Hohes Rekrutierungspotenzial beim Ehrenamt


Das Ehrenamt im Bereich Rettungsdienst und Katastrophenschutz ist männlich geprägt. (Foto: Gongolsky)Eschborn (ots) – Mit rund 63 Prozent hält die Mehrheit der in Deutschland Beschäftigten ehrenamtliche Arbeit für wichtig. Von allen befragten Arbeitnehmern gehen aber nur 27 Prozent tatsächlich einer ehrenamtlichen Tätigkeit neben ihrem Beruf nach.

Laut dem aktuellen Randstad Arbeitsbarometer, einer von Deutschlands führendem Personaldienstleister durchgeführten Umfrage, üben Männer (30 Prozent) etwas häufiger als Frauen (23 Prozent) eine ehrenamtliche Tätigkeit aus. Dabei zeigte sich, dass je höher der Bildungsabschluss ist, desto größer das ehrenamtliche Engagement ist .

Wer ein Ehrenamt bekleidet, tut dies häufig schon seit vielen Jahren. Während 38 Prozent der befragten Arbeitnehmer seit mehr als zehn Jahren ehrenamtlich arbeiten, haben elf Prozent der Beschäftigten erst im vergangenen Jahr ein Ehrenamt aufgenommen. Zwölf Prozent der Arbeitnehmer planen, sich in Zukunft ehrenamtlich zu engagieren.

Männer dominieren Feuerwehr und Rettungsdienst

Im Geschlechtervergleich sind Männer deutlich häufiger bei der Freiwilligen Feuerwehr (11 vs. 2 Prozent) oder der so genannten Unfall- und Katastrophenhilfe (13 vs. 2 Prozent) anzutreffen.

(Grafik: Randstad Deutschland)

Frauen dagegen engagieren sich außer in Vereinen und in der Kinder- sowie Jugendarbeit im Natur- und Tierschutz (16 vs. 11 Prozent) und der Alten- und Behindertenpflege (11 vs. 4 Prozent).

„Knapp 90 Prozent der Beschäftigten sind der Meinung, dass Ehrenämter stärker gefördert werden müssen, und diejenigen, die ein Ehrenamt ausüben, mehr Unterstützung bekommen, auch in finanzieller Hinsicht“, sagt Petra Timm, Randstad Unternehmenssprecherin.

Die dargestellten Ergebnisse stammen aus einer aktuellen Umfrage im Rahmen des regelmäßig durchgeführten Randstad Arbeitsbarometers. Befragt wurden 827 in Deutschland beschäftigte Personen aus unterschiedlichen Branchen, die über 18 Jahre alt sind, mindestens 24 Stunden pro Woche bezahlter Arbeit nachgehen und nicht selbständig sind.

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