THW in Straubing. Unterstützung dabei fanden die Verantwortlichen des THW beim Bereitschaftsführer der BRK-Bereitschaft Straubing, Franz Xaver Leistner, der sofort zusagte, diese Ausbildung zusammen mit weiteren Bereitschaftsmitgliedern beim THW durchzuführen. Und so stand der vergangene Samstag ganz im Zeichen der Ausbildung mit der neuen Ausstattung.

Besonders der Einsatz des sogenannten KED-Systems und des Spineboards wurden immer wieder trainiert. In verschiedensten Fallbeispielen, die von einzelnen Teams abgearbeitet werden mussten, wurde das Wissen und der richtige Umgang mit KED und Spineboard vertieft. Den Abschluss bildete eine Rettungsübung, die jede Bergungsgruppe einmal durchlaufen musste.

Rettungsübung als Abschluss

Angenommen wurde der Verkehrsunfall eines Lastwagens. „Ein Szenario, dass unsere Helfer aus den vielen Autobahnunfällen kennen“, so Zugführer Hans-Peter Schmelber, der die gesamte Ausbildung begleitete. Die Helfer hatten die Aufgabe den LKW-Fahrer aus dem Führerhaus zu retten, was sich aufgrund seiner angenommenen Wirbelsäulenverletzung als nicht ganz einfach herausstellte.

Nachdem die Helfer die Erstversorgung des Verletzten übernommen und die LKW-Rettungsplattform aufgebaut hatten, mussten sie zusammen mit dem Rettungsdienst den Fahrer schonend aus dem Führerhaus retten. Stabilisiert mit Stifnek und KED-System wurde der Fahrer von den THW-Helfern zusätzlich auf dem Spineboard fixiert, wirbelsäulenschonend aus dem LKW gerettet und an den Rettungsdienst übergeben.

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