Hochwasser: Radfahrerin aus den Fluten gerettet


Heidelberg/Hannover/Stuttgart (rd.de) – Die aktuelle Hochwasserlage in Teilen Deutschlands fordert die Kräfte des Wasserrettungsdienstes seit Tagen. Immer wieder mussten die Helfer ausrücken, um Menschen aus den Fluten zu retten. Nicht immer verliefen die Einsätze erfolgreich.

Die DLRG meldet, dass sie am späten Sonntagabend (02.06.2013) bei Heidelberg (Baden-Württemberg) eine Person im Neckar gesucht hätte. Der oder die Gesuchte war vermutlich vom Hochwasser mitgerissen worden.

Gegen 22:00 Uhr hätten verschiedene Passanten einen im Wasser treibenden Körper im Bereich Heidelberg-Wieblingen gesichtet. Die DLRG-Gruppen aus Heidelberg und Neckargemünd sowie die Berufsfeuerwehr Heidelberg wurden alarmiert. Später kamen noch weitere DLRG-Gruppen aus Mannheim, Ladenburg, Hemsbach, Heddesheim und Weinheim sowie die Tauchergruppe der Berufsfeuerwehr Mannheim und die Freiwilligen Feuerwehren aus Ilvesheim, Dossenheim, Ladenburg und Edingen-Neckarhausen hinzu.

Mehr als 100 Helfer waren an der nächtlichen Suche beteiligt. Unter anderem wurde aus der Luft mit einer Wärmebildkamera nach der angeblich mit einem Fahrradhelm bekleideten Person gesucht. Kurz vor 01:00 Uhr musste die Suche erfolglos eingestellt werden.

Von der Leine mitgerissen

In Hannover war bereits am vergangenen Donnerstag (30.05.2013) eine Radfahrerin von den Fluten der Leine erfasst und mitgerissen worden.

Die Frau hatte trotz einer hochwasserbedingten Sperrung der L 395 versucht, zwischen Hannover-Stöcken und Letter die Straße zu passieren. Sie stürzte dabei zweimal. Nach dem zweiten Fall wurde sie von den Fluten mitgerissen. Ein aufmerksamer Passant beobachtet das Geschehen und alarmierte sowohl die Feuerwehr als auch die Polizei. Einsatzkräften der Feuerwehr Hannover gelang es, die Frau aus dem Wasser zu retten. Sie musste noch vor Ort reanimiert werden und kam anschließend in die Medizinische Hochschule Hannover.

Ponton trieb kieloben

Glimpflich verlief dagegen am Freitag (31.05.2013) ein Wassernotfall in Stuttgart. Hier war an der Schleuse Obertürkheim ein kieloben treibender Ponton mit einem Baggeraufbau gemeldet worden. Neben starken Kräften der Feuerwehr machten sich seitens des Rettungsdienstes ein Organisatorischer Leiter Rettungsdienst, ein Rettungswagen, ein Notarzt sowie Einheiten der DLRG auf den Weg. Nach kurzer Zeit stand aber fest, dass sich keine Personen auf dem Ponton befunden hatten. Von einer Bergung des Pontons wurde in Anbetracht der sehr hohen Fließgeschwindigkeit des Neckars vorerst abgesehen.

(Symbolfoto: BRK BGL)

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