IKR feierte zehnjähriges Bestehen


Foto: Schmitz-EggenBerlin (rd.de) – In Berlin gab es gestern etwas zu feiern: Die Interessengemeinschaft der Hersteller von Kranken- und Rettungsfahrzeugen – kurz IKR genannt – feierte ihr zehnjähriges Bestehen. Aus diesem Anlass waren Vertreter aus Wirtschaft, Verwaltung und Politik in die hessische Landesvertretung zu einem Festakt geladen.

Auf den Tag genau zehn Jahre war es am gestrigen Montag her, dass sich die Firmenvertreter der führenden deutschen Fahrzeug- und Ausbauhersteller zusammenschlossen und den IKR gründeten. Damals wie gestern war Berlin der Ort des Geschehens. So lag es nahe, hierhin zurückzukehren und in Sichtweite des Reichstags einen Rück- und Ausblick zu wagen.

IKR-Vorsitzender Manfred Hommel begrüßte die Gäste und erinnerte an die Ausgangssituation. Bis in die 90er Jahre hinein hätte es demnach in Deutschland für die im Rettungswesen tätigen Unternehmen keine Lobbyarbeit gegeben. Das Selbstbewusstsein der Branche sei dementsprechend unterentwickelt gewesen, so Hommel. Einen zentralen Marktplatz, auf dem sich die Firmen hätten präsentieren können, gab es nicht. Stattdessen, erinnerte sich Manfred Hommel, habe ein „Messeunwesen“ geherrscht.

Mit Gründung der Interessengemeinschaft der Hersteller von Kranken- und Rettungsfahrzeugen habe sich all dies geändert. Die RETTmobil wurde konzipiert und findet seitdem jährlich in Fulda statt. Sie ist zu einer der führenden Veranstaltungen ihrer Art in Europa geworden. Parallel wuchs das Selbstbewusstsein der Firmen, die heute sowohl politisch als auch wirtschaftlich stärker als damals in Erscheinung treten. Ein Jahresumsatz der Branche von rund einer halben Milliarde Euro und mehrere tausend Mitarbeiter unterstrichen nach Hommels Worten die gewachsene Bedeutung.

Als so genannten „Keyspeaker“ hatte die IKR Dr. Alois Riehl, ehemals hessischer Wirtschaftsminister, eingeladen. Dr. Riehl brach eine Lanze für den Mittelstand, was angesichts der mittelständischen IKR-Struktur bei den Gästen sehr gut ankam. Mittelständische Unternehmen seien das Herz der deutschen Wirtschaft. Im Gegensatz zu Großunternehmen könnten sie schnell und flexibel auf Bedürfnisse des Marktes eingehen und so die aktuelle Wirtschaftskrise für sich nutzen. Die Unternehmen der Rettungsbranche seien hier ein sehr gutes Beispiel.

Einen der wichtigsten IKR-Partner vertrat Hans-Peter Kröger, amtierender Präsident des Deutschen Feuerwehr-Verbandes (DFV). Zusammen mit seinen Amtsvorgängern, Gerald Schäuble und Hinrich Struve, wohnte er der Feierstunde bei. Kröger gratulierte dem IKR zu seiner Entwicklung und erinnerte sich an gemeinsame Erfolge. Unter anderem ging er dabei auf die FIREmobil ein, die im Jahre 2004 parallel zur RETTmobil veranstaltet wurde und eine Lücke zwischen den Interschutz-Messen füllte. Noch lebhaft in Erinnerung sei ihm auch der 5. Feuerwehr-Verbandstag, der im Jahre 2008 zeitgleich mit der RETTmobil stattfand. Damals kam unter anderem Bundesinnenminister Schäuble nach Fulda, um sowohl den Verbandstag als auch die Messe zu besuchen.

Möchten Sie einen Kommentar schreiben?