Höhenretter medizinisch ausbilden


Foto: RüfferOldenburg (rd.de) – Vertreter von 22 Höhenrettungsgruppen aus Nordwestdeutschland und Niedersachsen trafen sich am Samstag in Oldenburg, um über aktuelle Themen rund um die spezielle Rettung aus Höhen und Tiefen (SRHT) zu diskutieren. Ein zentraler Punkt der Tagung bildete die Forderung, Höhenretter verstärkt notfallmedizinisch auszubilden.

Zum ersten Mal trafen sich die SRHT-Kräfte in diesem Rahmen. Entsprechend umfangreich war die Tagesordnung. Neben den Aspekten „Umgang mit Patienten“, „Einsätze“ sowie „Ausbildung“ wurde auch ausführlich über eine wissenschaftliche Untersuchung von Sophie Ruhrmann (Uni Gießen) diskutiert. Frau Ruhrmann hatte 163 Einsätze von SRHT-Einheiten aus dem gesamten Bundesgebiet ausgewertet und stellte in Oldenburg ihre Untersuchungsergebnisse den Tagungsteilnehmern vor. Eine wesentliche Erkenntnis der Studie ist, dass Höhenretter primär im Rahmen von Suizidversuchen sowie Traumata zum Einsatz kommen. Insofern sollte sich die Aus- und Fortbildung der Spezialkräfte vor allem im medizinischen Bereich und hier besonders auf die Versorgung dieser Patientengruppen konzentrieren.

Insgesamt zogen die Veranstalter (Johanniter, Feuerwehrschule Loy und Berufsfeuerwehr Oldenburg) eine positive Bilanz der Tagung. Der Erfolg und Fortbestand der einzelnen SRHT-Gruppen hänge wesentlich von der Unterstützung vor Ort ab, erklärten Jürgen Weihrauch (Leiter der JUH-Höhenrettungsgruppe Oldenburg) und Peter Zänker (Leiter SRHT BF Oldenburg). Darüber hinaus würde der Austausch mit Kollegen zur Motivation beitragen, sodass eine Wiederholung dieser Tagung geplant sei.

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