Hochwasser: Jetzt trifft es den Norden


Bremen (rd.de) – Tausende von Helfern sind weiterhin im Einsatz, um der Hochwasserwelle Herr zu werden. Während in Süddeutschland an vielen Stellen die Aufräumarbeiten beginnen, verstärken im Norden die Einsatzkräfte die Deiche. Die Lage ändert sich fast stündlich.

Die DLRG meldete am Sonntag (09.06.2013), dass sich 1351 ihrer Helfer aus allen Bundesländern im Hochwassereinsatz befänden. Ob in Schönebeck, Magdeburg oder an vielen anderen Stellen in Niedersachen, Bayern, Sachsen und Sachsen Anhalt seien die Kräfte der DLRG im Einsatz. Insgesamt 38 Wasserrettungszüge der Organisation kämpften gegen das Hochwasser.

An besonders schwierigen Stellen setzte die DLRG Strömungsretter für die Deichsicherung ein. Sie sollen im fließenden Wasser versuchen, Deiche mit Sandsäcken zu stabilisieren. Nach dem Deichbruch in Schönebeck unterstützten sie die Evakuierung der vom Wasser eingeschlossenen Bevölkerung. 400 DLRG-Kräfte evakuierten den Bereich um Rosenburg. Ein Deich ist dort auf rund 100 Meter gebrochen, sodass das Wasser in die tieferliegenden Gebiete strömt. Es wird ein Wasserstand von 1 bis 1,5 Metern erwartet. Sollte dieser Wasserstand erreicht werden, seien viele Häuser nur mit dem Boot zu erreichen, so die Wasserretter.

THW beseitigt Treibgut

Das Technische Hilfswerk ist allein entlang der unteren Elbe mit rund 1000 Kräften im Einsatz, um die Deiche gegen die anrollende Flutwelle zu sichern. In Magdeburg (Sachsen-Anhalt) seien immer noch rund 2200 THW-Kräfte im Kampf gegen die Fluten im Einsatz, hieß es am Montag (10.06.2013). Sie sichern Deiche, füllen Sandsäcke und pumpen das Wasser zurück in die Elbe.

Im Norden übernimmt unter anderem das THW Aufgaben wie das Befüllen, Transportieren und Verbauen von Sandsäcken sowie den Aufbau von Hochwasserschutzwänden bzw. den Bau von Deicherhöhungen und Notdämmen. Darüber hinaus führen die THW-Kräfte Erkundungs- und Lotsendienste durch, regeln die Verkehrslenkung im Deichbereich oder leuchten die Dämme und Deiche aus. Eine weitere wichtige Aufgabe ist das Beseitigen von Treibgut aus dem Wasser, damit dieses die Deiche nicht beschädigen kann. Teilweise werden ganze Bäume von den Wassermassen mitgerissen.

ASB: ITW in Alarmbereitschaft

Rettungsfachkräfte des ASB aus Münster (NRW) befinden sich derzeit mit einem Intensiv-Transport-Wagen (ITW) in Alarmbereitschaft, um bei Bedarf die Evakuierung von Dresdener Krankenhäusern zu unterstützen. Mit seiner Spezialausrüstung ist der ITW besonders für den Transport unter intensivmedizinischen Bedingungen ausgelegt. Vor allem zahlreiche Patienten des Herzzentrums Dresden wären bei einer Evakuierung auf eine ununterbrochene intensivmedizinische Betreuung angewiesen.

(Foto: DLRG)

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