Hochwasser: Hilfe quer durch ganz Deutschland


Bremen (rd.de) – Während DLRG, Wasserwacht, Feuerwehren und Technisches Hilfswerk an vorderster Front gegen das Hochwasser in Süd- und Ostdeutschland kämpfen, rollt im Hintergrund eine logistische Hilfswelle an. Quer durch die gesamte Bundesrepublik werden Kräfte und Material verlegt, um dem Hochwasser Herr zu werden.

Einsatzkräfte aus der DRK-Region Hannover (Niedersachsen) sind derzeit in Magdeburg (Sachsen-Anhalt) im Einsatz, um Verpflegung für Einsatzkräfte zuzubereiten. Am Dienstag (04.06.2013) erhielten 16 ehrenamtliche DRK-Helfer aus Garbsen, Isernhagen und Neustadt den Auftrag, gemeinsam mit Kräften der Feuerwehrbereitschaft Hannover und der so genannten Technischen Einsatzleitung der Region Hannover in Richtung Magdeburg aufzubrechen. In Zusammenarbeit mit der Bundeswehr wurden Essen und Getränke für bis zu 700 Personen angefordert.

Währenddessen wurden Betreuungseinheiten des DRK aus dem Saarland in die Bayerischen Hochwassergebiete verlegt. Eine entsprechende Einsatzanfrage des Bayerischen Innenministeriums erreichte das DRK am Dienstagnachmittag (04.06.2013). Der DRK-Kreisverband Homburg alarmierte unmittelbar seine Betreuungseinheit. Zwölf DRK-Helfer sind einsatzbereit und werden mit fünf Fahrzeugen nach Bayern fahren, sobald der endgültige Einsatzort feststeht. Die Einheit kann 1000 Menschen betreuen und mit ihrer Feldküche für 500 Personen kochen. Insgesamt sollen Saarländische Einsatzkräfte bis zu fünf Tage lang 3000 Menschen vor Ort betreuen. 

Situation ist immer noch ernst

„Die Situation in den betroffenen Gebieten ist immer noch ernst“, betont der Malteser-Einsatzleiter für Bayern, Frank Drescher. In den Straßen und Vierteln, wo die Häuser unter Wasser stehen, mussten Evakuierungen vorgenommen werden. „Hier“, so Drescher, „übernehmen die Malteser in vielen Fällen die Betreuung der Betroffenen in Notunterkünften.“ Über 300 Helfer der Malteser sind in den Hochwassergebieten im Einsatz. „Von der Betreuung in Notunterkünften über den Sanitätsdienst oder Versorgungseinheiten für die Helfer sind wir an allen Fronten aktiv“, erklärt Drescher.

Der ASB ist seit Freitag (31.05.2013) mit knapp 400 freiwilligen und hauptamtlichen Helfern in den Hochwassergebieten Sachsens und Thüringens im Einsatz. Sie helfen bei der Evakuierung der Bewohner der Flutgebiete oder versorgen sie in Notunterkünften. In einem Einsatztagebuch berichtet die Organisation tagesaktuell über ihren Einsatz.

Auch die Johanniter reagieren auf die weiter andauernden Überschwemmungen und haben die Zahl ihrer Helfer deutlich erhöht. Schwerpunkt des Einsatzes sind Gebiete rund um Leipzig und Dresden (Sachsen), wo die Johanniter mit 183 Helfern vor Ort sind. Inzwischen sind über 370 ehrenamtliche JUH-Kräfte in den Hochwassergebieten in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen sowie Bayern. Angesichts der jüngsten Hochwasserwarnungen für die Region Brandenburg bereiten sich auch die dortigen Johanniter bereits auf einen Einsatz vor. In Cottbus haben sie am Mittwoch (05.06.2013) mit der Einrichtung einer Notunterkunft für mehrere hundert Menschen begonnen.

(Foto: Thomas Auerbach/Malteser Taufkirchen)

One Response to “Hochwasser: Hilfe quer durch ganz Deutschland”

  1. Schlaubi Schlumpf on Juni 5th, 2013 20:56

    Es wurden keine DRK Kräfte aus dem Saarland nach Bayern verlegt. Das hat die mobile Pressestelle so nauch nie geschrieben. Guggst Du

    http://lv-saarland.drk.de/aktuelles/mobile-pressestelle/mobile-pressestelle.html?url=aHR0cDovL3d3dzIubHYtc2FhcmxhbmQuZHJrLmRlL1dvcmRwcmVzcy8/cD01Mjk0&hash=5a91c7399033bb0f93c387aa38aece29

    Ich bitte um Berichtigung!

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